Zum Inhalt springen

Arbeitslosenquote im März Deutlich weniger Jugendliche ohne Job

Legende: Video Schärli, Seco: «Alle profitieren gerade vom Aufschwung» abspielen. Laufzeit 00:48 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 09.04.2018.
  • Insgesamt waren im März 201’119 Stellensuchende registriert – 7498 weniger als im Vormonat. Dies berichtet das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).
  • Die Arbeitslosenquote ist von 3,2 Prozent im Vormonat auf 2,9 Prozent gesunken.
  • In absoluten Zahlen waren rund 13'500 weniger Personen arbeitslos gemeldet.
  • Die Jugendarbeitslosigkeit ist deutlich zurückgegangen. Derzeit sind noch 13'551 Jugendliche arbeitslos.
Lehrlinge arbeiten in einer Wohnung an der Elektronik in Kriens. (keystone)
Legende: Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen. Keystone

Die Schweizer Wirtschaft läuft rund. Das zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im März besonders deutlich. Neben konjunkturellen und saisonalen Gründen hat sich zusätzlich auch die technischen Anpassungen beim Erfassen der Arbeitslosen ausgewirkt. Das Seco schätzt den Effekt dieser Änderungen auf den Arbeitslosenbestand im März auf rund minus 4000 Personen.

Auch Baugewerbe hilft im Frühling mit

Laut Boris Zürcher, Chef der Direktion für Arbeit im Seco, sind etwa 2000 der rund 13'500 Personen, die wieder eine Arbeit gefunden haben, dank der guten Konjunktur im Arbeitsmarkt integriert.

Dass die Zahl der Arbeitslosen im März abnimmt, ist aber nicht erstaunlich. Unter anderem dank anziehender Bautätigkeit werden typischerweise in der ersten Jahreshälfte mehr Angestellte auf dem Arbeitsmarkt benötigt.

Rückgang bei Jugendlichen und über 50-Jährigen

Die Jugendarbeitslosigkeit ist deutlich zurückgegangen: Unter den 15- bis 24-Jährigen hat sich die Zahl der Stellenlosen im Vergleich zum Februar um 14,2 Prozent auf 13'551 verringert. Das entspricht einem Rückgang von 2240 Personen.

Die Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen ist ebenfalls zurückgegangen. Sie hat sich um 2483 Personen verringert. 36’639 Personen in dieser Altersgruppe waren im März arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einer Abnahme um 8,3 Prozent.

Mehr Kurzarbeit

Mit den Arbeitslosenzahlen des Monats März hat das Seco auch die Daten der Kurzarbeit vom Januar publiziert. Die Zahl der Mitarbeiter, die von Kurzarbeit betroffen sind, nahm um 582 auf 1941 Personen zu (+42,8 Prozent). Zudem griffen auch mehr Betriebe zu dieser Massnahme.

Gemäss den vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen haben im Verlauf des Monats Januar 2018 zudem 3’565 Personen ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung verloren.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bernhard Laim (be.laim)
    Es verwundert mich nicht das die Arbeitslosenzahl gesunken ist. Einige habe es nun, Saisonal bedingt, geschafft in einen Zwischenverdienst zu kommen. Egal zu welchem Beschäftigungsgrad. Jedoch sind diese Leute, obwohl Sie noch beim RAV als Arbeitslos gemeldet sind, nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik aufgeführt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Was nicht selten auch an der Wahl des Jobs liegt. Es liegt aber auch an den immer steigenden Anforderungen. Kein Wunder dass denen immer weniger Menschen gerecht werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Zwei Zahlen geben einem sachlich denkenden Leser doch sehr zu denken: Es würden total 201'119 arbeitssuchende "Arbeitslose" (RAV-Kunden) registriert. Zweitens: Davon seien 13'551 "Jugendliche" betroffen! Solange die Wirtschaft behauptet, sie brauche eine hohe jährliche Nettoeinwanderung, damit die Wirtschaft nicht zusammen breche, sind diese über 200'000 Stellensuchende einfach ein "Lügenturm" (ohne etwas dagegen zu tun!) Es könnte auch sein, dass viele ALV-Bezüger gar nicht arbeiten wollen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Noe. Es gibt Leute, die schreiben hunderte Bewerbungen vergeblich. Derweil sich viele Arbeitgeber weigern, vor den Grenzgaengern und anderen unbeschraenkten EU-Freizuegern Schweizer und in der Schweiz arbeitslos gewordene Auslaender anzustellen. Nestle in Vivis hat einen Auslaenderanteil von 60 Prozent. Derweil im Bezirk Unerfahrene und Alte immer mehr am Tropf des Sozialamtes haengen....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen