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Gripen Maurer zu seiner Reaktion: «Das war wohl ein Vater-Reflex»

Im Abstimmungskampf um die Gripen-Beschaffung hat sich Bundesrat Ueli Maurer im kritischen Interview mit der «Rundschau» enerviert gezeigt. «Das war wohl ein Vater-Reflex», erklärt Maurer nun. Versuche, die Armee und ihr Umfeld zu diskreditieren, ärgerten ihn.

Legende: Video «Rundschau»: Maurer äusserte sich zum Gripen – und teilte aus. abspielen. Laufzeit 9:18 Minuten.
Aus Rundschau vom 16.04.2014.

Sein Auftritt in der «Rundschau» warf hohe Wellen. Verteidigungsminister Maurer hatte sich vor laufender Kamera über einen TV-Beitrag zum Kampfjet Gripen enerviert. Er geisselte diesen als tendenziös, zumal für ein Fernsehen, das von öffentlichen Geldern lebe.

Seine emotionale Reaktion begründete der Bundesrat im «SonntagsBlick» damit, dass es ihn ärgere, wenn man versuche, die Armee und ihr Umfeld zu diskreditieren. Schliesslich gäben dort Hunderttausende von Leuten jeden Tag ihr Bestes. «Wenn man diesen Menschen derart schnoddrig begegnet, dann stelle ich mich vor sie. Das ist wohl der Vater-Reflex.»

Das Kind mit dem Bade ausschütten wollte Maurer aber nicht. So fand er für SRG-Generaldirektor Roger de Weck in der «Schweiz am Sonntag» lobende Worte: «Ich finde, er persönlich hat eine gute Linie und ein gutes Gespür.» Als oberster Chef der SRG mache er es nicht schlecht. «Als Person überzeugt er mich, politisch haben wir andere Ansichten.»

«Das beste Departement»

Ein Nein zum Gripen wäre kein Grund für Ueli Maurer, das Departement zu wechseln. Denn «das VBS ist das beste Departement, das es gibt», sagte der Bundesrat dem «SonntagsBlick». Entsprechend werde er auch bei den Bundesratswahlen 2015 wieder kandidieren.

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151 Kommentare

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  • Kommentar von P.Bürger, Schaffhausen
    Die CH steht mit der Gripen-Beschaffung vor einer grossen Entscheidung.Es MUSS hinterfragt werden,ob die Risiken eines bewaffneten Konflikts gegeben sind.«Control Risk» gibt u.a. Auskunft:Risiko für die CH:«UNERHEBLICH/UNBEDEUTEND!»Eine Investition mit >10 Mia.(inkl.Unterhalt 30 J.) ist unsinnig &fehlinvestiert.Ein Risk-Research der «Zürich» zeigt die wahren Krisenpotentiale:u.a. Cyberwar & Zusammenbruch von grossen Netzwerkanbietern! DAS sind zukünftige Risiken, welche KEINER GRIPEN bedürfen!
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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Schon lustig was Herr Schacher über den Gripen und die Bürozeiten erzählt. Das unsere Militärjets heute zu Börozeiten fliegen liegt gerade daran, dass diese Flugzeuge keine Nachtflüge absolvieren können, bzw. die Linken das Militärbudget knapp halten, so dass kaum mehr als zu Bürozeiten geflogen werden kann, mal abgesehen von den vielen Lärmklagen in Tourimusgebieten. Darum brauchen wir zumindest den Gripen, der auch in der Nacht, oder nach der Bürozeit fliegen kann.
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    1. Antwort von P. Bürger, Schaffhausen
      Das kann ja heiter werden, wenn der Gripen beschafft wird.Sie wollen militärische Nacht- & Trainingsflüge über der CH? Viel Spass bei der Umsetzung! Es wird dann wieder so sein,dass die SVP nach der mutmasslich angenommenen Abstimmung laut nach dem BR schreit, er müsse diese Nachtflüge ohne wenn & aber durchsetzen.Da Tourismusgebiete jedoch verschont werden müssen,gibt es dann VBS konforme Nachtflugkorridore mit Tiefflugerlaubnis über dem Mittelland. Vorzugsweise über Zürich,Stans & Kölliken!
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    2. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      R.Anderegg, Zürich - Das hat System, knapp halten und wenn's zu Fehlleistungen kommt, was absehbar ist, kritisiert man nicht die Verursacher, sondern über die Medien, jene die Opfer dieser subversiven Strangulierungen geworden sind. - s/auch zB Bürger & Küng, das sind klassische Vertreter solcher arglistiger Politik, deren sich SRF offenbar nun auch verschrieben hat und dabei wie eine 5.Kolonne mitmarschiert. NB: SRF passt mehr zu Russland & Putin als zur Schweiz !
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    3. Antwort von Schacher Mike, 6000 Luzern
      @Anderegg: Das VBS hätte bekanntlich Geld genug dafür, der Willen ist schlichtweg nicht vorhanden. "Luftpolizei" ist sowieso ein Gummiparagraf. Das hat mit der Gripenbeschaffung nichts zu tun. Im Übrigen wird das VBS bekanntlich schon seit Jahrzehnten von der Bauerntrampelpartei geführt und zu Grunde gerichtet, weil man dort meint, eine Armee müsse weder Strategien noch Kosten-/Nutzenanalysen verfolgen. Stattdessen träumte man bis in die Jahrtausendwende hinein von imaginären Panzerschlachten.
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    4. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      P. Bürger, Schaffhausen - Tiefflugerlaubnis über dem Mittelland. vorzugsweise über Zürich, Stans & Kölliken ! Also damit könnte ich sehr gut leben. Schaffhausen könnte man dann gleich auch noch zum Uebungszielgebiet für Erdkampfeinsätze mit Kriegsmunition. (smile) NB: Das ist zZeit rund 12'000 km weit weg von mir....! (smile) Also ich habe kein Problem damit !
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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Die Kritik an der Rundschau von Maurer und die Beschwerden beim Ombudsmann sind total berechtigt. Versteht der Moderator eigentlich auch etwas von Kampfflugzeugen? Absolvierte Herr Brotz auch Militärdienst? Ich fürchte Nein. Warum unterschlägt die Rundschau die Tatsache, dass das Nicht NATO Land Schweden seine Luftwaffe massiv aufrüstet, wegen der Ukraine-Krise? Warum verheimlicht die Rundschau den Umstand, dass die Niederlanden mehr Kampfflugzeuge besitzen, als die gleichgroße Schweiz?
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    1. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Die Rundschau machte hier gezielt Stimmungsmache gegen die SVP. Wichtige Fakten zu Gunsten des Gripen wurden absichtlich unterschlagen. Ich bedaure sehr das ich mit meiner Kohle diesen tendenziösen und linkslastigen Journalismus noch zwangsfinanzieren muss.
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    2. Antwort von R.Käser, Zürich
      @Anderegg, Sie müssen sich nicht vor der Ukraine fürchten, die ist auch zu weit Weg um irgend welche Aufrüstung zu rechtfertigen. Ich fürchte mich vor dem Paradeplatz und vor AKW's im In- und Ausland mehr als vor irgend einer aktuellen militärischen Bedrohung. Wir haben aktuelle Gefahren und Bedrohungen, gegen diese sehr aktiv nichts gemacht wird, allen voran die SVP.
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    3. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Herr Käser, die Schweden rüsten aber ihre Luftwaffe trotzdem auf, da die Ukraine nicht weiter entfernt von Schweden liegt, als die Ukraine von der Schweiz. Die Schweiz ist nur 900 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Das ist auch schon die EU-Aussengrenze, wo dereinst wieder die Russen stehen könnten. Von einem Paradeplatz und einem AKW habe ich keine Angst. Oder sind darin auch die pösen Russen versteckt?
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    4. Antwort von m.mitulla, wil
      @R. Käser. Die Krise in der Ukraine macht doch immerhin der EU weiche Knie. Als Folge davon wird Deutschland aufrüsten. Wetten? Es gibt viele möglichen Bedrohungsszenarien für unser Land. Es weiss kein Mensch, ob überhaupt, und wenn ja welche Bedrohung wirklich sein wird in ca. 15 Jahren, wenn die FA-18 ausgemustert werden. Die Luftpolizei abzuschaffen macht für mich keinen Sinn, also sollen die Flugzeuge ersetzt werden.
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