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Der teure Miet-Christbaum
Aus Espresso vom 18.12.2019.
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Aufwändige Pflege Der teure Miet-Christbaum

Verdienen sich die Christbaumvermieter eine goldene Nase? Nein, sagen sie. Die Pflege der Topfbäume sei aufwändig.

Eine rund ein Meter grosse, geschnittene Nordmanntanne, der beliebteste Christbaum in der Schweiz, gibt es beim Grossverteiler schon für weniger als 20 Franken. Diese Tanne kommt dann vermutlich aus dem Ausland und hat einen weiten Weg hinter sich.

Anders die Topftanne des Christbaum-Vermieters. Diese kommt im Idealfall aus der Region und sie lebt nach dem weihnachtlichen Gastspiel weiter. Aber: Diese Miettanne ist teuer. Eine ebenfalls nur sehr kleine Nordmanntanne von einem Meter Höhe kostet schnell das Dreifache. Und sie kann nur einige Tage im Wohnzimmer verweilen, dann muss sie wieder raus.

Pflegeanleitung
Legende: Ganz schön aufwändig, die Pflege eines Miet-Christbaums. SRF

Aufwändige Pflege schlägt sich im Preis nieder

Verdienen sich die Christbaum-Vermieter mit den teuren Miet-Tannen also eine goldene Nase? Nein, sagen sie und begründen das so: Die Tanne sei meist schon im Topf gewachsen, was viel Pflege brauche. Die Mietchristbäume müssen gewässert und gedüngt werden. Nach der Vermietung werden sie ausserdem oft in einem Gewächshaus wieder an die Umgebungstemperatur akklimatisiert. «Alle zwei bis drei Jahre müssen die Bäume umgetopft werden», erklärt Heinz Kunz von den Kunz Baumschulen in Uster.

Rund 10 bis 20 Prozent der Bäume würden den Ausflug in die Wärme nicht überleben, erklärt Christbaum-Produzent Beat Kressibucher aus Berg im Thurgau. Auch das habe seinen Preis. Am wichtigsten sei auf jeden Fall, dass der Baum an der Wärme ausreichend gewässert werde.

«Kassensturz» vom 17.12.19

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«Kassensturz» vom 17.12.19

Christbäume im Umweltcheck

«Kassensturz» macht die Tannenbaum-Ökobilanz: Mit welchem Christbaum lässt sich Weihnachten am «grünsten» feiern? Ist es die Schweizer Zuchttanne oder doch eher der Mietbaum im Topf? Und welchen ökologischen Fussabdruck hinterlässt die Plastiktanne? Mehr

Achtung vor Billigbäumen

Die IG Suisse Christbaum, welcher viele Christbaum-Produzenten angehören, beobachtet den Trend kritisch. Vor allem in Bezug auf die Umwelt gebe es Vorbehalte. Die Aufzucht in Töpfen sei aufwändig, es müsse gedüngt und bewässert werden, heisst es auf Anfrage des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso». Der Nutzen für die Umwelt sei daher in Frage gestellt.

Heinz Kunz warnt ausserdem: «Nicht jeder Christbaum im Topf kann überleben.» Vor allem billige Bäume seien oft kurz vor Weihnachten ausgestochen und «in den Topf reingestampft» worden. «Diese Bäume gehen kaputt», sagt Kunz.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Sorgen über Sorgen, die ganze Diskussion um Umweltschutz macht’s nicht einfacher
    Kunstbaum, elektrische Beleuchtung viel Jahre
    Ruhe, Kerzen machen CO2 halb gutes Gewissen. Kein Baum, gewöhnungsbedürftig
    dann ganz gutes Gewissen in Sachen Umweltschutz
  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    kein weihnachtsbaum und kein weihnachtskonsumwahnsinn, das wäre mal sinnvoll! lasst die bäume leben und zwar in ihrem natürlichen lebensraum. wenn man bäume sehen will: wie wäre es mit einem weihnachtsspaziergang im wald? tut gut und bringt freude.
  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    In dem Zusammenhang, die Weisstanne hat an der Nadelunterseite 2 weisse Streifen, die sind für den Gasaustausch, die Stomatastreifen.