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Schweiz Bangen vor Entscheid über künftige Armee-Standorte

Welche Waffenplätze braucht das Land? Ein Entscheid des VBS in dieser regionalpolitisch heiklen Frage wird in Kürze erwartet. Der Bund ortet im Streichkonzert Einsparpotenzial von mehreren Millionen Franken – die Kantone dagegen befürchten massive Einbussen. Ein Entscheid mit Sprengkraft.

Waffenplatz Payerne.
Legende: Steht der Waffenplatz bei Payerne bald leer? Keystone

Militärflugplätze, Kasernen und Festungsbunker. Der Wert des militärischen Immobilienbestands wird mit rund 24 Milliarden Franken beziffert – viel zu viel für eine Armee mit 100'000 Mann und einem Budget von 4,7 Milliarden Franken.

Was also tun? Mit dieser Frage beschäftigt sich das VBS seit rund drei Jahren unter dem Arbeitstitel Weiterentwicklung der Armee (WEA). Ziel des Reformpakets ist, die Bereitschaft der Armee für die wahrscheinlichen Einsätze zu erhöhen sowie die Ausbildung und Ausrüstung zu verbessern. Das schreibt das Departement von Verteidigungsminister Ueli Maurer. Rund ein Drittel der bestehenden Infrastruktur soll gemäss den Plänen abgebaut werden.

Bei den Kantonen stösst WEA auf geringes Verständnis. Viele fürchten bei einem Abbau mit erheblichen Einbussen. Entsprechend nervös wird der offizielle Entscheid aus Bern erwartet.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von M. Keller, Thurgau
    Tja, das ist die Krux am VBS-Budget: was man beim VBS investiert, bleibt in der Schweiz, geht an Kantone, CH-Unternehmen (Zulieferer, vgl. Lebensmittel usw)... Im Prinzip profitiert jeder davon. Nur das VBS muss auf Teufel komm raus sparen, währenddem andere Departemente regelmässig das Budget überziehen... Und spart dann das VBS, jammen Kantone etc auf, vonwegen "spart, aber nicht an uns"... Klar muss man auf Kosteneffektivität achten, aber dieses Zwangssparen nimmt groteske Züge an...
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    1. Antwort von Hagou Hans, Bienne
      ...da "hört" man scho'chly "Beschäftigungstherapie" im Profitierungsprinzip! - zB. von Frauenfeld nach Langenthal ein Espresso_Geschirr zu kaufen, Abstecher ins Tessin für eine Kaffeerösterei, nach Aaberg zurück um den Zucker zu holen, dann auf die Schwägalp, den besten Rahm holen um dann vielleicht am schönen Bodensee den warmen Kaffeegenuss zu starten...gebrauchtes Geschirr in Schweizerhalle reinigen um es in Genf für einen Bekannten zum Gebrauch, in den Küchenschrank zu stellen...oder?
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    2. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Es würde mir leichter fallen zu antworten, wenn ich wüsste was sie aussagen wollen... Falls sie die meist "Zeitfüller" beim Militär meinen - Übungsbudget sprechen, dann müssen's nicht einfach rumfahren sondern könnten üben... Oder meinen Sie "falsch gesparte Zulieferer", bei denen man fertiges Essen einkauft statt die Rohmittel und meist vorhandenen Küchen zu nutzen (und den Köchen erlauben ihre Diensttage abzuleisten - das wäre eine Sparmöglichkeit beim Budget)... ..?
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    3. Antwort von Hagou Hans, Bienne
      MANN kauft ja lieber Flugzeuge für xMiliarden im Ausland. Notieren WIR uns aber momentan die gewählten Geldeinsacker im Kanton Bern. Übrigens, ist das VBS nicht seit 1995 in SVP Hand... ALSO, WAS SOLL DAS ALLES.
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    4. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Seitdem das VBS in SVP-Hand ist, machen "die Linken" alles, um das VBS-Budget zu verkleinern. Aber ja, lieber mit 50 Jahre alten Jets rumfliegen. Wie mit der Alouette; man kann schön auf die Armee schimpfen, wenn dann einer nach dem anderen vom Himmel fällt; wissen Sie noch? Die Gleichen, die das Budget für neues Material verweigerten, haben damals der Armee vorgeworfen mit veraltetem Material unterwegs zu sein... Wie ich immer sage: wär das VBS in SP-Hand, das Budget wär längst erhöht worden.
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