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Aerosole – die unterschätzte Gefahr?
Aus 10 vor 10 vom 30.10.2020.
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Ausbreitung von Sars-CoV-2 Experte: Aerosole-Gefahr darf nicht unterschätzt werden

Aerosole – die kleinsten Tröpfchen, die wir in der Luft verteilen, können bei passender Umgebung stundenlang herumschweben.

Ein paar Tausendstel Millimeter gross können sie eine grosse Gefahr bedeuten: Aerosole. Jetzt in der kälteren Jahreszeit warnt die Corona-Expertengruppe des Bundes besonders vor Aerosolen, die zur Ausbreitung von Sars-CoV-2 beitragen können. Wir verbreiten sie beim Atmen, Sprechen oder Singen. Tröpfchen, die sich an der frischen Luft schnell verflüchtigen – in geschlossenen Räumen aber zum Problem werden können.

Zusammenhang mit Superspreader-Events

Der Covid-19-Science-Taskforce des Bundes zufolge zeigte sich, dass Aerosole bei Superverbreitungsereignissen in Innenräumen mit schlechter Belüftung und insbesondere mit Aktivitäten wie Reden, Singen, Schreien und körperlicher Betätigung eine wichtige Rolle spielten.

Vor allem in geschlossenen Räumen mit wenig Lüftung können die Schwebeteilchen stundenlang in der Luft hängen.
Autor: Michael RiedikerUmweltwissenschaftler

Internationale Studien kamen im Sommer zum Schluss, solche Aerosole können aktive Coronaviren in sich tragen. Laut Aerosol-Experte Michael Riediker darf die Gefahr der Corona-Übertragung durch Aerosole nicht unterschätzt werden: «Vor allem in geschlossenen Räumen mit wenig Lüftung können die Schwebeteilchen stundenlang in der Luft hängen.»

Was hilft: Maske und regelmässiges Lüften

Die Forscher der Corona-Taskforce des Bundes empfehlen in ihrem neusten «Policy Brief», Link öffnet in einem neuen Fenster auch in Innenräumen Masken zu tragen, selbst wenn der Mindestabstand eingehalten werden kann.

Roman Stocker, ein Mitglied der Corona-Taskforce des Bundes, sagt: «Man hat anerkannt, dass es bei bestimmten Ereignissen, hauptsächlich bei Superspreader-Events, wahrscheinlich von den Aerosolen abhängt. Man hat gesehen, dass Aerosole in bestimmten Situationen, wie zum Beispiel in Innenräumen mit schlechter Lüftung, eine wichtige Komponente sein können bei der Übertragung.»

Aerosole werden uns in diesem Winter noch viel beschäftigen. Panik ist jedoch nicht angebracht. Vor allem Maske tragen und regelmässiges Lüften sollten helfen, dem Virus keine Chance zu geben.

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Archiv: Aerosol-Experte André Prévôt zur Gefahr durch Aerosole
Aus 10 vor 10 vom 09.07.2020.
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10vor10 vom 30.10.2020

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Hubertus Wach  (H. Wach)
    Erstaunlich, dass über diese wichtige Erkenntnis so wenige Kommentare geschrieben werden. Für mich ist dieser Bericht elementar wichtig, um diesen heimtückischen Virus noch besser zu verstehen. Es scheint nun, dass weitere Komplikationen zur Eindämmung der Pandemie entstanden ist. Statt uns dauernd mit dem globalen Zahlensalat zu bombardieren, der in keiner Weise etwas zur Reduktion der Ansteckung beiträgt, sollten Schutzmassnahmen, auch für die restlichen ca.20% Unbelehrbaren erhoben werden.
  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Die Gründe weshalb die Infektionen im Winter zunehmen mögen mannigfaltig sein einige möchte ich hier jedoch erwähnen. A. Wenn es kälter wird essen wir mehr. Wir schwitzen nicht mehr, also ist die Entgiftung tiefer und die Belastung höher. B. In der Chemie regiert wirklich alles, jeder Stoff auf die Temparatur. Nicht nur das Virus ragiertmauf die Temparatur, jedes einzelnen Element reagiert anders. C. Die Sonne und ihre Strahlen, ein Hauptfaktor.D. Kälte lässt kuscheln. Usw.Sauna hilft deshalb.
  • Kommentar von Georg Fischer  (SGF)
    Auf der Webseite der Taskforce brandneu zu finden,passend zum Thema Aerosole:
    *Dieser Policy Brief liefert die wissenschaftliche Evidenz und beschreibt die Bedingungen für die Übertragung von SARS-CoV-2 durch Aerosole, und fasst Empfehlungen zur Minimierung der Übertragung zusammen*