Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video AHV-Nummer birgt Datenschutzrisiken abspielen. Laufzeit 01:45 Minuten.
Aus Tagesschau vom 28.01.2019.
Inhalt

AHV-Nummer zur Identifikation Oberster Datenschützer verlangt viele Schranken

Darum geht es: Mit der AHV-Nummer werden wir uns in Zukunft in der ganzen Schweiz bei allen Behörden identifizieren und damit ausweisen können. Das sieht der Bundesrat in der Anpassung des AHV-Gesetzes vor. Noch ist diese Neuerung in der Vernehmlassung. Welche Risiken sie mit sich bringt, darauf hat Adrian Lobsiger, Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter, hingewiesen.

Die Gefahren: Der Bundesrat will allen Bundes-, Kantons- und Gemeindebehörden erlauben, die AHV-Nummer systematisch als Identifikator zu verwenden. Ziel ist die Vereinheitlichung sowie eine bessere Koordination. Aus der Sicht des obersten Datenschützers ist dies ein sehr heikles Vorhaben. Denn damit stünden den Steuer-, Polizei- und Sozialbehörden, Grundbuchämtern und anderen Verwaltungseinheiten Tür und Tor offen, die Daten einer einzelnen Person zu verknüpfen und auszutauschen.

Die Forderungen: Lobsiger fordert deshalb ein Verknüpfungsverbot und überall Kontrollstellen . «Es muss in jeder Verwaltungseinheit, welche die AHV-Nummer systematisch verwendet, eine verantwortliche Person benannt werden, die sich mit diesen Risiken auseinandersetzt.» Zudem fordert Lobsiger ein Verzeichnis der Datenbanken sowie Risikoanalysen in den einzelnen Behörden. Vorgaben des Datenschutzes, welche ins neue Gesetz sollen: «Die stehen jetzt in der Vernehmlassungsvorlage und ich hoffe, dass sie da nicht wieder rausgestrichen werden.»

Am 22. Februar endet die Vernehmlassung – und damit die Abwägung zwischen datenschutzrechtlichen Bedenken und einfacherer Behördenkoordination.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

33 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Adrian Müller  (Andymüller)
    Das ist in Spanien schon immer so mit der Spanieschen AHV Nummer.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Im Roman 1984 (heute Lektüre in fast jedem Gymnasium) beschreibt George Orwell anschaulich, was passieren kann, wenn es keine Privatsphäre mehr gibt - wenn vorgeschrieben wird, mit welchen Menschen man Kontakt haben darf und mit welchen nicht. Blanker Horror!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Pascal Gienger  (Pascal Gienger)
    Bis dato quasi monatlich in den USA: "Datendiebstahl, 200'000 SSNs gestohlen" - und 200'000 weitere Personen die nun Stress bekommen, deren Identität missbraucht wurde, falsche Steuererklärungen unter dieser SSN abgegeben für betrügerische Rückzahlung usw.

    Wenn immer mehr Datenbanken die AHV als Index benutzen steht das der Schweiz auch bevor.

    Einen primary key identisch in vielen Datenbanken die man nicht kontrollieren kann - sehr dumme Idee.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen