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Schweiz Anzeige gegen Fahrende wegen organisierter Kriminalität

Erstmals liegt in der Schweiz eine Anzeige gegen Fahrende wegen organisierter Kriminalität vor. Zwei Banden aus Frankreich sollen Teppichkäufer bei der Qualität der Ware getäuscht haben.

Ein Polizeischild steht vor einem mit Wohnmobilen besetzten Parkplatz.
Legende: Die Polizei ermittelt gegen rund 20 Personen aus dem Milieu der Fahrenden (Symbolbild). Keystone

Den zwei Banden aus dem Milieu der Fahrenden werden Betrug, Wucher, Erpressung und Diebstahl vorgeworfen. Sie sollen sich auch wegen Drohungen, Verleumdungen und Urkundenfälschung strafbar gemacht haben, wie die Freiburger Kantonspolizei mitteilte.

Die Betrugsfälle stehen vor allem im Zusammenhang mit dem Verkauf von Teppichen. Die mutmasslichen Täter sollen die Käufer bei der Qualität der Teppiche getäuscht haben. Danach hätten sie die Geschädigten erneut kontaktiert und mit Gewinnaussichten zu Investitionen gedrängt.

An die zwanzig Fälle konnte die Polizei in einer interkantonalen Zusammenarbeit aufklären. Neben Freiburg waren vor allem auch die Kantone Waadt, Wallis, Neuenburg und Tessin betroffen.

Familien bereits vorher straffällig

Gegen mehrere Fahrende wird die Staatsanwaltschaft nun einen Haftbefehl erlassen. Rund 20 Personen wurden angezeigt. Sie stammen aus Familien, die in der Vergangenheit an Betrugsfällen in der Schweiz in der Höhe von mehreren Millionen Franken beteiligt waren.

Gemäss den aktuellen Ermittlungen dürften die Fahrenden seit 2005 an die 60 Straftaten begangen haben. Der Deliktsbetrag beläuft sich auf 400'000 Franken. Die Ermittler gehen von Betrugsversuchen in der Höhe von einer Million Franken aus.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Ein Hinseher, Kleinbösingen
    Schutz gegen Einbruch ist teuer und nicht immer möglich. Man will ja schliesslich nicht in einer Festung leben. Gegen Trickbetrüger kann man sich hingegen durch ein gesundes Mistrauen und durch den Verzicht auf vermeindlich schnellen Gewinn schützen. Die reiche Schweiz ist nun einmal attraktiv.
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  • Kommentar von Tobias Funk, Winterthur
    Ha, ha, ha. Ihr seid selber Schuld. Ihr wolltet die PFZ. Ihr wolltet offene Grenzen. Nun lebt damit - oder 2015 cleverer abstimmen!
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    1. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Am 9. Februar 2014 stimmt die Schweiz über die Masseneinwanderungs-Initiative ab. capito???;-)
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    2. Antwort von Alois Wutz, Gerlafingen
      Das hat keine Auswirkungen auf Fahrende, die sind seit jeher nicht an Grenzen gebunden und haben i.d.R. auch keinen festen Wohnsitz. Ansonsten ist jeder selber schuld, wenn er irgendwelchen fremden Leuten an der Haustüre Teppiche abkauft, das hat es schon vor der PFZ gegeben und das wird auch in Zukunft so sein.
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    3. Antwort von Albert Planta, Chur
      Vor allem die Wirtschaft braucht offene Grenzen, ohne diese können sie schnell mal aufhören. Gegenüber Dieben muss man sich nun mal in Acht nehmen. Mit und ohne Ausländer.
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  • Kommentar von Hans Telmo, 8807 Freienbach
    Die Schweizer Justiz handelt milde. Wir hatten 8 Einbrüche, bloss1 Fall aufgedeckt. Der Tunesische Asylant erhielt nach 91 Tagen Untersuchungshaft eine Busse von 200 Franken (oder 2 Tage Gefängnis), Untersuchungskosten zu Lasten Steuerzahler, restliche Strafe bedingt. Er ist frei und lebt hier auf unsere Kosten. Der Hehler, ein griechischer Juwelier in Zürich, erhielt eine Busse von 6000 Franken bedingt, er verdiente ein Mehrfaches am Weiterverkauf. DIEBSTAHL & HEHLEREI LOHNT SICH !
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