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Dichtestress vor Gondelbahn in Verbier
Aus Tagesschau vom 07.12.2020.
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Alles fährt Ski – ohne Abstand Wintersport in Verbier: Dieses Bild empört die Schweiz

Wollen die Bergkantone den Wintersport laufen lassen, sind sie darauf angewiesen, dass Skifahrer geltende Regeln einhalten. Nicht überall funktioniert das, wie Bilder aus dem Wallis zeigen.

Für die Bergkantone ist klar: Wollen sie den Wintersport laufen lassen, dabei aber gleichzeitig die Corona-Fallzahlen in den Griff bekommen, müssen sie handeln. Nur: Sie können die Platzzahl in den Gondeln noch lange beschränken, wenn vor der Gondel Gedränge entsteht.

So geschehen am Samstag in Verbier. Ein Bild zeigt Wintersportler Schulter an Schulter beim Anstehen vor der Gondelbahn. Entsprechend empört sind andere. Die Betreiber von Restaurants und Kulturveranstaltungen etwa, die unter teils strikten Corona-Massnahmen leiden.

Kritik aus Wirtschaft und Politik

So kritisierte Spitzenkoch Didier de Courten die Situation als eine Schande. Die Restaurants seien seit dem 4. November geschlossen, um die Pandemie zu stoppen. Und auch um die Skisaison zu retten. Durch solches Verhalten würden die Bemühungen untergraben.

Kritik kommt aber auch aus der Politik. Der Walliser Staatsrat Christoph Darbellay warnt, dass solche Vorfälle nicht länger toleriert würden. «Ich war sehr wütend, als ich das Foto gesehen habe», sagt er. «Gerade im aktuellen politischen Kontext und mit dem internationalen Druck. Es ist einfach nicht akzeptabel für ein Reiseziel mit solch einem internationalen Renommee. Die Lektion wurde gestern gelernt, es ist eine kostenlose Warnung. In der Zukunft folgt der Warnung dann eine Schliessung.»

Verbier ist nicht der erste Fall

Bereits vor einem Monat sorgte ein ähnlicher Fall in Zermatt für Aufsehen. Dies zeigt, wie schwierig es ist, auf den Skipisten die Schutzkonzepte durchzusetzen. Zusätzliches Personal soll nun die Einhaltung der Massnahmen sicherstellen.

Was gestern passiert ist, ist Verbier nicht würdig. Wir haben einen Fehler gemacht, es tut uns leid, und es wird nicht wieder vorkommen.
Autor: Laurent VaucherDirektor Téléverbier

Die Betreiber des Skigebiets haben sich indessen entschuldigt. Sie seien vom Ansturm überrascht worden. Und am Montagmorgen war die Stimmung ruhig vor der Gondelbahn in Verbier. Mitarbeitende der Wintersportbahnen waren um die Einhaltung der Coronaregeln aller Schneesportler bemüht. Und die schienen sich nun daranzuhalten.

Tagesschau, 07.12.2020, 12.45 Uhr;

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130 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Vischer  (Martin Vischer)
    Offenbar hat die Politik, haben die Medien und eine Vielzahl der Kommentarschreiber nicht verstanden, dass eine sehr grosse Zahl, wenn nich sogar die Mehrheit unserer Bürger, kein oder nur wenig Interesse an diesen Corona-Massnahmen hat.
    Sich darüber zu ärgern ist völlig zwecklos. Wer sich wirklich schützen will, bleibt zuhause und lässt sich demnächst impfen.
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  • Kommentar von Rolf Huber  (RolfHuber)
    Wieso empört? Es ist im Freien, da ist gemäss BAG die Ansteckungsgefahr massiv reduziert. Die Übertretungen beim Skifahren (Stichwort Ischgl) fanden alle im Apres-Ski statt, und dies wird es in diesem Winter zurecht nicht geben. Ausserdem haben alle eine Maske an, die sollen doch nützen, hat es mal geheissen.
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  • Kommentar von Lucy Meier  (LucyM)
    Wundert das hier irgend jemanden? Also, mich nicht. Es ist nicht weit her mit der ach so hoch gehaltenen Eigenverantwortung der Schweizer, die den berühmt-berüchtigten "Schweizer Weg" rechtfertigen soll. Aber man will es wohl so haben. Wir haben inzwischen über 5.000 Tote in diesem Land und ich prophezeie, dass wir die traurige Marke von 10.000 erreichen werden. Alles im Namen der "Freiheit". Einfach nur traurig.
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    1. Antwort von Rolf Huber  (RolfHuber)
      10'000 sind gar nicht möglich, im Januar kommen die Impfungen.
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