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Aus dem Archiv: Ständerat berät AHV-Reform
Aus Tagesschau vom 15.03.2021.
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Altersvorsorge So reagiert die SRF-Community auf die AHV-Reformpläne

Der Ständerat-Entscheid zur AHV führt zu Diskussionen bei den SRF-Userinnen und -Usern.

Die 1948 eingeführte Alters- und Hinterlassenenvorsorge (AHV) gerät immer mehr in finanzielle Schieflage. Zur Stabilisierung schlägt der Bundesrat mit der Reformvorlage «AHV 21» verschiedene Massnahmen vor. Nicht nur beim Ständerat, sondern auch bei der SRF-Community sorgte die AHV-Reform für rege Diskussionen.

Das Rentenalter für Frauen auf 65 Jahre erhöhen?

Eine der Massnahmen, die der Ständerat befürwortet, ist die Erhöhung des Frauenrentenalters von 64 auf 65 Jahre. Die SRF-Community begrüsst diese Massnahme nur teilweise: «Nur fair! Männer müssen auch noch in den Wehrdienst und sterben im Durchschnitt früher, meiner Meinung nach sollten die Männer vor den Frauen pensioniert werden», meint SRF-Userin @334milena.

Auch Eva Albrecht begrüsst die Massnahme: «Alle schreien nach Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, dann ist das gleiche Rentenalter doch logisch! Das sage ich als Frau.»

Für gleiche Löhne, kein Problem für mich.
Autor: @beatemanniSRF-Userin Facebook

Andere Stimmen hinterfragen die Gleichstellungsgedanken bei dieser Reform. So schreibt Susanne Saam: «Solange die Lohngleichheit nicht realisiert ist, solange die Care-Arbeit ungleich verteilt ist, solange wird das Rentenalter der Frauen nicht angepasst.».

SRF-Userin Nicole Peter führt weiter: «Solange die Frauen nicht denselben Lohn wie die Männer erhalten, sehe ich nicht ein, weshalb das Rentenalter für die Frauen wieder erhöht werden sollte.»

Müssen wir bis 68 Jahre arbeiten?

Um die ständig wachsenden Defizite in der AHV bis 2040 zu beseitigen, wird die Massnahme im Raum, das Rentenalter um 3 Jahre anzuheben. Zwar wird diese Massnahme nicht mit offenen Armen begrüsst, aber manche sehen darin eine logische Lösung.

«Ich finde, eine Erhöhung des Rentenalters ist grundsätzlich nicht so falsch, wenn man bedenkt, dass dieses seit 1948 bei 65 Jahren für Männer liegt. Damals lag die Lebenserwartung gerade einmal bei gut 67 Jahren», meint Noel Dätwyler. SRF-User Dan Fritsche stimmt dem auch zu: «Das Hochsetzen des Alters macht wohl Sinn, wir leben ja immer länger, allerdings wird dies zu weiteren Problemen führen.»

Für mich ist klar, dass wir länger arbeiten müssen, auch ich.
Autor: Benno MüllerSRF-User

Die kritischen Stimmen treten bei diesem Vorschlag stärker hervor. So schreibt Christoph Stadler: «In meiner bisherigen 36-jährigen Berufserfahrung habe ich bemerkt, dass der Arbeitsdruck stetig und massiv zugenommen hat. Ich werde bestimmt nicht später als mit 65 in Rente gehen.»

Auch für Andreas Müller ist klar, dass er nicht bis 68 arbeiten will: «Es wird wohl Zeit, dass sich die Generation Ü50 zu organisieren beginnt und am Donnerstag streikt.»

Entweder werden tausende zusätzliche Jobs aus dem Hut gezaubert oder es gibt zwar weniger AHV-Bezüger*innen, jedoch genau so viele zusätzliche Arbeitslose.
Autor: Claudia SuterSRF-Userin

Ist die AHV-Kasse noch zu retten?

Gewisse User und Userinnen sind der Meinung, dass die Defizite in der AHV anders beseitigt werden können. «Die AHV-Beiträge sind schrittweise zu erhöhen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlen paritätisch die Beiträge», schlägt Peter Brudermann vor. Andi Raschleist ist derselben Meinung. «Ich persönlich wäre durchaus bereit, auch einen höheren Lohnabzug in Kauf zu nehmen.»

Man könnte auch einfach die Renten kürzen.
Autor: Paimung ButrdeewongSRF-User

Wie sehen Sie die Erhöhung des Rentenalters für Frauen auf 65 Jahre? Finden Sie die Massnahme das Rentenalter um drei Jahre anzuheben eine gute Lösung? Wie stehen Sie zur Reform der AHV? Sagen Sie es uns in den Kommentaren.

Tagesschau, 15.03.2021, 19:30 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Mein Vorschlag: Anstatt die MwSt generell zu erhöhen, würde ich Grundnahrungsmittel und Produkte für den täglichen Bedarf von der Steuer befreien. Für alles andere gäbe es zwei Abgabensätze. Einen normalen etwas höher als heute und einen eindeutig höheren für Luxusgüter. Bei Bedarf zusätzlich: Jede Geldverschiebung wird mit einem Promille besteuert. Alles wäre betroffen, jede Einzahlung, jeder Barkauf, jede Bewegung an Börse, Kapital usw. Und schlussendlich Steuerhinterziehung bekämpfen.
  • Kommentar von Christoph Stadler  (stachri)
    Das Umlageverfahren der AHV ist das Übel. Die AHV-Abzüge sollen denjenigen zu Gute kommen denen diese abgezogen worden sind - Problem gelöst.
    Selbstverständlich braucht es hier eine Übergangslösung – aber das Ende der Misere wäre wenigstens absehbar und für immer gelöst.
  • Kommentar von Mike Steiner  (M. Steiner)
    Und wieder einmal mehr führen wir eine Stellvertreterdiskussion. Hätten wir alle einen zweckdienlichen Anstand, wäre das kein Thema. Steuergerechtigkeit ganz oben, die dort nicht einmal wehtut, könnte grundsätzlich alle aktuellen Probleme finanzieren.
    1. Antwort von Luvy Müller  (Lucy56)
      Was haben die Steuern mit den Sozialwerken zu tun. AHV wird vom AHVPflichtigen Lohn bezahlt. Eine Quersubventionierung durch zusätzliche Steuern ist Kommunissmus und Neid
    2. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Sehr viel Frau Müller. Auf Schwarzarbeit/Arbeiten unter der Hand wird keine AHV berechnet, erscheint auf keinem Lohnausweis, wird dementsprechend nicht versteuert. Das passiert täglich schweizweit. Arbeiten auf dem Bau am Samstag, die unter Spesen laufen und nicht über Überstunden (Info aus 1. Hand), private Reinigungskräfte die nicht angemeldet sind, Autoreparatur, Malerarbeiten beim Wohnungswechsel, Endreinigung privat usw. Akzeptabel ist eine Gefälligkeit, wird die Arbeit bezahlt, nicht mehr.