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Bund will Impfberatung ausbauen
Aus Rendez-vous vom 24.06.2019.
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BAG schult Medizinpersonal Gegen Fake News im Impfbereich

Zu viele Falschinformationen: Gesundheitspersonal auch ausserhalb der Ärzteschaft soll Eltern das Impfen näherbringen.

Sandra Burri ist Belegärztin im Berner Salemspital und führt eine eigene Praxis als Kinderärztin. Impfen beschäftige sie jeden Tag, sagt Burri. Eltern hätten viele Fragen: «Inhaltsstoffe sind immer wieder ein Thema.» So glaubten manche Eltern, dass bei einer Impfung auch Quecksilber verabreicht werde – was seit Langem nicht mehr der Fall sei.

Für das Wohl der Kinder

Andere Eltern möchten die Kinder später impfen, wenn das Immunsystem besser ausgebildet sei. Doch dieses funktioniere von Beginn weg gut, weiss Burri. Sie bezeichnet sich selbst als impffreudige Ärztin.

Das Wohl der Kinder stehe für sie im Zentrum. «Es wäre für mich sehr schlimm, wenn ein Kind schwer erkranken würde, weil es nicht geimpft wurde und mir die Eltern vorwerfen würden, ich hätte sie nicht klar genug darauf hingewiesen, wie wichtig die Impfung sei», so Burri.

Zwei Masern-Tote im ersten Halbjahr

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Zwei Masern-Tote im ersten Halbjahr

Die gute Nachricht: Die Masern-Epidemie in der Schweiz schwächt sich ab, wie das BAG berichtet. Die schlechte Nachricht: Zwei Personen starben im ersten Halbjahr des laufenden Jahres an Masern. Im Vergleich zur gleichen Vorjahresperiode wurden mit 166 Masern-Fällen achtmal mehr Kranke registriert. Weniger könnten es nur werden, wenn die Impfquote erhöht wird, so das BAG.

In der Schweiz gibt es keine Impfpflicht. Der Entscheid wird dem Einzelnen überlassen – bei Kindern also den Eltern. Kinderärztin Burri drängt aufs Impfen und übt dazu auch sanften Druck aus. Wenn die Eltern ihr Kind nicht impfen wollen, empfiehlt sie ihnen, einen anderen Kinderarzt zu suchen.

Bis zu fünf Prozent sind strikte Impfgegner

Impfgegner aus weltanschaulichen oder religiösen Gründen gibt es in jedem Land. Ihr Anteil liege in der Schweiz bei zwischen drei und fünf Prozent, schätzt Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG). Diese Personen könne man mit Argumenten und Informationen nicht erreichen.

Viel mehr Leute seien jedoch keine kategorischen Impfgegner, sondern bloss verunsichert und würden die Impfungen kritisch hinterfragen. «Sie muss man mit richtigen Informationen erreichen. Denn es gibt im Impfbereich sehr viele Fake News», sagt Koch. Impfkritiker und -skeptiker sollen deshalb besser informiert und vom Impfen überzeugt werden, lautet das Ziel des BAG.

Medizinpersonal besser schulen

Eine weltweit durchgeführte Studie zeigte kürzlich, dass in der Schweiz rund 20 Prozent der Bevölkerung zu den Impfskeptikern gehört. Um sie zu erreichen, will das BAG auch das medizinische Personal ausserhalb der Ärzteschaft nutzen. Eine neue Studie zeigt, dass Hebammen, Pflegefachleute und Mütter- und Väter-Beraterinnen und -Berater über weniger Impfwissen verfügen als Ärzte.

Deshalb will der Bund zusammen mit den Kantonen die Ausbildungspläne für das Gesundheitspersonal überprüfen und anpassen. Zudem sollen mehr Fortbildungen für alle medizinischen Berufsgruppen angeboten werden. Auch Sandra Burri bestätigt, dass es mehr Aus- und Weiterbildung brauche.

Bei der Ausbildung werde das Wissen übers Impfen tendenziell vernachlässigt, ist sie überzeugt. «Es kommt im Studium sicher zu kurz, und auch in der Ausbildung hat es keinen hohen Stellenwert – und in der Pflege ganz sicher nicht.» Deshalb gibt sie für andere Kinderärzte und das Praxispersonal jetzt Informationskurse und organisiert Workshops zum Thema.

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43 Kommentare

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  • Kommentar von Fabian Sarbach  (F. Sarbach)
    Impfen generell abzulehnen halte ich für Unsinn, Impfen unkritisch zu sehen aber auch! Natürliche Immunität ist umfassender und sicherer als er-impfte. Ungeimpfte sind gesünder, es gibt immer wieder zwar seltene aber gravierende Impfschäden (Narkolepsie bis hin zu Kindstod, Stichwort Hexavac). Impfstoffe sind ein Milliardengeschäft und mit saftigen PR Budgets unterwegs. Journalismus sollte kritisch sein anstatt auf Kritiker einzuprügeln. Experten: Dr Klaus Hartmann, Dr Suzanne Humphries uvm.
  • Kommentar von Christoph Lorenz Aeberhard  (Kuli)
    Verlangt man von den Ärtzten dass Sie Unterschreiben dass keine Erkrankungen und Nebenwirkungen entstehen so wird dies mit aller vehemenz dieser Schritt abgeleht wo ist diese Sicherheit ? Präventiv sollte wir dass Umfeld für die Entstehung dieser Krankheiten saauber halten d.h. bekämpfen und zwar rigoros !
    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Genau. Bekämpten, und zwar rigoros, durch Impfungen.
    2. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Kein Arzt lehnt ernsthaft ab, dass es Nebenwirkungen gibt. Das ist wie mit jedem anderen Medikament oder Behandlung auch. Der Punkt ist, dass der Nutzen die Risiken überragen sollten.
  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    For the records: Es gibt gute seriöse Bücher, Artikel und Vorträge, die sich kritisch und aus anderen Perspektiven mit der Impfen auseinandersetzen.Unseriös ist es solches enfach abzutun und zu diskreditieren.
    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      "Es gibt gute seriöse Bücher, Artikel und Vorträge, die sich kritisch und aus anderen Perspektiven mit der Impfen auseinandersetzen." Ich habe Sie nach solchen Quellen gefragt, und Sie haben mit "Ich werde mich nicht auf Ihre Argumentation der Wissenschaftlichkeit einlassen. " geantwortet. Offensichtlich gibt es Bücher, Artikel und Vorträge. Aber das gut und seriös bezweifle ich bis zum Beweis des Gegenteils.
    2. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Geben sie an welche. Es wär gut für eine seriöse Auseinanderstzung.
    3. Antwort von Stefan Trasser  (chiggifan)
      @antigonekunz: Ihre Ansichten bez. impfen helfen auf jeden Fall, Ihre Kommentare und Urteile auch bez anderer Themen einzuordnen.
      Da zeigt sich eine sehr grosse Faktenresistenz.
    4. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Es gibt youtube und Müll von Leuten die keine Ahnung haben und nachplappern