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Grundeinkommen Berset: «Bevölkerung will am heutigen Sozialsystem festhalten»

Für Innenminister Alain Berset ist das Nein zum bedingungslosen Grundeinkommen ein Vertrauensbeweis. Die Debatte fand der Bundesrat aber durchaus interessant.

Legende: Video Bundesrat Berset: «Es war eine interessante Debatte» abspielen. Laufzeit 3:14 Minuten.
Vom 05.06.2016.

Das deutliche Nein zu einem bedingungslosen Grundeinkommen zeigt für Bundesrat Alain Berset, dass die Bevölkerung in der Schweiz am heutigen Wirtschafts- und Sozialsystem festhalten will. Dieses funktioniere gut, sagte Berset vor den Medien in Bern.

Wer Unterstützung benötige, werde unterstützt. Das System werde regelmässig angepasst, aktuell etwa mit der Reform der Altersvorsorge. Es sei nicht nötig, es zu revolutionieren.

Richtige Antworten auf Arbeitswandel

Die Digitalisierung und Automatisierung habe Auswirkungen auf die Arbeit, räumte Berset ein. Schon in der Vergangenheit hätten tiefgreifende Veränderungen dieser Art bewältigt werden müssen.

Auf solche Entwicklungen könne man jedoch mit guten Ausbildungsmöglichkeiten, Forschung und Innovation sowie einer stabilen sozialen Sicherung reagieren. Es sei eine interessante Debatte gewesen, aber er sei froh über das klare Resultat, sagte Berset.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    In der Tat, die Bevölkerung will am heutigen System festhalten. Sehr vernünftig solange man das heutige System nicht überfordert oder durch die künftigen Entwicklungen nicht zwangsläufig überfordert wird. - Die Einführung eines BGE würde nämlich ein radikaler Paradigmenwechsel und Systemwechsel bedeuten um überhaupt tragfähig finanzierbar zu sein. Den per Saldo dürfte es nicht wesentlich teurer werden dürfen als das was wir heute haben. Vieles müsste zu Gunsten des BGE wegfallen.
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  • Kommentar von S. Meier (SM)
    Herr Berset und der gesammte Bundesrat sollten unbedingt die Abstimmungsresulate auf Gemeindeebene auch analysieren und nicht bloss gesamtschweizerisch. In Zürich z.B. haben die Kreise 4 + 5 das Anliegen mit 54,7% angenommen!
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