Zum Inhalt springen

Header

Video
Daniel Koch (BAG): «Niemand positiv getestet»
Aus News-Clip vom 21.02.2020.
abspielen
Inhalt

BAG zum Coronavirus Schweizer Behörden nehmen über 20 Personen in Quarantäne

  • Die Schweizer Gesundheitsbehörden haben für 20 Personen in der Schweiz die Quarantäne angeordnet.
  • Damit wollen sie ausschliessen, dass das Coronavirus in die Schweiz gelangt.
  • Bisher waren alle 280 Verdachtsfälle negativ.

Zur Strategie des Bundesamts für Gesundheit (BAG) gehört, dass in der Schweiz wohnhafte Personen, die in Corona-Gebieten waren – insbesondere in China oder auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen auf asiatischen Gewässern – nach ihrer Rückkehr in Quarantäne gesetzt werden.

In der vergangenen Woche habe sich die Zahl solcher Fälle stark erhöht, sagte Daniel Koch vom BAG. Die meisten Betroffenen – ein gutes Dutzend – waren mit dem Kreuzfahrtschiff MS Westerdam unterwegs gewesen.

Hunderte Passagiere des Schiffs waren negativ auf das Coronavirus getestet und von Kambodscha aus auf die Heimreise geschickt worden. Nachträglich sei der Test bei einer Person positiv ausgefallen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO habe daraufhin alle betroffenen Länder informiert.

14 Tage Quarantäne

Die positiv getestete Person lebt nicht in der Schweiz. Die Schweizer Passagiere des Kreuzfahrtschiffs sind aber trotzdem betroffen. Diese seien in ihren Wohnkantonen in Quarantäne oder auf dem Weg dorthin, sagte Koch. Bisher seien alle Tests negativ ausgefallen, die Betroffenen zeigten auch keine Symptome. Die Quarantäne dauert 14 Tage.

Die Betroffenen sind angehalten, in ihrer Wohnung zu bleiben und den Kontakt zu Mitbewohnern zu vermeiden. Ansonsten machen sie sich strafbar. Die Kantone seien zuständig, dass diese Regeln eingehalten würden, sagte Koch. Die Personen seien aber «keine Gefangenen».

Eine Quarantäne erwartet auch die zwei Schweizer, die an Bord des Kreuzfahrtschiffs «Diamond Princess» waren, und jene fünf Schweizerinnen und Schweizer, die am Freitag an Bord einer französischen Maschine die Heimreise aus der chinesischen Coronavirus-Region Hubei angetreten haben. Der Flug führt nach Paris. Von dort aus kehren die Betroffenen in die Schweiz zurück.

Video
Hans-Peter Lenz: immer noch Schweizer in Wuhan
Aus News-Clip vom 21.02.2020.
abspielen

Die fünf Schweizer Bürger und zwei chinesische Familienangehörige werden abgeholt und in die Schweiz zurückgebracht. Nach ihrer Rückkehr werden sie einer Quarantänezeit unterworfen, wie das Aussendepartement EDA mitteilte.

Erste Repatriierungen von Schweizer Staatsangehörigen hatten Anfang Februar stattgefunden, ebenfalls in Zusammenarbeit mit Frankreich. Damals waren die Betroffenen einer zweiwöchigen Quarantäne in Südfrankreich unterworfen worden.

Laut dem EDA befinden sich noch immer Schweizer Bürger im Krisengebiet in Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei. Die Botschaft sei mit rund einem halben Dutzend Personen und deren Partnerinnen und Partnern in Kontakt. Der Bund gebe für diese Personen keine Empfehlung ab, ob sie bleiben oder das Land verlassen sollten.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Michael Stähli  (Mich)
    Mich würde mal interessieren zu wessen Lasten eine solche Quarantäne geht? Muss der Betroffene dafür Ferien geben oder gilt er als Krank geschrieben und es bleibt am Arbeitgeber hängen oder wer übernimmt den wirtschaftlichen Schaden?!
  • Kommentar von Astrid Meier  (Swissmiss)
    In Italien haben sich 9 Personen angesteckt bei einem Mann, der Kontakt hatte mit jemandem, der in China war, aber nie Symptome hatte, und dessen Test negativ ausfiel. Jetzt sind die öffentlichen Lokale einer Kleinstadt in der Lombardei geschlossen, und die Bewohner werden gebeten, zu Hause zu bleiben. Das tönt nicht gerade betuhigend.
    1. Antwort von Peter Steiner  (Stein des Anstosses)
      Da höre ich noch immer die Aussage des St. Galler Arztes in Puls, der Patienten mit schwachen Symptomen nachhause schicken will.
    2. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Und das war ein Arzt vom Kantonsspital..der wir jetzt einige Wochen später aber hoffentlich gründlich nachdenken.
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Wenn diese Schweizer keinen Kontakt mit anderen Personen haben dürfen, wie kommen sie dann zu ihrer täglichen Nahrung und anderen Bedürfnissen'?
    1. Antwort von Jonny Berger  (Landkind)
      Nun, wenn ich in der Situation einer solch betroffenen Person wäre, dann würde ich Bekannte, Verwandte oder Freunde anrufen und die würden mir die Nahrungsmittel usw. vor die Türe stellen. Problem gelöst.