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Aus HeuteMorgen vom 22.07.2019.
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Arbeit zu Randzeiten Autobahnbaustellen: Kommt die Sicherheit zu kurz?

Immer mehr wird abends und an Wochenenden gebaut. Das passt den Gewerkschaften überhaupt nicht.

Autobahnbaustellen sollen möglichst keine Verkehrsbehinderungen verursachen, sicher sein, so wenig wie möglich kosten und so schnell wie möglich wieder abgebaut werden. Was das Tempo betreffe, habe man nun zugunsten der Sicherheit Abstriche gemacht, sagt Thomas Rohrbach vom Bundesamt für Strassen Astra.

Länger bauen, dafür sicherer

Mit den neuen Baustellennormen werde der Sicherheit sehr stark Rechnung getragen – vor allem für die Bauarbeiter. Weil dadurch weniger Platz zum Bauen sei, habe dies Auswirkungen auf die Bauzeit. Rohrbach sagt: «Wir drücken nicht nur aufs Tempo, wir drücken aufs Optimum.»

Serge Gnos von der Gewerkschaft Unia reicht das nicht. Er stelle fest, dass die Arbeiten immer stärker in die Nacht oder in die Wochenenden verlagert werde. «Und das bloss, damit möglichst schnell gebaut werden kann», so Gnos. Auch müssten immer öfter Überstunden geleistet werden. Doch gerade Nacht- und Schichtarbeit erhöhten das Sicherheitsrisiko.

Weniger Gewinn bei langer Bauzeit

Das bestreitet auch das Astra nicht, hält aber fest, dass hier auch die Politik mitrede. So hat das Parlament beispielsweise durchgesetzt, dass bei Autobahnbaustellen das Bonus-Malus-System angewandt wird. Das heisst, je schneller eine Baufirma mit den Bauarbeiten fertig ist, desto mehr verdient sie. Dauern die Arbeiten länger, verliert sie Geld.

Den Gewerkschaften ist dieses Bonus-Malus-System seit längerem ein Dorn im Auge. «Wir müssen wieder mehr zu normalen Arbeitszeiten arbeiten können», fordert Gewerkschafter Gnos – also weniger Nachtarbeit, weniger Wochenendarbeit.

Für das Astra ist dies jedoch eine unrealistische Forderung. Um effizient bauen zu können, müsse man Rand- und Nachtzeiten nutzen. Kommt hinzu, dass gewisse Arbeiten aus Sicherheitsgründen nur ausgeführt werden können, wenn wenig Verkehr herrscht. Da bleibt bei den tagsüber chronisch überlasteten Autobahnen nur die Nacht.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Hubert Glauser  (hubiswiss)
    Ich sehe nicht ein wieso extra Zusatzaufwand betrieben wird für Autobahnsanierungen. Das verteuert die Arbeiten nur. Baustellen gilt es als Autofahrer zu akzeptieren und auch mal im Stau stehen zu müssen. Man kann nicht immer nich mehr Strassen bauen und erweitern. Dort wohnen wo man arbeitet muss das Ziel sein. Und nicht durch die halbe Schweiz pendeln nur weil anderswo der Steuersatz tiefer ist. Übrigens der Ausbau betrifft auch die Bahn, man kann nicht nich immer wie mehr Schienen legen
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    1. Antwort von Bosshard Matthias  (Bosshard Matthias)
      Ihre Welt muss recht klein sein als ob die Mittelschicht aus Steuergründen Pendeln würde welch Witz übrigens verursacht Pendeln Kostet am Ende legt man so oder so darauf.
      Der Wirtschaftliche Schaden durch Staus ist massiv höher dazu auch die Umweltbelastung. Selbstverständlich muss mehr ausgebaut werden da es immer mehr Bevölkerung gibt die Jahrzehntelange Verhinderung durch die Grünen hat schon genug schaden verursacht oder wollen Sie eine Abtreibungsplicht für Kinder Einführen!
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  • Kommentar von J Vollenweider  (J.Vo.)
    Strassenarbeiten sollten am Wochenende und in der Nacht von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr verboten werden.Auch Strassenbauer haben ein Leben ausserhalb ihrer beruflichen Tätigkeit.Ein bisschen mehr Rücksichtnahme auf die Arbeitnehmer wäre angebracht.
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  • Kommentar von Jürg Bertschinger  (Jürg Bertschinger)
    Ja ja, die Gewerkschaften. Klar haben sie vieles erreicht betreffend Arbeitnehmerschutz etc., aber mit ihrem Verhalten bremsen sie oft und immer öfter auch den Fortschritt des Landes aus.
    Die sollten vielleicht einfach mal einen Blick über den Tellerrand, sprich die Landesgrenzen, wagen. Wenn ich den Zustand unserer Autobahnen mit dem Ausland vergleiche, ist es einfach nur noch Fremdschämen, notabene im reichsten Land Europas.
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