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Angriff auf Tempolimit Nationalrat will Tempo 30 für Lärmschutz kippen

Legende: Video Rutz: «Der Verkehr fliesst dann über die Hauptverkehrsachse, wenn man dort vorwärts kommt» abspielen. Laufzeit 00:51 Minuten.
Aus News-Clip vom 29.11.2018.
  • Der Nationalrat hat einer parlamentarischen Initiative von Gregor Rutz (SVP/ZH) zugestimmt.
  • Die Senkung der Höchstgeschwindigkeit führe zu Umwegfahrten, monieren die Befürworter der Initiative.
  • Linke und Grüne lehnen die Initiative ab. Die Initiative geht nun an den Ständerat.

Dar Nationalrat will in Zukunft auf Hauptverkehrsachsen innerorts nur noch Tempo-30-Zonen zulassen, wenn die Sicherheit dies gebietet. Für den Lärmschutz soll dies nicht mehr möglich sein.

30-Zonen machen ÖV unattraktiv

Hauptverkehrsadern seien dafür gedacht, den Verkehr zu bündeln, argumentiert Nationalrat Gregor Rutz (SVP/ZH). Es sei klar, dass dadurch die Lärmbelastung steige. An solchen Achsen wegen des Lärms das Tempo zu reduzieren, laufe der eigentlichen Strategie zuwider.

Zudem würden verstopfte Hauptverkehrsadern innerorts dazu führen, dass auch der öffentliche Verkehr an Attraktivität verlöre.

Linke und Grüne wehren sich dagegen. Thomas Hardegger (SP/ZH) verwies auf die Kompetenz der Kantone und Gemeinden. Die konkrete Situation müsse vor Ort beurteilt werden können. Tempo 30 sei für den Lärmschutz unter Umständen die effizienteste und günstigste Massnahme.

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44 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Brunner (D. Brunner)
    Der von der Initiative Rutz anvisierte Artikel 108 Abs. 2 lit. d SSV erlaubt ja gerade ein pragmatisches Vorgehen, zum Beispiel Tempo 30-Strecken statt einer T30-Zone: Fussgängerstreifen müssen nicht aufgehoben, und die Vortrittsregelung bzw. die Priorität für die Hauptstrasse kann bestehen bleiben! Wo sehr viele Fussgänger und Velos in zentralen Einkaufsgebieten betroffen sind, ermöglicht aber gerade die Aufhebung des Fussgängervortritts bzw. eine T30-Zone flüssigeren Verkehr (siehe Köniz!).
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Es macht durchaus Sinn, in Ortschaften gewisse Strassen und Abschnitte mit Temporeduktion zu versehen. Was aber unsinnig ist, generell Tempo 30 einzuführen, wie es der Stadt Zürich so vorschwebt.
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  • Kommentar von Claus Prochazka (Verfalsdatum1007)
    Wer am deutschen Bodenseeufer von Überlingen bis Lindau fährt, darf sich einmal live überzeugen, was für ein Unsinn die 30 km/h in den Ortschaften sind. Zumal die Ortschaften gespickt sind mit Radarfallen. Dazu kommt, dass die Abgasreinigung nicht mehr einwandfrei funktioniert und dadurch die Umwelt mehr geschädigt wird.
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