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Die Calvinstadt erlässt als erste Schweizer Stadt Fahrverbote
Aus SRF 4 News aktuell vom 06.11.2019.
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Autos werden gekennzeichnet Genf erlässt Fahrverbote für Abgasschleudern

  • In manchen Stadtzentren in Deutschland und Frankreich gelten bereits Fahrverbote für gewisse Autos.
  • Nun kommen solche Massnahmen auch in der Schweiz an: Die Genfer Regierung hat heute entsprechende Schritte bekannt gegeben.
  • Künftig dürfen ältere Autos mit hohen Schadstoffwerten nicht mehr ins Stadtzentrum rollen, wenn die Ozon- und Feinstaubwerte hoch sind.

Das ist eine Premiere in der Schweiz: Alle Genfer Autobesitzer müssen sich bis spätestens nächsten März einen Aufkleber kaufen. Gemäss den Abgaswerten des Autos ist dieser Kleber Grün, Violett, Gelb, Orange, Rot oder Grau. Diese Massnahmen gelten auch für ausserkantonale und ausländische Fahrzeuge, die in die Stadt fahren.

In diese sechs Kategorien werden die Autos eingeteilt und je nach Alarmstufe bei der Luftverschmutzung dürfen eine bis maximal drei Kategorien nicht mehr in der Genfer Innenstadt verkehren.

Reaktion auf Parlamentsentscheid

Bei den ersten beiden Alarmstufen trifft es zwei Kategorien von Dieselfahrzeugen. Erst bei der höchsten Alarmstufe werden auch gewisse Benziner verboten. Ausnahmen werden nur für die Polizei, Feuerwehr, Behindertentransporte oder Diplomaten-Fahrzeuge gemacht.

Die Massnahme dürfte allerdings keine allzu grossen Auswirkungen auf das Strassenbild haben. Bislang gab es in Genf nicht mehr als zehn Tage pro Jahr, die problematisch waren bezüglich der Luftqualität.

Genfer Modell existiert bereits in Paris

Damit setzt die Genfer Regierung das geänderte Umweltschutzgesetz durch, das vom Genfer Kantonsparlament vor einem Jahr deutlich angenommen worden war. Zwar war auch auf Bundesebene wiederholt verlangt worden, dass sogenannte Umweltzonen ermöglicht werden. In denen hätten Kantone oder Gemeinden dann ähnliche Regeln wie nun in Genf einführen können.

Weil das Anliegen in einer Vernehmlassung mehrheitlich auf Ablehnung stiess, wurden die Umweltzonen vom Bundesrat aber verworfen. In Frankreich hingegen gilt das Genfer Modell in mehreren Städten, darunter auch Paris. Und in Deutschland gelten in mehreren Städten Einschränkungen für Dieselfahrzeuge.

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Aus dem Archiv: Auswirkungen des Diesel-Urteils auf die Schweiz
Aus Tagesschau vom 27.02.2018.
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148 Kommentare

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  • Kommentar von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
    Lustig. In Bayern gibts keine Fahrverbote. Man hat da wohl die Messstellen etwas umgesetzt... und gut ist. In Stuttgart macht man es umgekehrt, daher Fahrverbote.
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    1. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      Stimmt definitiv nicht. A) Sie brauchen für die Städte eine Umweltplakete und B): gerade vor München gibt es im Sommer immer wieder Temporeduktionen zum Schutz der Luft.
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  • Kommentar von Sascha Freitag  (SF)
    Wollte der Bund nicht mal ein Gesetz verabschieden, um Fahrzeuge mit älteren Abgasnormen zu verbieten? War die Erkenntnis dann nicht, dass diese mit der Zeit sowieso nicht mehr in Verkehr sind, und sich das Thema von selbst erledigt? Ja, ist noch gar nicht lange her, mögen sich bestimmt viele hier noch erinnern. Eine Zeit, wo ich mal lapidar sage, die Politik war noch vernünftig. Und was macht die Politik heute, alles überhastet gegeneinander ausspielen und aufbringen.
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    1. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      Spätestens seit 30 Jahren steht fest das der Klimawandel unsere Lebensgrundlage zerstören wird. Hier ist also gar nichts überhastet. Bestenfalls nehmen es ewig gestrigen Klimawandelleugner als überhastet war weil sie erst seit den Wahlen realisieren, das da doch etwas am geschehen ist.
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  • Kommentar von Oskar Schneider  (Oski2)
    ...Aufkleber kaufen... und da haben wir schon wieder mein Lieblingswort "KAUFEN". Es dreht sich eigentlich wieder einmal nur um Geld!.... und Tesla? das sind die bei denen man die Türen nicht aufbekommt wenn sie brennen und schön Lebendig verbrutzelt weil eine Mechanische Notfallöffnungs Möglichkeit fehlt. Danke.
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    1. Antwort von Tom Duran  (Tom Duran)
      Hauptsache die Städte sind "sauber". Der Dreck den die Elektromobile bei der Produktion erzeugen darf dann gerne in Indien, Afrika oder Asien bleiben.
      Ich sehe, die Volksverblödung hat auch vor den Politkern nicht Halt gemacht.
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