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Schweiz AKW-Betreiber sollen Jodtabletten bezahlen

Jodtabletten für alle, die nicht direkt neben einem AKW wohnen? Die Kantone begrüssen das. Zahlen wollen sie aber nicht.

Die Kantone begrüssen den Vorschlag des Bundes, Jodtabletten vorsorglich auch an Personen zu verteilen, die mehr als 20 Kilometer von einem Atomkraftwerk entfernt wohnen. Sie fordern aber, dass die AKW-Betreiber für die Kosten aufkommen.

Noch unter dem Eindruck der Atomkatastrophe in Tschernobyl verteilte der Bund 1993 erstmals Jodtabletten an die Bevölkerung, die in unmittelbarer Nähe eines Atomkraftwerks wohnte. Später wurde diese Massnahme ausgedehnt auf alle Haushalte im Umkreis von 20 Kilometer. Nun will der Bund auch die Versorgung der restlichen Bevölkerung verbessern.

Bei einer AKW-Katastrophe müssen Tabletten innerhalb von zwölf Stunden an die Bevölkerung abgegeben werden. Doch in vielen Kantonen kann diese Frist nicht eingehalten werden.

Video
Mehr Jod-Tabletten für mehr Haushalte
Aus Tagesschau vom 29.08.2013.
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Deshalb sollen künftig die Jodtabletten vorab verteilt werden. Die Kosten für die Verteilung sollen die Kantone tragen. Diese können entschieden, ob sie die Jodtabletten an die Bevölkerung verteilen oder ob die Bewohner sie selbst abholen müssen. Die Änderung soll ab 2014 in Kraft treten.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von kari huber , surin
    Gebt ihnen doch auch noch eine Gasmaske. Langsam frage ich mich, inwieweit die "Demokratie", im hochentwickelten griechischen Staat einfach eine Volksversammlung à là Landsgemeinde, wo jeder Stimmende die Exponenten ebenso wie die Projekte noch ziemlich genau kannte, in unserer Zeit und schweizerischen Realität funktionieren kann. Die Inhaber der Macht "machen" die Realitäten. Ein Drittel der meist ahnunglosen Berechtigten stimmen ab. Und?
  • Kommentar von Marcel Gygax , Niedergösgen
    Die Jod-Tabletten sollen durch die AKW-Betreiber finanziert werden. Sie verursachen schliesslich das Riskiko einer Atomkatastrophe und danach den Bedarf an Jod-Tabletten.
  • Kommentar von Alois Wutz , Gerlafingen
    hmmm... und wer, bitte, darf diese Jodtabletten liefern? Das würde eigentlich auch in diesen Artikel gehören, damit man weiss, aus welcher Ecke solche Schnapsideen ursprünglich kommen. Da momentan keine Vogel- oder Schweinegrippe im Anflug ist, muss wohl die Angst vor einem Atomzwischenfall geschürt werden... Wirtschaftsförderung des Bundes auf dem Buckel des thumben Steuerzahlers.