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Legende: Audio Deutscher Gesundheitsminister will Ärzte zurück abspielen. Laufzeit 00:51 Minuten.
00:51 min, aus Nachrichten vom 13.01.2019.
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Abwanderung in die Schweiz Deutscher Gesundheitsminister möchte Ärzte zurückholen

  • Der deutsche Gesundheitsminister möchte deutsche Ärzte, die in die Schweiz abgewandert sind, wieder in die Heimat locken.
  • Dafür schweben Jens Spahn unter anderem neue Regeln für die Abwerbung von Fachkräften im europäischen Raum vor.

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn bedauert die Abwanderung von Ärzten und Pflegern aus seinem Land in die Schweiz. «Ich hätte sie gerne zurück», sagt er gegenüber dem «SonntagsBlick».

Denn letztlich würden die von Schweizer Spitälern und Heimen abgeworbenen Fachleute in seinem Land fehlen, erklärt der 38-jährige CDU-Minister weiter. «Bei uns», fährt Spahn fort, «arbeiten dann polnische Ärzte, die wiederum in Polen fehlen. Das kann so nicht richtig sein.»

Neue Regeln für Abwerbung von Fachleuten

Vor diesem, in seinen Augen misslichen Hintergrund, regt Spahn eine Neuregelung der Abwerbung von Fachleuten aus bestimmten Berufen an.

Man sollte darüber nachdenken, ob man die Abwerbung von Fachleuten aus bestimmten Berufsgruppen innerhalb der EU nicht neu regeln müsse. Die Freizügigkeit in Europa solle dabei nicht grundsätzlich infrage gestellt werden.

Entsprechende Abkommen gebe es bereits in der Weltgesundheitsorganisation WHO. Das könne, nach Auffassung des Minister ein «Vorbild sein.»

Spahn räumte gleichzeitig ein, dass er das Verhalten der deutschen Ärzte und des Pflegepersonals versteht. Denn die «Schweiz ist ein schönes Land.»

Deutsche Mediziner bevorzugen Schweizer Arbeitsstätte

Und seit Jahren ist die Alpenrepublik für deutsche Mediziner das mit Abstand beliebteste Auswandererland. Im Jahr 2017 gingen laut der deutschen Ärztekammer 1965 ursprünglich in Deutschland tätige Ärzte ins Ausland, wobei der Anteil der deutschen Ärzte 59,3 Prozent betrug.

Die beliebtesten Auswanderungsländer waren - wie in den Jahren zuvor - die Schweiz (641), Österreich (268) und die USA (84). Der Schweizer Ärzteverband FMH meldete Anfang 2017, dass 17,7 Prozent der in dem Land arbeitenden Ärzte einen deutschen Pass hätten.

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100 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Häusermann (Ebenda)
    PFZ ist ein MUSS, aber bei med. Personal ist ein ges. Vorbehalt angebracht. Scheinheiliger gehts nimmer.
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  • Kommentar von Ilse Michlbernhard (psychodoc)
    Verdiene in der Schweiz als Facharzt ca. das x- fache wie in Österreich! Bei einer Arbeitsbelastung in Österreich: 80 - 120Stunden/ Woche, in der Schweiz: 50 Stunden/ Woche! Auch sonst sind die Arbeitsbedingungen hier drastisch besser! Wie wäre es, wenn man die Bedingungen für Ärzte bessert, statt sie mit Verboten ans Heimatland zu fesseln?
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    1. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Ein Mittelweg wäre wünschenswert. Arbeitsbedingungen zu bessern wäre auch in CH angezeigt, insbesondere für Assistenzärzte und Pflegepersonal. Aber - bei allem Respekt - ist es nicht von ungefähr, dass der Begriff "Götter in weiss" sich seit Jahrzehnten hartnäckig aufrechterhält. Dagegen wirken schon eher Restriktionen. Z.B. Lohndeckel und mehr ethische Grundsätze. Und (teilweise) Rückzahlung der Ausbildungskosten, falls Emmigration innert 15 Jahre nach Studium. Gratisbildung auf Raten sozusagen
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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Ah Hr. Spahn,angelernte Gipser,sog.Fachleute aus der Baubranche,Chauffeure,
    alle zu Dumpingpreisen und potenzielle Hartz4-Empfänger dürfen wir durchfüttern.
    Jenes Personal,das dank der PFZ zum Nutzen der Schweiz hierherkommt,soll von dieser
    ausgenommen werden?Komische Auslegung von Verträgen.Wie war das nochmal mit dem Rosinenpicken?
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