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Initiative Grüne Wirtschaft «Grüne Wirtschaft hat trotzdem gewonnen»

Die Initiative «Grüne Wirtschaft» hat bei Volk und Ständen keine Chance. Die Reaktionen von Befürwortern und Gegnern.

Regula Rytz, Präsidentin der Grünen: «Die Schweiz hat die Chance verpasst, sich beim ökologischen Umbau der Wirtschaft weltweit an die Spitze zu setzen. Aber die Gegenkampagne ist sehr hart geführt worden. Die ersten Umfrageergebnisse waren so gut, dass sie noch einmal massiv ausgebaut wurde. Nichtsdestotrotz: Die ‹Grüne Wirtschaft› hat gewonnen. Denn jetzt hat eine wichtige Diskussion für die Zukunft begonnen.»

Legende: Video Heinz Karrer, Economiesuisse, zum Nein-Trend «Grüne Wirtschaft» abspielen. Laufzeit 2:12 Minuten.
Vom 25.09.2016.

Heinz Karrer, Präsident Economiesuisse: «Wir sind froh über das klare Resultat. Eine Annahme hätte grosse Konsequenzen für die Wirtschaft gehabt, etwa im Bereich Mobilität oder Wohnen.»

Bastien Girod, Nationalrat Grüne: «Insgeheim hatten wir bis zum Schluss gehofft, dass wir gewinnen. Das haben wir leider nicht geschafft. Aber unsere Idee lebt weiter, es ist einfach noch ein langer Weg. Das Resultat der Initiative ist ermutigend. Es zeigt, wie wichtig und sinnvoll die Grüne Wirtschaft ist.

Legende: Video Trotz Nein zur «Grünen Wirtschaft» – der Weg dorthin soll weitergehen abspielen. Laufzeit 3:15 Minuten.
Vom 25.09.2016.

Werner Luginbühl, Ständerat BDP: «Ich bin überrascht, dass wir so deutlich gewonnen haben. Das Nein ist kein Nein zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Es ist ein Nein gegen die Radikalität der Initiative.»

Luca Maggi, Vizepräsident der Grünen: «Die Schweiz hat eine historische Chance verpasst. Die faktenfreie Angstkampagne der Gegner hat offenbar Wirkung gezeigt. Wir werden das Ziel der Initiative aber mit Ausdauer weiterverfolgen. Selbst die Gegner räumten in ihrer Kampagne ein, dass die Initiative mit der Reduktion des ökologischen Fussabdrucks ein wichtiges Grundanliegen verfolgt. Wir nehmen sie jetzt beim Wort.»

Hans-Ulrich Bigler, Direktor Gewerbeverband: «Das Schweizer Volk hat heute zum Ausdruck gebracht, dass die Schweizer Wirtschaft längst grün ist: Wir stehen in Bezug auf Ressourcen- und Energieeffizienz weltweit an der Spitze; unsere Umwelttechnologien sind weltweit gefragt. Das Votum der Stimmbevölkerung ist eine Bestätigung für den Status quo.»

Tweets zur Abstimmungs-Arena Initiative Grüne Wirtschaft

8 Kommentare

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  • Kommentar von U. Ambühl (u.ambuehl)
    "...es ist ein Nein gegen die Radikalität der Initiative.» – Genau! Vielleicht können wir ja die Folgen des Klimawandels einfach demokratisch ablehnen, geniale Idee! "..eine Annahme hätte grosse Konsequenzen für die Wirtschaft gehabt..." Darum sind wir gegen alle Zwänge, die als Folge des Klimawandels auf die Erde wirken – wir stimmen einfach NEIN gegen Hungersnöte, Gletscherschmelze und AKW-Supergaus! Wir sind dagegen, dass wir nur die Ressourcen einer Welt haben!! Schlecht für die Wirtschaft!
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  • Kommentar von A Züger (zua)
    R.Rytz: "Die ‹Grüne Wirtschaft› hat gewonnen. Denn jetzt hat eine wichtige Diskussion für die Zukunft begonnen." Im Klartext heisst das, dass einseitig grüne Politik in Bundesbern's Amtsstuben in BR Leuthard's Departement jetzt erst recht vorangetrieben wird, wenn Stimmvolk mit 2/3 Mehrheit Gegensteuer geben will.
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  • Kommentar von Peter Müller (henry müller)
    Dass sich die Leute, die es weiter ungebrochen bequem haben wollen, sich freuen über die Ablehnung der "Grüne Wirtschaft"-Initiative , ist verständlich - wir wollen doch alle geniessen, was wir "erreicht" haben , auch wenn es, auf die ganze Bevölkerung der Welt bezogen, jetzt schon die Ressourcen von 3 1/2 Planeten aufbraucht. Aber: die Rechnung dieser kollektiven Unbewusstheit wird unseren unmittelbaren Nachfahren dramatisch präsentiert werden.
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