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Ansprache zum neuen Jahr Alain Berset: «Es gibt keinen Grund, die Faust im Sack zu machen»

Der Bundespräsident betont in seiner Neujahrsansprache die Wichtigkeit und das Privileg der direkten Demokratie.

Legende: Video Berset: «Ich bin dankbar, in der Schweiz leben zu dürfen» abspielen. Laufzeit 03:48 Minuten.
Aus News-Clip vom 01.01.2018.

Innenminister Alain Berset hat sein Amt als Bundespräsident angetreten. In seiner Rede zum neuen Jahr betont er, froh zu sein, in der Schweiz zu leben: «Denn nichts ist so entscheidend, wie der Ort, an dem wir Zuhause sind – das lehren uns täglich Bilder aus aller Welt.»

Die Schweiz sei stabil und sicher. «Unsere Wirtschaft brummt. Und Tausende engagieren sich freiwillig für die Gesellschaft», sagt Berset. «Unserem Land geht es gut – und es geht uns gut in unserem Land.»

Mitbestimmung: das Privileg der Schweizer

Trotzdem stellten sich viele Menschen Fragen zu ihrer persönlichen Zukunft. Fragen wie: «Wie sicher ist meine Stelle? Habe ich im Alter genug zum Leben? Bleibt eine gute medizinische Versorgung bezahlbar?»

All diese Fragen liessen sich beantworten, so Berset weiter. Denn in einer direkten Demokratie könnten alle mitdiskutieren. «Es gibt keinen Grund die Faust im Sack zu machen, denn wir alle können mitbestimmen, wie wir leben wollen.» Und das sei ein grosses Privileg, ist der neue Bundespräsident überzeugt.

«Wer die Minderheiten stärkt, stärkt auch die Schweiz»

2018 werde die Regierung wichtige Diskussionen führen, kündigte Berset an: Es gehe um die Sicherung der Altersrenten, die Beziehungen zu Europa, um Steuergerechtigkeit, um die Gleichstellung von Frau und Mann und um das Klima.

Der Vorsteher des Innendepartements (EDI) appellierte zugleich an die Bevölkerung und die Politik, sich kompromissbereit zu zeigen. Es sei wichtig, aufeinander zuzugehen. «Wer die Minderheiten stärkt, stärkt auch die Schweiz», sagte der Bundespräsident.

Zum Jahreswechsel übernahm Alain Berset von Verkehrsministerin Doris Leuthard das Bundespräsidium formell. Das Amt sei mit einem Telefongespräch übergeben worden, twitterte Bundesratssprecher André Simonazzi.

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118 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Das Floskel "Privileg" kann ich nicht mehr hören. Egal, ob im Zusammenhang mit der Demokratie oder mit Wohlstand. Denn dieser Begriff suggeriert, dass man dies von jemandem erhalten hat. Das entspricht nicht den Tatsachen, weil die Vorfahren der Schweizer ziemlich hart für beide gekämpft und gearbeitet haben und weil die heutigen Schweizer auch ziemlich viel tun diesen Zustand aufrecht zu erhalten.
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  • Kommentar von M. Keller (tgmike)
    Fällt eig. niemandem auf, das ausgerechnet SP-Bundesräte IMMER vom "Privileg der Demokratie" reden? Liebe SPler: das ist ein verfassungsmässiges RECHT der Schweizerinnen und Schweizer! Und für die Politiker ist das zudem VERBINDLICH! Auch für SP-Bundesräte gelten Abstimmungen und Wahlen... Was erdreisten sich eigentlich die "Abstimmungsignorierer" von Demokratie zu reden?
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    1. Antwort von S. Krähenbühl (sk)
      Worauf zielt Ihr Kommentar ab? Auf die Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative, der Abzockerinitiative oder der Alpeninitiative? Den Widerstand gegen die angenommene Preisüberwachungsinitiative...? Die mehrmalige Zustimmung des Stimmvolkes zu den bilateralen Abkommen? Den Widerstand gegen das Moratorium bez. Verbot von Anbau gentechnischer veränderter Pflanzen, obwohl das Volk dies an der Urne angenommen hatte? Demokratie scheint nur dann zu gelten, wenn es den eigenen Interessen entspricht...
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    2. Antwort von B. Lobermann (Weihnachtsfreude)
      M. Keller Danke für den klartext. Das denken ja einige. Schön haben Sie dies im Kommentar zu treffend zusammengefasst.
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  • Kommentar von Markus Guggisberg (gugmar)
    NEIN ! Die Antwort des Schweizer Volkes an die EU ist NEIN, es wird kein Rahmenabkommen mit der EU geben. Schweizer Recht ist unverkäuflich ! Wir sind keine Kolonie und zahlen keinen Tribut !
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