Bangen vor Entscheid über künftige Armee-Standorte

Welche Waffenplätze braucht das Land? Ein Entscheid des VBS in dieser regionalpolitisch heiklen Frage wird in Kürze erwartet. Der Bund ortet im Streichkonzert Einsparpotenzial von mehreren Millionen Franken – die Kantone dagegen befürchten massive Einbussen. Ein Entscheid mit Sprengkraft.

Waffenplatz Payerne. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Steht der Waffenplatz bei Payerne bald leer? Keystone

Militärflugplätze, Kasernen und Festungsbunker. Der Wert des militärischen Immobilienbestands wird mit rund 24 Milliarden Franken beziffert – viel zu viel für eine Armee mit 100'000 Mann und einem Budget von 4,7 Milliarden Franken.

Was also tun? Mit dieser Frage beschäftigt sich das VBS seit rund drei Jahren unter dem Arbeitstitel Weiterentwicklung der Armee (WEA). Ziel des Reformpakets ist, die Bereitschaft der Armee für die wahrscheinlichen Einsätze zu erhöhen sowie die Ausbildung und Ausrüstung zu verbessern. Das schreibt das Departement von Verteidigungsminister Ueli Maurer. Rund ein Drittel der bestehenden Infrastruktur soll gemäss den Plänen abgebaut werden.

Bei den Kantonen stösst WEA auf geringes Verständnis. Viele fürchten bei einem Abbau mit erheblichen Einbussen. Entsprechend nervös wird der offizielle Entscheid aus Bern erwartet.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Gemeinden: Es geht auch ohne Armee

    Aus ECO vom 4.11.2013

    In drei Wochen lüftet Ueli Maurer das Geheimnis: Dann gibt er bekannt, welche Waffenplätze, Munitionsdepots und Materiallager die Armee als nächstes schliessen will. Politiker potenziell betroffener Regionen haben bereits auf Vorrat protestiert – sie befürchten wirtschaftliche Einbussen in Millionenhöhe. «ECO» hat drei Regionen besucht und zeigt, dass diese Ängste weitgehend unbegründet sind.