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Schweiz Adrian Amstutz bietet Asyl für syrischen Flüchtling an

SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz würde bei sich zuhause einen syrischen Flüchtling aufnehmen. Gleichzeitig stellt er in der «Rundschau» in Aussicht, dass die von der Partei angekündigte Asylinitiative auch tatsächlich umgesetzt werde.

Legende: Video «Rundschau»-Theke: Adrian Amstutz zur Asylpolitik abspielen. Laufzeit 8:51 Minuten.
Aus Rundschau vom 27.08.2014.

«Die Initiative wird höchstwahrscheinlich kommen», sagt Amstutz. Der SVP-Zentralvorstand und die Delegiertenversammlung hätten zwar noch darüber zu befinden, aber er gehe davon aus, dass die Initiative gestemmt werde, «wenn die Asylgesuchströme weiter anwachsen». Die Initiative sieht vor, Asylgesuche in der Schweiz nur noch zu behandeln, wenn die Flüchtlinge direkt und nicht über ein sicheres Drittland einreisen.

Amstutz weiter: «Wenn ein Flüchtling aus Syrien wirklich Hilfe und Schutz braucht, muss man ihm die Möglichkeit geben, in einem sicheren Nachbarland – zum Beispiel im Libanon oder in der Türkei – in einem UNO-Flüchtlingslager unterzukommen.» Damit könne «mit wesentlich weniger Geld mehr geholfen werden». Die Frage, ob er denn persönlich bereit wäre, bei sich zuhause einen syrischen Flüchtling aufzunehmen, bejahte er.

Angriff auf Bundesrätin Sommaruga

Die Kritik, die geplante SVP-Asylinitiative torpediere den Grundgedanken einer solidarischen Schweiz, weist Amstutz zurück: «Wenn sich jemand unsolidarisch verhält und abschottet, dann sind es unsere Nachbarstaaten gegenüber der Schweiz.» Es sei am Bundesrat, dafür zu sorgen, die Abkommen von Schengen und Dublin konsequent umzusetzen. Amstutz greift dabei Justizministerin Simonetta Sommaruga frontal an: «Sie hat es nicht im Griff.»

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79 Kommentare

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  • Kommentar von H. Frühling, Bern / Zürich
    Sandro Brotz heisst der Jounalist, der Amstutz befragte (für alle die, welche den Namen noch nie gehört oder gelesen haben. Der Name wird auch so geschrieben, wie er hier steht ....
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Adrian Amstutz hat recht, unser Bundesrat resp. die Zustaendige Bundesraetin Sommaruga macht ausser den Kniefall vor der EU nicht viel fuer das eigene Land. Da die anderen Laender das Schengen und Dublin Abkommen nicht konsequent durchsetzen und die Schweiz weiterhin mit rosa Brille auf hat und dies so hin nihmt, darf nicht sein. Justizministerin Simonetta Sommaruga hat Versagt, es ist Ihr Job hier auf den Tisch zu klopfen.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Die CH wird noch über Jahre Flüchtlinge aufnehmen müssen.Denn es wird viel Zeit in Anspruch nehmen,bis in afrikanischen Ländern und Ländern des Nahen Ostens demokratische Regierungen die Ruder übernommen haben.Und die EU-Politik, mit subventionierten Gütern die Wirtschaft in diesen Ländern unten zu halten,trägt den Rest zu den Migrantenströmen bei.Und die grossen Migrationsströme kommen erst noch! http://www.welt.de/politik/ausland/article131157709/2050-muss-Afrika-zwei-Milliarden-ernaehren.html
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