Auch Zürich ermittelt jetzt im Seco-Korruptionsfall

Die Korruptionsaffäre rund um die IT-Firma, welche das Seco belieferte, beschäftigt nun auch die Zürcher Strafverfolger. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher Bestechung und Vorteilsannahme.

Dutzende Kabel führen zur Rückseite eines Computers. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: IT-Leistungen gegen VIP-Tickets bem Fussball? Die Seco-Korruptionsaffäre weitet sich aus. Reuters

Die Korruptionsaffäre um IT-Aufträge beim Seco weitet sich aus. Seit Mitte Februar ermitteln auch Zürcher Staatsanwälte zusammen mit der Bundesanwaltschaft.

Zwei Personen sind in Untersuchungshaft. Fünf Personen stehen im Fokus der Ermittlungen: Ein Beamter von der Direktion für Justiz und Inneres, ein Ex-Angestellter der Organisation Informatik Zürich (OIZ) sowie drei frühere Kadermitglieder einer Zürcher IT-Firma. Es geht um die Vergabe von IT-Projekte in dem Verfahren, in das auch die Firma involviert ist, welche das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco belieferte.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht des «Tages-Anzeigers». Vier Anwälte der spezialisierten Staatsanwaltschaft III führen mit der Kantonspolizei eine Strafuntersuchung durch.

Der Vorwurf: Offerieren von VIP-Fussballtickets als Gegenleistung für IT-Aufträge. In mehreren Schritten wurden «verschiedene Beweissicherungsmassnahmen ergriffen». Es gab Hausdurchsuchungen und Befragungen.