Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Beschleunigtes Asylverfahren Mehr Asylsuchende verlassen freiwillig die Schweiz

  • Seit der Einführung des beschleunigten Asylverfahrens im März diesen Jahres reisen deutlich mehr Asylsuchende freiwillig aus der Schweiz aus.
  • Die Zunahme der freiwillig Ausreisenden beträgt laut Migrations-Staatsekretär Mario Gattiker fast 40 Prozent.
  • Mittlerweile könne ein Grossteil der Gesuche im beschleunigten Verfahren behandelt werden.
Video
Aus dem Archiv: Mehr Rückweisungen seit revidiertem Asylgesetz
Aus Tagesschau vom 15.10.2019.
abspielen

Als Hauptgründe für diese Entwicklung gibt Mario Gattiker, Staatssekretär für Migration, im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung an, dass die Asylsuchenden rasch über ihre Perspektiven informiert würden. Ausserdem greife eine Neuerung der Rückkehrhilfe, ein sogenannt degressives System: «Je früher sich jemand zur Ausreise entschliesst, desto höher ist die Unterstützung», sagt Gattiker.

Weniger aufwendige Verfahren

Das Staatssekretariat für Migration SEM habe obendrein festgestellt, «dass die Asylsuchenden einen negativen Entscheid eher akzeptieren als früher, weil sie von Beginn weg einen Rechtsvertreter haben, der sie über ihre Chancen orientiert». Die Befürchtung, mit den unentgeltlichen Rechtsvertretern würden sich Asylverfahren eher in die Länge ziehen, hätten sich demnach nicht bewahrheitet.

Der Anteil unserer Entscheide, die vor Verwaltungsgericht angefochten werden, hat nicht zugenommen.
Autor: Mario GattikerStaatssektretär für Migration

All diese Massnahmen führten dazu, dass sich die Leute offener mit der Rückkehr beschäftigten, erklärte er. «Auch bei solchen, die aus Staaten kommen, mit denen die Zusammenarbeit im Rückkehrbereich schwierig ist», sagte Gattiker.

Der Staatssekretär zeigte sich generell mit der Umsetzung des neuen Asylgesetzes zufrieden. «Wir können die Gesuche zu einem grossen Teil im beschleunigten Verfahren behandeln. Lediglich 18 Prozent der Asylgesuche kommen ins erweiterte Verfahren.» Dort brauche es aufwendigere Abklärungen.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

18 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Wie sieht es mit Zahlen der freiwillig Ausreisenden Nationalitäten aus? Wäre auch interessant zu wissen. Warum immer diese Geheimniskrämerei? Es muss ja auch eine Statistik dafür geben. Gelten neu nur die beschleunigten Verfahren, oder auch für Asylsuchende die schon einige Jahre hier sind? Nicht alle haben eine Berechtigung dazu. Was ist mit denen, die vor der Schweiz schon ein EU Land betreten haben und hier Asyl gefordert haben. Wird abgeklärt "Vorwand politisch)" z.B. Türkei? Offene Fragen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
    In der Schweiz leben mehr als 25% Ausländer, Eingebürgerte nicht eingerechnet. Kein anderes Land hat derart viele Ausländer. Wie viel Einwanderer erträgt die Schweiz? Einwanderungsländer wie Kanada, Australien NZ habe strenge Kriterien. Ich die Schweiz kann kommen wer will. Irgend wann ist es zu viel.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
      Sie können nicht nur Ausländeranteil länderübergreifend vergleichen. Sie müssen die Kriterien miteinbeziehen welche erfüllt sein müssen um die Staatsbürgerschaften zu erlangen. Dann sind diese %Sätze im internationalen Vergleich nichts Spezielles .
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Andreas Blöchliger  (Xoxilo)
      Es sind 29,4% und wir sind auf Rang 29.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Seht doch mal hin! Unsere Gesetze einer Begrenzung in Sachen Migration greifen gut. Dazu ist die Migrationzahl in den letzten Jahren zurückgegangen. Es braucht keine Begrenzungsinitiative. Das ist ein ein rechtsnationales Ideologieunterfangen mit einem Schuss an Ueberheblickeit gegenüber Notleidenden, gegenüber jenen, die in jedem Fall wenig haben. Und das ist bei Migranten so.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Sie vermischen da Äpfel mit Birnen. PFZ, auf deren Kündigung die BGI abzielt, hat nichts mit abgewiesenen Asylbewerbern zu tun.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen

Mehr aus SchweizLandingpage öffnen

Nach links scrollen Nach rechts scrollen