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Anschlag in Tadschikistan Bundesanwaltschaft ermittelt nach Attacke auf Velofahrer

  • Nach dem Terrorangriff auf Velotouristen in Tadschikistan hat sich die Schweizer Justiz in die Ermittlungen eingeschaltet.
  • Die Bundesanwaltschaft eröffnete ein Strafverfahren.
  • Bei der Attacke waren am Sonntag ein Schweizer getötet und eine Schweizerin verletzt worden.
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Legende: Die bei dem Anschlag verletzte Schweizerin wurde inzwischen wieder in die Schweiz zurückgeflogen. Keystone

Das Strafverfahren der Bundesanwaltschaft (BA) richtet sich gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf Mord, schwere Körperverletzung, Mitgliedschaft respektive Unterstützung einer kriminellen Organisation sowie Verletzung des Gesetzes über das Verbot der Gruppierungen «Al-Qaïda» und «Islamischer Staat» sowie verwandter Organisationen.

Die BA bestätigte inzwischen einen entsprechenden Bericht der Tamedia-Zeitungen. Es handle sich dabei um das übliche Vorgehen bei mutmasslichen Anschlägen, bei denen Schweizer Staatsbürger in Mitleidenschaft gezogen worden seien, hiess es auf Anfrage.

Angeblicher Täter geständig

Nach Ansicht des tadschikischen Innenministeriums steht hinter dem Angriff die Partei der islamischen Wiedergeburt. Die Angreifer hätten auf Anordnung des «aktiven Parteimitglieds» Nossirchudschi Ubaidow gehandelt.

Den Angriff führte demnach ein weiteres «aktives Mitglied» der Partei aus, der 33-jährige Hussein Abdussamadow. Dieser sei festgenommen worden und habe die Tat gestanden. Am Montagabend hatte allerdings die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) den Angriff für sich beansprucht.

Mit Auto, Messern und Schusswaffen

Die Velotouristen waren am Sonntag im Bezirk Danghara rund 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Duschanbe zunächst mit einem Auto angefahren und anschliessend mit Messern und Schusswaffen attackiert worden. Ein Schweizer, ein Niederländer und zwei US-Bürger wurden dabei getötet.

Eine Schweizerin und ein weiterer Niederländer wurden verletzt. Ein Franzose kam unversehrt davon. Die verletzte Schweizerin wurde am Mittwoch in die Schweiz zurückgeflogen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Wüthrich (Markus Wüthrich)
    Sollen sie mal gegen die nato usa und saudiarabien ermitteln da liegen die wahren terroristen!
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Schweizer Velotouristen in Tadschikistan... drei Klicks und die Reisehinweise vom EDA und die Terrorgefahr sind auf dem Schirm. Darum: Ja, das ist m.E. Verschwendung von Bundesgeldern...
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  • Kommentar von Daniel Bucher (DE)
    Das ist Verschwendung von Ressourcen. Die Bundesanwaltschaft bringt auch hier keinen Mehrwert. Mal gespannt, was sie für einen Bericht schreiben und welche Untersuchungen sie überhaupt andtellen können. Ich tippe mal auf Beamten-Leerlauf. Gibt es nicht genug Arbeit in der Schweiz? zum Beispiel die Suche nach Gefährdern und IS Anhängern.
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    1. Antwort von Hans Fürer (Hans F.)
      Tatsächlich wieder mal ein Fall, wo man sich über die Tätigkeit und den gesunden Menschenverstand unserer Justiz nur wundern kann. Was wollen die denn in Tadschikistan nur ermitteln? Hinfliegen und den Täter, welcher den dortigen Behörden ein Geständnis abgelegt hat, auch noch verhören? Um zur Erkenntnis zu gelangen, dass der Mann freigesprochen werden muss, weil die Tat trotz des Geständnisses ihrer Meinung nach nur zu 99% erwiesen ist?
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