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Beziehungen Schweiz-Israel Bundesrat spricht mit Israels Präsident über Nahostkonflikt

Legende: Video Schneider-Ammann in Israel abspielen. Laufzeit 1:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.10.2017.
  • Auf der viertägigen Reise von Bundesrat Johann Schneider-Ammann nach Israel und in die palästinensischen Gebiete stehen die Themen Wissenschaft und Wirtschaft im Fokus.
  • Schneider-Ammann traf sich dabei zu Gesprächen mit dem israelischen Präsidenten Reuven Rivlin, Wirtschaftsminister Eli Cohen und dem palästinensischen Aussenminister Riad Malki.

Bei den Gesprächen habe Reuven Rivlin die Wichtigkeit der Schweiz wegen ihrer Schutzmachtmandate hervorgehoben, sagte der Schweizer Wirtschaftsminister. Die Schweiz habe Schutzmachtmandate, in denen sie die Interessen der USA gegenüber dem Iran vertrete sowie die iranischen Interessen in Saudi-Arabien und die saudischen im Iran. Der israelische Präsident habe die Beziehungen der Schweiz zum Iran angesprochen und «uns eingeladen zu helfen, dass man die Region befrieden kann», so Schneider-Ammann.

Durch den Krieg im Nachbarland Syrien hat Teheran seinen Einfluss in der Region ausgeweitet und ist dadurch näher an die Grenzen Israels herangerückt. Auf der anderen Seite steht Saudi-Arabien, das den iranischen Einfluss zurückzudrängen sucht.

Israel hat an der Grenze eine rote Linie von 60 Kilometern für Milizen gezogen, die vom Iran unterstützt werden. Der jüdische Staat hält sich zwar weitgehend aus dem Konflikt im Nachbarland heraus, seine Luftwaffe hat jedoch mehrmals Waffentransporte an die libanesische Hisbollah angegriffen, die vom Iran unterstützt wird.

Auch über Startups, dem eigentlichen Ziel der Reise, tauschte sich der Bundesrat mit Präsident Rivlin aus. Von Israel könne sich die Schweiz eine Scheibe abschneiden bei der Anzahl von Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen. «Der Prozentanteil ist wesentlich höher als bei uns», sagte der Bundesrat. «Offenbar hat das auch mit dem Schulsystem zu tun. Die Lehrer beginnen, die Mädchen von klein auf für Naturwissenschaften und Technik zu interessieren.»

Ein weiterer Unterschied sei wahrscheinlich der obligatorische Militärdienst, in dem israelische Frauen Technik kennenlernen würden. Der Bundesrat wünschte sich auch in der Schweiz einen höheren Frauenanteil in technischen Gebieten.

Zuvor hatte der Bundesrat Mobileye besucht, das erfolgreichste israelische Startup überhaupt. Die Firma, die Fahrassistenzsysteme für das autonome Fahren herstellt, hatte 2014 den grössten Börsengang Israels durchgeführt. Seither ist sie stark gewachsen. Mobileye beliefert über 20 der grössten Autohersteller der Welt wie etwa BMW, Audi oder Ford.

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