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Bern-Biel und Bern-Olten Zwei Interregio-Strecken – eine Niederlage für die BLS

Wer die Zerschlagung des SBB-Monopols erwartet hat, sieht sich heute getäuscht. Auch in Zukunft wird, so schlägt es das Bundesamt für Verkehr (BAV) vor, die SBB sämtliche Intercity-Züge in der Schweiz betreiben – mindestens bis 2030.

Die Berner BLS muss sich mit zwei Interregio-Strecken begnügen. Das ist eine Niederlage für die Berner Bahn, die mehrheitlich im Besitz des Kanton Bern ist. Dass sie jetzt nicht, wie gewünscht, bis nach Basel fahren soll und umgekehrt ins Wallis und nach Interlaken, liegt vor allem an einem Umstand: Dem Bundesamt für Verkehr schien es fraglich, ob die Bahn rechtzeitig genügend und adäquate Wagen hätte bereitstellen können, um den Fahrlplan wie gewünscht auf diesen hochrentablen Strecken sicherzustellen. Die BLS selbst hatte heute Morgen einräumen müssen, dass es beim Rollmaterial Verzögerungen geben würde.

Der Vorschlag des BAV ist zwar noch nicht definitiv, Kantone und Bahngesellschaften dürfen jetzt noch Stellung nehmen. Aber es ist gut möglich, dass das BAV im Juni definitiv so entscheidet, wie heute vorgeschlagen. Dann gilt die Konzession für 10 Jahre, worauf die Karten neu gemischt werden und das – so versprach es heute BAV-Direktor Füglistaler – mit mehr Vorlauf als dieses Mal. Die BLS hat also Zeit, aus dieser weitgehend verlorenen Vergabe zu lernen.

Curdin Vincenz

Curdin Vincenz

Bundeshausredaktor, SRF

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Vincenz berichtet seit 2016 für Radio SRF über das Geschehen im Bundeshaus. Zuvor war er unter anderem als Regionalkorrespondent in Zürich und als Moderator der Sendung «Rendez-vous» tätig. Er hat an der Universität Bern Geschichte und Politikwissenschaft studiert.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Gerber (rosenzeit)
    verschiedene bahnunternehmen, doppelspurigkeiten, mehrfache verwaltungen, geschäftsführungen - was bringt das wohl ? ich kann die frage auch umdrehen: warum soll nicht die SBB die strecke bern - brig erhalten, warum muss dafür die BLS funktionieren? ich sehe im konkurrenzieren des öffentlichen verkehrs mehr nach- als vorteile.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Wo hat Konkurenz und freier Markt schon einmal funktioniert? Abgesehen davon, dass Verwaltungsräte und deren Anhängsel viel Geld verdienen. Siehe nur die Krankenkassen.
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  • Kommentar von A. Moser (AM)
    War heute seit langem wieder mal mit der BLS unterwegs (Thun-Domodossola) - und wäre vor "Schreck" fast vom Sessel gefallen. Es gibt mit der BLS tatsächlich noch ein Bahnunternehmen, welches die Worte Kundenservice und Freundlichkeit kennt!! Da wird nicht einfach kontrolliert und gebüsst - sondern beraten, geholfen, bedient! Und das alles in einem äusserst freundlichen und angenehmen Ton - da kann ich als regelmässiger SBB-Kunde wirklich nur staunen und danken!! Bravo BLS!!
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