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Linksextreme Andrea Stauffacher vor Bundesstrafgericht
Aus HeuteMorgen vom 18.11.2021.
abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
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Angriff auf Konsulat 71-jährige Linksextreme steht erneut vor Gericht

Andrea Stauffacher soll mit einem Angriff auf das türkische Generalkonsulat Zürich Leib und Leben gefährdet haben.

Anfang 2017 hat sich in der Stadt Zürich ein Anschlag auf das türkische Generalkonsulat ereignet. Die Hauptangeklagte in dem Fall muss sich heute vor Bundesstrafgericht verantworten. Es geht um die mittlerweile 71-jährige Andrea Stauffacher, eine bekennende Linksextreme. Ihr wird Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase vorgeworfen.

Gefährdung durch Feuerwerkskörper

Die Angeklagte soll zusammen mit unbekannten Mittäterinnen und Mittätern in jener Januarnacht im Jahr 2017 rund 40 Feuerwerksraketen auf das Konsulat abgefeuert haben. Es war eine Protestaktion, denn zu dieser Zeit kämpfte die Türkei in Syrien gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK.

Mit ihrem Angriff aufs türkische Konsulat habe Andrea Stauffacher Leib und Leben von Menschen sowie fremdes Eigentum in Gefahr gebracht, steht in der Anklageschrift. Der «Revolutionäre Aufbau», eine linksextreme Gruppierung, hatte damals ein Bekennerschreiben zum Anschlag veröffentlicht.

Andrea Stauffacher gilt als deren Anführerin und hat die Gruppierung in den 1990er Jahren mitgegründet. Ausserdem fand die Polizei DNA-Spuren von ihr am Tatort. Der Sachschaden am türkischen Generalkonsulat war mit 1200 Franken eher gering. Durch den Aufprall der Raketen zerbrach eine Fensterscheibe und es gab kleinere Schäden an der Fassade.

Ähnlicher Fall vor zehn Jahren

Welche Strafe die Bundesanwaltschaft fordert, gibt sie erst heute Donnerstag im Prozess in Bellinzona bekannt. Auf den Straftatbestand der Gefährdung durch Sprengstoff steht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr.

Es wäre nicht der erste Gefängnisaufenthalt für die heute 71-jährige Andrea Stauffacher. Das Bundesstrafgericht in Bellinzona verurteilte sie vor zehn Jahren in einem ähnlichen Fall wegen des gleichen Straftatbestandes zu einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten.

SRF 4 News, Heute Morgen, 18.11.2021, 06:00 Uhr

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