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Aussergewöhnlicher Sommer Genug Blut für alle in der Schweiz

Jahr für Jahr hiess es bisher im Sommer: «Hilfe, das Blut wird knapp.» Doch 2017 war es anders – zur Überraschung aller.

Legende: Audio Keine Engpässe bei Blutkonserven abspielen. Laufzeit 01:01 Minuten.
01:01 min, aus SRF 4 News aktuell vom 11.11.2017.

Erstmals seit Jahren ist es in diesem Sommer in der Schweiz nicht zu Engpässen bei Blutpräparaten gekommen. Beim Spendedienst des Schweizerischen Roten Kreuzes, das die Spitäler beliefert, reibt man sich die Augen. «Ich bin seit mehr als 20 Jahren dabei und kann mich nicht erinnern, dass wir jemals so einen Sommer hatten wie in diesem Jahr», sagt Rudolf Schwabe, Direktor Blutspende SRK

Denn der Sommer, das ist für Schwabe gemeinhin die Jahreszeit, in der die Blutpräparate schon einmal knapp werden können. Denn der Bedarf ist für gewöhnlich höher. Zudem sind viele Spender in den Sommerferien.

Dass es in diesem Jahr dennoch genug Blut für alle Blutgruppen gab, hat laut Rudolf Schwabe auch mit gezielten Spendenaufrufen zu tun. «Das führte dazu, dass wir nie Engpässe hatten.» Dazu hätten die Spitäler teilweise weniger Blut verbraucht als im Sommer zuvor.

Nur eine Minderheit spendet regelmässig

Damit es weiterhin reicht, die Spitäler ausreichend mit Blutpräparaten zu versorgen, braucht es laut Rudolf Schwabe 1000 Blutspenden täglich – von seltenen wie gängigen Blutgruppen. Trotz knapp 300'000 Spenden wurde das im letzten Jahr nicht geschafft. Wie es 2017 ausgehen wird, ist noch nicht klar. Aber immerhin ist der Vorrat an Blutpräparaten grösser als noch vor 12 Monaten.

Dennoch darf sich die Blutspendeaktion nicht zurücklehnen. Sie ist auf neue Spender angewiesen. Schliesslich spendet nur eine Minderheit in der Schweiz regelmässig Blut.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Leo Degelo (Leo Degelo)
    Herzlichen Dank an die Herren Busch und Schelling für die Erklärungen.Seit die Blutspenden nicht mehr im Spital Solothurn, wo ich längere Zeit gespendet habe, sondern in Aargau verarbeitet werden, ist der zusätzliche Satz auf dem Formular erschienen. Leider konnte mir niemand im Spital Solothurn erklären was der Satz bedeutet, sie hatten noch nicht mal registriert, das da etwas Neues drauf steht.
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  • Kommentar von Leo Degelo (Leo Degelo)
    Ich habe Jahrzehnte lang Blut gespendet. Doch seit ca. zwei Jahren steht plötzlich unten auf dem Spenderformular, das mit meinem Blut auch gentechnische Versuche gemacht werden. Sobald es wieder eine Möglichkeit gibt Blut zu spenden, ohne das damit Versuche gemacht werden, habt ihr wieder einen Spender mehr, so einfach wäre es.
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    1. Antwort von Joel Busch (Joel)
      Das steht auf dem Formular der Blutspende SRK _nicht_ drauf. Ich habe extra das Formular heruntergeladen. Das einzig ähnliche ist dieser Satz: "Ich bin damit einverstanden, dass mein Blut, falls erforderlich, auch mit genetischen Methoden untersucht, eine Probe für mögliche spätere Untersuchungen gemäss Heilmittelgesetz aufbewahrt wird und dass ich über abweichende Resultate benachrichtigt werde." und der besagt ja was ganz anderes als was Sie behaupten.
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    2. Antwort von Walter Schelling (Waldo)
      Es geht un einen sogenannten PCR (Polymerasen ä-Kettenreaktionstest) Dabei geht es in erster Line darum frisch infizierte Blutspender aussortieren zu können. Da zu Beginn einer Infektion noch keine Antikörper vorhanden sind, wird mittels dem oben beschriebenen Test eben nach Genfragmenten des Virus gesucht. So lässt sich beispielsweise eine HIV-Infektion viel früher erkennen als mit klassischen Testmethoden.
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