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Fabi Breite Unterstützung für Bahnvorlage Fabi

Das Bahnprojekt Fabi findet Anhänger in fast allen Parteien. Ein überparteiliches Komitee mit 173 Bundesparlamentariern wirbt für Fabi als das richtige Mittel für die immer reisefreudigere Schweizer Bevölkerung. Abgestimmt wird am 9. Februar.

Legende: Video «Ausbau der Eisenbahninfrastruktur» abspielen. Laufzeit 1:30 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 16.12.2013.

Breite Unterstützung für das Bahnprojekt Fabi: Ein überparteiliches Komitee mit 173 Bundesparlamentariern und Regierungsräten hat vor den Medien in Bern für Fabi geworben.

Alle Prognosen deuten darauf hin, dass in der Schweiz in den nächsten Jahrzehnten deutlich mehr gependelt und gereist wird. Da das Netz des öffentlichen Verkehrs schon heute stark ausgelastet sei, sei ein Ausbau dringend notwendig, hielt das Komitee «Ja zu Fabi» vor den Medien in Bern fest.

Die Schweiz sei nicht nur Weltmeisterin im Bahnfahren, sondern auch bei der Auslastung ihres Schienennetzes, sagte SP-Nationalrätin und VCS-Präsidentin Evi Allemann (BE). «Um aber auch in Zukunft einen effizienten ÖV zu haben, müssen wir heute die nötigen Ausbauten beschliessen und die Finanzierung sicherstellen.»

Menschen besteigen Zug.
Legende: Immer mehr Leute fahren Zug, der Platz wird immer knapper. Der Bund will deshalb mehrere Milliarden investieren. Keystone

«Von wegweisender Bedeutung»

Dass die Bahnvorlage «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur» (Fabi) dafür der richtige Weg ist, davon zeigen sich fast zwei Drittel des Parlaments überzeugt. Dem Ja-Komitee gehören Bundespolitiker aus SP, Grünen, GLP, CVP, BDP, FDP und SVP an. Und auch die Kantone haben sich für Fabi ausgesprochen.

Fabi sei für das Land und den öffentlichen Verkehr von wegweisender Bedeutung, sagte Peter Bieri, Zuger CVP-Ständerat und Präsident der ÖV-Lobbyorganisation Litra. Erstmals werde damit ein Fonds geschaffen, der gleichzeitig Bau, Unterhalt und Betrieb der Bahn finanziere.

Projekte für 6,4 Milliarden

Kosten werden die auf die ganze Schweiz verteilten Projekte bis 2025 insgesamt 6,4 Milliarden Franken. Der Bundesrat hatte ursprünglich für den Ausbau 3,5 Milliarden vorgeschlagen; die Wünsche der Kantone beliefen sich auf 42 Milliarden Franken. Die erweiterte Variante enthalte nun aber Projekte, die wichtig für den nationalen Zusammenhalt seien, sagte Olivier Français (FDP/VD).

Zur Kasse gebeten werden dafür die Bahnnutzer, die Kantone, die Autofahrer und über eine Mehrwertsteuererhöhung von einem Promille auch die Allgemeinheit. Die Investition in eine gute Erschliessung dürfe auch etwas kosten, schliesslich steigere dies die Wettbewerbsfähigkeit einer Region, sagte This Jenny (SVP/GL).

Kein Verständnis habe er aber, wenn wegen einer fünfprozentigen Erhöhung der Billettpreise «ein Geschrei» losgehe. Schon heute sei die Hälfte der Fahrkosten durch die Allgemeinheit bezahlt. Jennys Partei, die SVP, spricht sich gegen die Vorlage aus – sie will sich damit gegen die «Zweckentfremdung» der Strassengelder wehren.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Wellington Iten, Winterthur
    Zudem beobachte ich, dass Zuwanderer bereit sind, wenig prestigträchtige Arbeiten zu verrichten, die nun mal auch gemacht werden müssen Dass es angeblich(!) viele Schweizer gibt, die von ausländischen Mitbürgern ausgebootet werden, ist nur die eine Seite der Münze. Die andere Seite ist jene, dass vielen SchweizerInnen das prestige so wichtig ist, dass sie gewisse Arbeiten gar nie verrichten würden. Wenn alles nur in Schweizer investiert werden würde - das würde nicht klappen!
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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Nur 3000.- max Abzug für den Arbeitsweg? Nachhaltigkeit umfasst Ökologie UND Soziales (Väter auch mal daheim, nicht Stunden im Zug!) und Wirtschaft. Es gibt insbesondere Jobs, die ohne Auto nicht zu machen sind. Irgendwo auf dem Lande um 06.30 antraben ist mit öV völlig unmöglich, abends bis 21.15. Flexibilität im Arbeitsmarkt mit Kündigungsmöglichkeiten für Arbeitgeber v.a. heisst dauernd umziehen oder immer wieder weite Wege akzeptieren. 143 = auch viele Bürgerliche machen mit! Nein zu FABI.
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  • Kommentar von E.Waeden, H
    Dieses Problem überfüllter Züge durch Pendler, welche alle zur selben Zeit zur Arbeit fahren gibt es schon seit den 70-Jahren. Und immer mehr Menschen, die zur selben Zeit zur Arbeit pendeln = immer überfüllte Züge in "Stosszeiten". Das ändert auch die FABI nicht. Stattdessen sollten vermehrt gleitende Arbeitszeiten eingeführt werden, denn damals wie heute fährt die Bahn während des Tages mit zum Teil leeren Wagons von A nach B. Auch deshalb ein "Nein".
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