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Die Kantonspolizei Zürich warnt vor Betrug mit Themenpark-Tickets
Aus Espresso vom 23.06.2020.
abspielen. Laufzeit 02:14 Minuten.
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Abzocke mit Abofalle Betrug im Namen des Züri Zoo

  • Auf Facebook kursieren Anzeigen für sehr günstige Eintrittskarten für den Zoo Zürich.
  • Die Anzeigen sind gefälscht. Wer seine Kreditkartendaten angibt, tappt in eine Abofalle und verliert pro Monat umgerechnet 85 Franken.
  • Die Kantonspolizei Zürich warnt vor der Betrugsmasche und rät Personen, welche ihre Kreditkartendaten angeben haben, ihre Karte sofort sperren zu lassen.

Nach Monaten der coronabedingten Schliessung haben die Zoos in der Schweiz am 6. Juni ihre Tore wieder geöffnet. Auf Facebook kursieren nun Anzeigen, in welchen Betrüger vorgeben, aus Anlass der Wiedereröffnung Eintrittskarten abzugeben – vier Stück für zwei Franken. Dazu verwenden sie das Logo und Werbematerial des Züri Zoo.

Die Cybercrime-Einheit der Kantonspolizei Zürich warnt vor dem Betrug. Wer auf die Anzeige klickt und seine Kreditkarten-Daten eingibt, ist einer Abofalle aufgesessen. Man wird während vier Tagen Mitglied in einem nutzlosen Shopping-Club. Danach – so steht es im Kleingedruckten – wird einem pro Monat 80 Euro von der Kreditkarte abgebucht, also umgerechnet 85 Franken.

Vorgehen der Betrüger ist typisch

Marc Besson von der Kantonspolizei Zürich nennt auf Anfrage des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» das Vorgehen der Betrüger «typisch». Man habe bereits während des Lockdowns ähnliche Fälle beobachtet: Da hätten Kriminelle den Umstand ausgenutzt, dass viele Leute zuhause waren und das Internet häufiger nutzten. Nun würden die Betrüger auszunutzen, dass die Leute nach dem Lockdown gewisse Angebote wieder nützen würden.

Die Kriminellen agierten denn auch international, so Marc Besson weiter. Ähnliche gefälschte Anzeigen kursierten auch zum Beispiel für das Legoland in Dänemark oder das Gardaland in Italien. Die betrügerischen Internetseiten seien von einer zypriotischen Firma registriert worden, angegebene Telefonnummern seien jedoch ausser Betrieb.

Screenshot gefälschte Seite Zoo Zürich
Legende: Betrüger haben die Facebook-Seite des Zoos Zürich nachgeahmt und stellen so eine Abofalle. Screenshot Facebook, themeparklottery.com

Internetadresse genau anschauen

Die Kantonspolizei Zürich rät, sich allfällige Wettbewerbe per Facebook oder auch per E-Mail genau anzusehen. Die Links führten nicht zu den offiziellen Seiten, oft gebe es bei den Wettbewerben auch auffällig viele Tippfehler und komische Formulierungen. Kommt einem etwas komisch vor, sollte man auf gar keinen Fall auf die Anzeige klicken und auch keinerlei Daten angeben.

Wer auf die Masche hereingefallen ist, sollte seine Kreditkarte sofort sperren lassen und dies auch seiner Bank melden.
Autor: Marc BessonKantonspolizei Zürich

Wer auf die Masche hereingefallen ist, sollte seine Kreditkarte sofort sperren lassen und dies auch seiner Bank melden. Sollte sich ein Inkassobüro in der Sache melden, sollte man dies ignorieren. Die Kantonspolizei Zürich rät, Anzeige zu erstatten. Auch wenn die Betrüger kaum gefasst werden können, könne man so dazu beitragen, dass andere nicht darauf hereinfallen.

Ärgerlich sind die gefälschten Anzeigen auch für den Zoo Zürich. Man habe viele Anfragen über Facebook erhalten, ob diese echt seien. Man gelange dann jeweils direkt an Facebook und verlange, dass die Anzeigen deaktiviert werden. Man habe bei einem ähnlichen Betrug auf der eigenen Seite dieses Jahr bereits eine Warnung aufgeschaltet und überlege sich, das nun auch wieder zu tun.

Espresso, 23.06.20, 08:13 Uhr

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Dies sagt einfach alles über die Spezies Homo Sapiens Sapiens: Sogar in Zeiten, wo es vielen schlecht geht wird betrogen, geraubt, geschlagen, usw. Und - leider sind die Betroffenen wohl solche, die sonst schon wenig haben. Unser Staat geht einfach mit Verbrechern viel "zu lieb" um!!
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  • Kommentar von Mark Keller  (mkel)
    Man kann es halt nur mantramässig wiederholen: Niemand hat etwas zu verschenken. Wenn ein Angebot zu gut ist, um wahr zu sein, dann ist es das zu 99% auch nicht. Wenn eine holzig formulierte Anzeige mit Rechtschreibfehler ("Nächster"-Button) mir auf Facebook etwas verspricht, ist der Fall klar. Gerade beim Zoo Zürich, der sonst mit sehr professionellem Marketing daherkommt. Bei so einem Angebot muss der erste Blick IMMER auf die offizielle Zoo Website gehen. Wenn da nichts steht, weg damit!
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