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Die Landschaft auf dem Gebiet Bitzi, mitte unten, in Stans im Kanton Nidwalden. (keystone)
Legende: Bauzonen sind in ländlichen Kanton tendenziell grösser. (Im Bild Kanton Nidwalden) Keystone
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Schweiz Baulandhorter verärgern Gemeinden

Kostbares Bauland an bester Lage, gebaut wird trotzdem nicht. In der Schweiz liegen bis zu 20 Prozent der Bauzonen brach, weil die Eigentümer das Land horten. Für viele Gemeinden ist das ein Problem.

12 bis 18 Prozent der Bauzonen sind in der Schweiz noch nicht überbaut. Würden diese noch unüberbauten Bauzonen vollständig mit der gleichen Dichte wie bisher überbaut werden, böten diese Platz für bis zu 1,7 Millionen zusätzliche Einwohner. Das zeigt die Bauzonenstatistik des Bundes aus dem Jahr 2012. Doch viele eingezonte Bauzonen liegen brach.

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Bauland horten kann Gemeindeentwicklung blockieren
04:35 min, aus Rendez-vous vom 21.03.2016.
abspielen. Laufzeit 04:35 Minuten.

Beispielsweise in der Gemeinde Köniz bei Bern. Dort blockiert die Migros seit längerem ein Stück Land. Die Begründung: Es handle sich um eine statistische Reserve. Und: Bauland-Hortung sei kein migros-spezifisches Phänomen.

Dies hilft der Gemeinde Köniz allerdings herzlich wenig. Andere Flächen zum Bebauen gebe es nicht, heisst es auf Anfrage. Und neues Bauland einzonen wolle man nicht.

Auch Private horten Bauland

So wie Köniz geht es vielen Gemeinden in der Schweiz. Sie haben zwar eingezontes Bauland, doch es liegt brach. Das gilt sowohl für Gewerbeflächen als auch für möglichen Wohnraum.

Denn auch private Eigentümer horten Land. Weil sie es für ihre Kinder aufsparen, auf höhere Preise spekulieren oder – ganz einfach – sich die eigene Aussicht nicht verbauen lassen wollen.

Gemeinde kann Bauland zurückzonen

Weil es das neue Raumplanungsgesetz verbietet, nach Belieben neues Bauland einzuzonen, sind die Kantone nun daran, Massnahmen auszuarbeiten gegen die Bauland-Hortung. Sie setzen dabei vor allem auf Sanktionen: Eine Mehrheit der Kantone will das Kaufrecht für Gemeinden einführen.

Konkret: Ist ein Stück Bauland nach einer gewissen Zeit nicht überbaut, kann es die Gemeinde kaufen oder allenfalls zurückzonen. Andere Kantone wiederum ziehen für unbebautes Bauland höhere Steuern ein. Und Bern überlegt sich, eine Abgabe, eine Art Busse einzutreiben. Am besten rückwirkend, wenn es nach Köniz ginge.

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48 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    Wenn doch nur all die Kommentare hier repräsentativ wären. Ecopop wäre angenommen und die Bilateralen versenkt. Aber eben...........
  • Kommentar von Rainer Fauser  (Rainer Fauser)
    Die Masseneinwanderung mit der eh schon vorhandenen Überbevölkerung tut der CH in keinerlei Hinsicht gut.Geht es so weiter,wird die CH den anderen EU-Diktaturen hinsichtlich Abschaffung der Freiheit und Vollzug staatlicher Repression immer ähnlicher,dies im Namen eines Wachstums,von dem nur Wenige profitieren und der Rest der Bevölkerung draufzahlt.Stück für Stück wird so die CH auf EU-Konformität getrimmt und somit schleichend der Beitritt durch die Hintertür erzwungen.Ecopop war die Chance!
    1. Antwort von U. Müller  (ponca)
      Genau, und wer ein Ja für Ecopop einwarf, so wie ich es tat, für den ist es noch frustrierender!
  • Kommentar von Rolf Michel  (Mosses01)
    Schon nur die Aussage in diesem Artikel, dass noch locker 1.7 Millionen mehr Einwohner Platz hätten, lässt mich schaudern - 1.7 Millionen mehr (und die wird es so oder so geben) und man stelle sich den Verkehr, die Schulen, Spitäler, etc. vor - Heidiland pur und man muss Tickets kaufen, wenn man am Sonntag in den Wald will.
    1. Antwort von Esther Siefert  (E.S. (parteilos))
      Monaco lässt grüssen...