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Was tut die Pandemie-Kommission?
Aus Echo der Zeit vom 17.04.2020.
abspielen. Laufzeit 04:00 Minuten.
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BAG verzichtet auf Einsatz Was macht eigentlich die Pandemiekommission?

Bricht eine Pandemie aus, dann würde die Pandemiekommission in dieser Zeit auch das Bundesamt für Gesundheit beraten – das BAG verzichtete aber darauf, wie Kommissionspräsidentin Anne Iten sagt: «Als die Krise kam fragte ich das BAG: Was erwartet ihr von uns. Das Bundesamt sagte: Wenn wir euch brauchen melden wir uns – arbeitet da, wo ihr tätig seid»

Verschiedene Kommissionen aktiv

Aber warum verzichtete das BAG auf die Beratung durch die Pandemiekommission? Daniel Koch, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten, sagt dazu: «Mit einzelnen Mitgliedern der Pandemiekommission sind wir durchaus in Kontakt. Als Kommission wurde sie nicht einberufen – aus dem einfachen Grund, weil es parallel mehrere andere Kommissionen gibt. Es ist aber in keiner Weise als Abwertung der Pandemiekommission zu verstehen.»

Hauptaufgabe war die Vorbereitung

Und so stört es auch Anne Iten nicht, dass das BAG derzeit nichts braucht von der Pandemiekommission – sie widmet sich dennoch dem Kampf gegen das Coronavirus – einfach an ihrem Arbeitsplatz in Genf: Seit Weihnachten hat sie praktisch durchgearbeitet, um die Genfer Unispitäler auf das Coronavirus vorzubereiten.

Hingegen tritt die Pandemiekommission derzeit nicht in Erscheinung und wird dafür auch kritisiert – das bekommt auch Anne Iten zu spüren: «Ich hatte Anrufe von Leuten, die sagten: Macht ihr eigentlich nichts. Ich sagte den Leuten: Wir machen vor allem die Vorbereitung, arbeiten Richtlinien aus.»

Die Krise als Chance

An diesen Richtlinien – etwa zu Impfungen, Ethik, oder der Information der Bevölkerung – arbeitet die Pandemiekommission seit Jahren und passt den Pandemieplan immer wieder an. In diesem Jahr hätte die nächste Revision vorgenommen werden sollen. Nun kam das Coronavirus dazwischen. Aber das sieht Anne Iten auch als Chance zu lernen: «Es ist auch eine Chance zu sehen, wie da System funktioniert und was man verbessern kann. Das ist extrem wertvoll, da können wir Lehren daraus ziehen.»

Fragt sich nur, welche Lehren man zieht aus den Vorbereitungen der Schweiz. Dazu gibt sich Anne Iten noch vorsichtig: Für eine Zwischenbilanz sei es zu früh. Sicher ist aber – nach dieser Krise wird die Kommission den gesamten Pandemieplan überarbeiten – das steht bereits heute fest.

Echo der Zeit, 17.04.2020

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Herrmann  (#maskeauf)
    Dabei hätte das BAG Beratung so bitter nötig, zum Beispiel zum Thema "Gründlich Hände waschen". Seit Wochen zeigt das BAG ein fehlerhaftes Video dazu (vgl. https://youtu.be/FRi2FTEuY9g). Es widerspricht der eigenen BAG-Empfehlung "Falls Sie einen Ring tragen: Ziehen Sie ihn vor dem Händewaschen aus, reinigen Sie ihn mit Seife und trocken Sie ihn gut." Überforderung schon bei den Hygieneregeln. Was will man erwarten, wenn es um wirklich komplexe Themen geht?
  • Kommentar von Urs Stäbler  (Stab)
    Statt nur immer kritisieren sollte man auch die positive Seiten der geleisteten Dienste für die Bevölkerung anschauen. Bis jetzt waren die meisten Entscheidungen des Bundesrates und des BAG richtig und nachvollziehbar. Dass ganze Chaos z.B. mit den Masken haben wir Parteien wie der SVP zu verdanken, welche nach immer weniger Staat schreien.
    1. Antwort von Martin Herrmann  (#maskeauf)
      Positiv tatsächlich die Entscheidung des BAG für einen Mindestabstand von 2m. Ich wiederhole: Mindestabstand. Scheinen leider nur wenige Menschen nachvollziehen zu können. Allseits grosse Relativitis: Aber draussen darf es auch ruhig weniger sein... schlechte Kommunikation oder mangelnde Glaubwürdigkeit? Sicher auch eine Menge Besserwisserei.
  • Kommentar von Maligan Jury  (jury maligan)
    Es würde mich mal interessieren ob die von der EU blockierten Masken für die Schweiz jetzt geliefert wurden oder nicht. Aufgabe der Kommission wäre das doch, oder?