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Schweiz Bedeutender Anstieg bei Krankenkassen-Prämien

Der Dachverband der Krankenkassen rechnet damit, dass die Prämien für 2015 im Schnitt um 4,5 Prozent teurer werden. Das wäre ein deutlich höherer Anstieg als in den letzten drei Jahren.

Legende: Video Krankenkassenprämien dürften deutlich steigen abspielen. Laufzeit 3:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.07.2014.

Wasser auf die Mühlen der Befürworter einer Einheitskrankenkasse? Der Krankenkassen-Dachverband Santésuisse rechnet für 2015 mit einem Prämienanstieg von 4,5 Prozent.

«Im Rahmen des langjährigen Mittels»

In den letzten drei Jahren stiegen die Beiträge bedeutend weniger: 2,2 Prozent in den Jahren 2012 und 2014 und sogar nur 1,5 Prozent im 2013. Allerdings gab es in der Vergangenheit auch schon Aufschläge von über 9 Prozent.

Die Santésuisse spricht denn auch von einer Erhöhung «im Rahmen des langjährigen Mittels». Es seien Abweichungen möglich, da jeder Versicherer seine eigene Berechnung vornehme.

Gründe für die stärker steigenden Prämien sieht der Verband in den gestiegenen Gesundheitskosten. Namentlich die neue Spitalfinanzierung und die intensive Inanspruchnahme ambulanter Behandlungen.

Einheitskrankenkasse im September an der Urne

Besonders brisant ist der Anstieg angesichts der bevorstehenden Abstimmung über die Einheitskrankenkasse. Am 28. September stimmt die Schweiz über die Volksinitiative «für eine öffentliche Krankenkasse» ab.

Sie verlangt, dass die obligatorische Grundversicherung in Zukunft von einer einzigen Krankenkasse angeboten wird. Und zwar von einer öffentlich-rechtlichen mit kantonal einheitlichen Preisen. Die Befürworter erhoffen sich dadurch sinkende Preise. Die Gegner warnen vor dem Gegenteil.

Pflegeversicherung für alle?

Mit den steigenden Kosten für die Altenpflege wird vermehrt laut über eine obligatorische Pflegeversicherung für alle gedacht. Damit könnten die Kosten verteilt werden, so die Befürworter. Hier mehr dazu.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Irgendwer muss ja den Gewinn dieser Firmen bezahlen... Ein Grund mehr, über die Einheitskasse nachzudenken. Die wird kostendeckend arbeiten müssen, aber keinen Gewinn machen... Dieses Credo macht auch Genossenschaften so sympathisch...
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Grosse Firmen fusionieren um Geld zu sparen. Die Kassen aber sollen günstiger sein, wenn es so viele wie möglich davon gibt? Das soll mir mal einer erklären! Da haben wir also viele Kassen mit einem Grundprodukt welches für alle im Einkauf genau gleich viel kostet. Da kann gar kein Wettbewerb entstehen. Zumindest kein Wettbewerb der die Kosten senkt! Im Gegenteil, Werbung, Glaspaläste, Firmenwagen, Löhne, usw. treiben die Prämien in die Höhe! Bei einer Kasse wär dies nur einmal der Fall!
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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    Als es um die Abstimmung der obligatorischen KK gint, versprach Frau Dreifuss, dass es für die Versicherten günstiger würde. Seither steigen die Prämien Jahr für Jahr - was absehbar war.
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