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Daheimgebliebene zum Verzweifeln
Aus Espresso vom 26.03.2020.
abspielen. Laufzeit 05:59 Minuten.
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Bestellflut mit Folgen Lange Lieferfristen dürften noch längere Zeit anhalten

Die Onlineshops der Detailhändler Migros und Coop sind wegen der Corona-Krise seit Tagen am Anschlag.

Eigentlich wären die Lebensmittel-Onlineshops von Migros und Coop ideal in der aktuellen Krise: Gerade ältere Personen, die derzeit wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus nicht in einen Laden einkaufen gehen sollten, können so trotzdem selbst einkaufen. Allerdings: Die Shops sind seit Tagen völlig überlastet.

«Es heisst immer das Gleiche», erzählt eine Kundin dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso»: «Es seien alle Liefertermine für die kommenden zwei Wochen ausgebucht, man soll es später wieder versuchen.» Auch ein anderer Hörer kommt nicht weiter: «Zuerst wartet man ewig in der Warteschlaufe – und dann gibt einfach keinen Liefertermin! Nie.»

Büroangestellte arbeiten im Verteilzentrum

Die beiden Detailhändler kennen das Problem und haben auch schon Massnahmen getroffen: «Angestellte aus dem Büro arbeiten nun in den Verteilzentren», sagt Migros-Sprecher Marcel Schlatter. Zudem habe man die Lagerkapazität erhöht. Auch Coop sagt, man habe nun mehr Personal im Onlineshop und man sei dabei, die Kapazitäten weiter zu erhöhen und für besonders gefragte Produkte ein zusätzliches Zentrallager aufzubauen.

Nach einer schnellen Entspannung der Situation tönt das nicht. Bei Coop sind die Liefertermine in den meisten Regionen für mehrere Tage ausgebucht. Und auch Migros-Sprecher Schlatter sagt, dass für die nächsten Tage weiterhin mit Verzögerungen zu rechnen sei. «Das tut uns leid und wir setzen alles daran, die Lieferfenster zu verkürzen somit wieder schneller ausliefern zu können.»

Lieferdienst für über 65-Jährige

Die Grossverteiler arbeiten zudem an anderen Lösungen. Coop ist dabei, ein Angebot für Kunden ab 65 Jahren aufzubauen: Diese sollen bei gewissen Coop-Filialen Lebensmittel und Hygieneprodukte «in haushaltsüblichen Mengen» bestellen können. Freiwillige Partner liefern die Bestellungen gratis nach Hause. Vorerst gibt es ein solches Angebot für Personen im Umkreis von 15 Kilometern um Bern. Laut Coop sollen laufend weitere Regionen hinzukommen.

Die Migros hat in Zusammenarbeit mit Pro Senectute ein ähnliches Angebot gestartet: In der Region Aare (Kantone Bern, Solothurn, Aargau) kaufen Freiwillige in Migros-Filialen für Personen aus Risikogruppen ein. Die Einkäufe bringen sie dann vor die Haustüre. Um sich als Kundin anzumelden und zu bestellen oder sich als Freiwillige anzumelden, hat die Migros ihre «Amigos»-App und Internetseite reaktiviert. Das Projekt soll auf die ganze Schweiz ausgeweitet werden.

Die wichtigsten Informationen zum Coronavirus:

Espresso, 26.03.2020, 08:13 Uhr

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Notvorrat zuhause um die Karrenzfristen der online Händler zu überbrücken! Unglaublich mit was sich der heutige Jäger und Sammler herumtun muss. Da war es bei den Höhlenbewohner fast einfacher: Einmal ein Mammut erlegen und für einen Monat ist ist das Posten erledigt. Vegetarier haben dann im Winter ein Problem ;-)
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  • Kommentar von Rolf Hilfiker  (Rolf Hilfiker)
    Es fehlt an Ideen! Als Liefermöglichkeit könnten gegen Entgelt auch Taxis eingesetzt werden, die haben eh nichts zu tun. > Verteil-Zentrum > Filiale > Taxi > Kunde
    Oder bei den Pick-up Stellen ein Drive-through einrichten, anstelle durchs ganze Gewusel in der Filiale gehen zu müssen.
    Mirgros z.B. macht keine Heimlieferung von Karfreitag bis und mit Ostermontag. Man stelle sich das Chaos in den Filialen vor. Einfach schlecht finde ich
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  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Liebe Leute, so sich die Lage verschärft, wird man wohl die Leute daheim mit Care-Pakete versorgen müssen, so dass das Einkaufengehen ebenfalls auf ein absolutes Minimum reduziert werden kann. Also einfach nüchtern sehen und sich auf das Kommende einstellen ist nun angesagt und hoffen, dass es nicht all zu lange so weitergehen muss. - Jetzt müssen im Hintergrund bereits weitere Ueberlegungen und Dispositionen sowie Vorkehrungen getroffen werden. Welche, nun ja, da sind die Behörden nun dran.
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