Zum Inhalt springen
Inhalt

Auswirkung des Veloartikels Leuthard: «Velofahrer müssen Verantwortung übernehmen»

Legende: Video Leuthard: «Bund kann gute Beispiele liefern» abspielen. Laufzeit 04:41 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.09.2018.

Das Ja zum Veloartikel in der Bundesverfassung zeige, dass die Schweizer Bevölkerung ein Miteinander von Auto, Tram, Bus, Bahn, Fuss- und Veloverkehr als richtig erachte, sagt Verkehrsministerin Doris Leuthard vor den Bundeshausmedien. «Man wünscht sich, dass man allen Verkehrsträgern gerecht wird.»

Sichere und attraktive Velowege würden dazu beitragen, dass das Potenzial des Velos besser genutzt werden könne. Dadurch könnten andere Verkehrsträger entlastet und der CO2-Ausstoss reduziert werden. Wenn man Fuss-, Velo- und Autoverkehr trenne, gebe es weniger Konflikte.

Koordinationsfunktion nicht unterschätzen

Leuthard betonte, dass der Bund nur subsidiär und unterstützend tätig werde. Die Kompetenz für die Velowegnetze liege nach wie vor bei den Kantonen.

Nicht jede Gemeinde, die einen Veloweg baut, muss das Rad neu erfinden.
Autor: Doris LeuthardVerkehrsministerin

Die Koordinationsfunktion des Bundes dürfe aber nicht unterschätzt werden. Der Bund könne viel Wissen weitergeben. «Nicht jede Gemeinde, die einen Veloweg baut, muss das Rad neu erfinden», erklärt Leuthard.

Nun muss der Veloartikel in der Verfassung auf Gesetzesstufe umgesetzt werden. Leuthard kündigte dafür eine Vernehmlassungsvorlage bis im Herbst 2019 an. Entsprechend der Ergänzung der Verfassungsbestimmung über Fuss- und Wanderwege soll auch das Bundesgesetz über Fuss- und Wanderwege geändert werden.

Risiko Strassenverkehr für Velofahrer

Im Gespräch mit der Verkehrsministerin spricht Bundeshaus-Redaktor Christoph Nufer die Sicherheit der Velofahrer im Stadtverkehr an. Die Unfallzahl steigt. Wird der neue Verfassungsartikel konkrete Auswirkungen haben?

Leuthard will da nichts versprechen, weil enge Raumverhältnisse per se ein Risiko darstellen: «Schlussendlich muss auch der Velofahrer seine Verantwortung übernehmen.» Und er müsse wissen, wo es als Velofahrer vielleicht besser sei, im Abendverkehr nicht auch noch auf die Strasse zu gehen.

Legende: Video Leuthard: «Auch der Velofahrer muss Verantwortung übernehmen» abspielen. Laufzeit 03:06 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.09.2018.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Lia Nemo (Rotezora)
    «(Der Velofahrer) müsse wissen, wo es vielleicht besser sei, im Abendverkehr nicht auch noch auf die Strasse zu gehen.» Wie genau sollen Velofahrer denn nach der Arbeit nach Hause kommen? Das ist doch genau der Kernpunkt der Veloförderung, das Velo wird bis anhin nicht als Alternative ernstgenommen. Insbesondere zu Stosszeiten muss Velofahren sicherer werden, damit sich mehr Leute trauen das Velo als primäres Verkehrsmittel zu nutzen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen