Bauernverband frohlockt

Der Schweizerische Bauernverband (SBV) ist froh über das deutliche Ja zum Tierseuchengesetz. Die Schweizer Bevölkerung habe sich nicht von den Argumenten der Gegner beirren lassen, sagte SBV-Direktor Jacques Bourgeois.

SBV-Direktor Jacques Bourgeois zeigte sich «angenehm überrascht» vom Resultat. Der Freiburger FDP-Nationalrat hatte befürchtet, dass sich eine geringe Stimmbeteiligung negativ auf den Ausgang der Abstimmung auswirken könnte. Nun zeige sich aber, dass nicht nur Gegnerinnen und Gegner an die Urnen gegangen seien.

«Bekenntnis für Tiergesundheit»

In einer Mitteilung hielt der Bauernverband (SBV) fest, dass die Bevölkerung die Argumente der Landwirtschaft verstanden habe. Mit dem neuen Tierseuchengesetz sei eine Grundlage gelegt worden, die den heutigen Herausforderungen gerecht werde. Gesunde Tiere seien wichtig für eine wirtschaftliche Tierhaltung und das Tierwohl.

«Das Resultat ist ein klares Bekenntnis für Tiergesundheit, für gesundes Fleisch und gesunde Milch», sagt SBV-Präsident Hansjörg Walter. Für ihn ist klar, dass die Stimmbürger die Unterlagen studierten. «Das Tierseuchengesetz ist kein neues Gesetz. Verschiedene alte Zöpfe wurden bei der Revision abgeschnitten.» Zudem habe der klare Entscheid des Parlamentes auch einiges zum klaren Ja beigetragen.

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Hansjörg Walter: «Resultat ist ein klares Bekenntnis.»

1:45 min, vom 25.11.2012

«Unbegründete Ängste»

Die Gegner der Revision hätten neue Zwangsimpfungen und eine Entmündigung der Tierhalter befürchtet, teilte der Bauernverband weiter mit. Das habe auch einige Bäuerinnen und Bauern verunsichert. «Diese Ängste waren und sind aber unbegründet. Der Bauernverband hätte dieser Revision sonst nie zugestimmt.»

Nun sei es wichtig, dass auch die kritischen Kreise wieder Vertrauen in die Tiergesundheitspolitik fassen würden. Dafür werde sich der Bauernverband engagieren, wie er mitteilte.

Auch SP, FDP, BDP und EVP sowie der Schweizerische Gewerbeverband begrüssten die Annahme des neuen Tierseuchengesetz. Durch den zunehmenden internationalen Verkehr steige die Gefahr von Tierkrankheiten. Das neue Gesetz stärke die Prävention.