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Bestrafung durch Eltern Erziehung mit Gewalt – so viele Kinder sind davon betroffen

  • In der Schweiz erfährt jedes vierte Kind regelmässig psychische Gewalt.
  • Jedes zwanzigste Kind wird regelmässig körperlich bestraft.
  • Das schreibt die Stiftung Kinderschutz Schweiz, die eine Studie bei der Universität Freiburg in Auftrag gegeben hatte.
Video
Aus dem Archiv: Gegen Gewalt an Kindern
Aus Schweiz aktuell vom 30.04.2015.
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Die aktuelle Studie wurde 2019 durchgeführt. Die Resultate der aktuellen Stichprobe in der Studie weisen sowohl bei körperlicher als auch bei psychischer Gewalt einen leichten Rückgang gegenüber der Erhebung von 2017 auf, wie Kinderschutz Schweiz in einer Medienmitteilung schreibt. Trotz der insgesamt geringeren Werte manifestiere sich eine stabile Untergruppe von Eltern, bei denen körperliche Gewalt in der Erziehung dazugehöre.

Nach wie vor seien die jüngeren Kinder öfter von Körperstrafen betroffen als die älteren Kinder: 4.4 Prozent der Elternteile gaben an, regelmässig körperliche Gewalt anzuwenden. 2017 waren dies noch 5.79 Prozent. 23.2 Prozent der Elternteile berichten von regelmässigem Verhalten gegenüber ihren Kindern, das Aspekte von psychischer Gewalt beinhaltet. 2017 betrug der Anteil noch 25.15 Prozent.

Hinterlässt tiefe Spuren

Die Studie zeige, dass Gewalt in der Erziehung in jeder Lebenslage ausgeübt werde. Trotzdem gebe es Risikofaktoren, die sich zum Nachteil der Kinder auswirken könnten: Wenn die finanzielle oder emotionale Stabilität der Eltern in eine Schieflage gerate zum Beispiel. Regelmässige körperliche und psychische Gewalt in der Erziehung führe zu grossem Leiden und hinterlasse tiefe Spuren bei der Gesundheit und im Verhalten von betroffenen Kindern.

Kinderschutz Schweiz weist darauf hin, dass an der Sondersession des Nationalrats an diesem Donnerstag und Freitag ein Postulat der Freiburger CVP-Abgeordneten Christine Bulliard-Marbach behandelt werde. Dieses wolle den Bundesrat mit der Prüfung beauftragen, wie der Schutz von Kindern vor Gewalt in der Erziehung im Zivilgesetzbuch verankert werden könne.

SRF 4 News, 27.10.20, 13 Uhr;

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Müller  (Krötenprinz)
    Es gibt keinen einzigen Grund, Kinder psychisch oder physisch zu misshandeln. Nicht einen Einzigen. Kinder können ihre Eltern nicht auswählen. Auch ihre Geburt nicht. Dem Schutz der Kinder dient die UN-Kinderrechtskonvention und das Schweizerische Strafgesetzbuch. Fehlbare Eltern müssen konsequent angezeigt und juristisch belangt werden.
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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Mietzinsen und KK Prämien zuhoch, Unsicherheit der Existenz, durch z.B. lockdown. Sehr unsichere Wirtschaft, und so weiter, sind Förderer der Verunsicherung der Eltern. Und die Druck nimmt zu! Dies erhöht auch das Risiko das Eltern überfordert sind, was dazu beiträgt das es zu Gewalt kommen kann. Nur ist es leider so, das hier die Politik, Arbeitgeber und behörden herzlich wenig dazu beitragen zum dies zu vermeiden. Dies sollte viel auch thematisiert werden.
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    1. Antwort von Roger Kloos  (DerRoger)
      Die Verantwortung liegt IMMER bei den Eltern (ausser Beistand)! Nie wo anders!
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  • Kommentar von Remo Kucera  (Remo Kucera)
    Was gilt als Psychische Gewalt? Warum wird das nie definiert? Nach meiner Auffassung gehört Hausarrest, weil es mal wieder gegen Verbote durchgesetzt hat, auch dazu. Dabei heisst es immer dass man dem Kind Grenzen setzen sollte und es nicht belohnen sollte, nur weil es mal wieder Blödsinn gemacht hat.
    Auch dem Kind was wegnehmen, was es mag, gehört in diese Kategorie. Obwohl dies öfters auch mal Notwendig ist
    Es soll ja lernen das man nicht alles tun kann im Leben, auch nicht als Erwachsener
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