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BFS-Erhebung So fühlte sich die Bevölkerung vor und nach dem Shutdown

  • Die Corona-Pandemie hat sich in der ersten Jahreshälfte nicht negativ auf das subjektive Wohlbefinden der Bevölkerung ausgewirkt.
  • Das Vertrauen in das politische System ist hingegen laut Resultaten einer Untersuchung des Bundesamtes für Statistik (BFS) signifikant gestiegen.
  • Sorgen bereiteten vielen Schweizerinnen und Schweizern die künftige finanzielle Situation und die Arbeitsplatzsicherheit.
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Aus dem Archiv: Hat das Corona-Jahr die Politik verändert?
Aus 10vor10 vom 13.11.2020.
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Die Covid-19-Pandemie habe in der Schweiz bisher keinen Einfluss auf die Zufriedenheit mit dem jetzigen Leben und den persönlichen Beziehungen, das Gefühl von Glück oder den selbst wahrgenommenen Gesundheitszustand gehabt, heisst es in einer Mitteilung des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Laut der aktuellen Untersuchung des BFS, Link öffnet in einem neuen Fenster befand sich die Schweiz bereits vor der globalen Corona-Gesundheitskrise hinsichtlich des subjektiven Wohlbefindens unter den am besten gestellten Ländern in Europa. 38 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung hatte sich 2018 in der Erhebung, Link öffnet in einem neuen Fenster als sehr zufrieden mit ihrem jetzigen Leben bezeichnet. In Europa lag dieser Wert mit 25 Prozent deutlich tiefer.

Jeder Zweite bangt um seinen Arbeitsplatz

Deutlich gestiegen sei dafür das Vertrauen in das politische System, heisst es weiter. Während des partiellen Shutdowns im Frühjahr stieg der Anteil Personen, die ein hohes oder sehr hohes Vertrauen in das politische System angeben, von 47.5 Prozent auf 54.0 Prozent. Besonders gewachsen ist das Vertrauen bei Personen über 65 Jahren, bei Frauen, bei Personen mit schweizerischer Nationalität und bei Personen mit höherem Bildungsstand.

Berset unterhält sich mit Claus Bolte, Leiter Bereich Zulassung Swissmedic.
Legende: Auch die regelmässigen Informationsveranstaltungen des Bundesrates könnten das Vertrauen der Bevölkerung ins politische System verstärkt haben. Bundesrat Alain Berset (rechts) spricht mit Claus Bolte, Leiter Zulassung Swissmedic. Keystone

Sorgen bereiteten in der Coronakrise hingegen die künftige finanzielle Situation und die Arbeitsplatzsicherheit. Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, die das Risiko, ihren Arbeitsplatz zu verlieren als sehr gering einschätzte, sank während der ersten Corona-Welle deutlich, nämlich von 64.2 Prozent auf 53.5 Prozent.

Vor allem Männer, ausländische Personen und Personen mit finanziellen Schwierigkeiten äusserten laut BFS Befürchtungen einer geringeren Arbeitsplatzsicherheit.

Über 12'000 Interviews flossen ein

Mit der BFS-Untersuchung über die Einkommens- und Lebensbedingungen (SILC), die jährlich Informationen zur Armut und den Lebensbedingungen in der Schweiz liefert, konnten die Auswirkungen auf die Lebensbedingungen gemessen und erstmals dargestellt werden. Die Interviews für die SILC 2020 fanden laut BFS von Januar bis Juni 2020 statt.

Dieser Erhebungszeitraum decke den Beginn der Covid-19-Pandemie ab und ermögliche eine Differenzierung zwischen der Zeit vor dem partiellen Lockdown in der Schweiz (bis 16. März, 7507 beantwortete Fragebogen) und der Zeit während des partiellen Lockdowns (16. März bis 20. Juni, 4864 Fragebogen), heisst es.

SRF 4 News, 17.11.2020, 10:00 Uhr;

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    Es machen sich heute wesentlich mehr Zukunfts- und Existenzängste breit als vor dem Shutdown. Berufseinsteiger, Selbständige, die gesamte Kultur- und Gastrobranche stehen vor einer gewaltigen Abbauwelle. Sobald das Kurzarbeitsgeld wegfällt, werden wir viele Entlassungen erleben. Zudem kommt die gewaltige Staatsverschuldung, die wohl uns allen viel abverlangen wird. Immerhin sind wir in der Schweiz in der glücklichen Lage, dass die Gesundheitsversorgung flächendeckend für alle gewährleistet ist.
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  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    mit grossem Interesse erwarte ich eine Fortsetzung dieser Studie, möglichst aktuell ins Hier und Jetzt: und zwar vom GFS: Wie hat sich die Einstellung verändert ab September, z.B. mit der Teilautonomen Aktivität der taskforce? Wie steht es um die Zufriedenheit der Menschen ü65: aber differenzierter, gerne mit den Rubriken, wie sie bei den Fallzahlen, Hospitalisierung, Mortalität gebraucht werden: Aengste, Existenzen, Fürsorgen für andere.. Mein Vertrauen in die POLITISCHEN Gremien ist intakt.
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  • Kommentar von Kobi Fischer  (Kobeli)
    Hört endlich auf mit diesen Umfragen, die kosten viel Geld und bringen gar nichts.
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    1. Antwort von Takeshi Kovacs  (Envoy)
      Bestimmt also Herr Kobi Fischer, welche Umfragen legitim sind und welche nicht?
      Frage 1: Wie teuer war diese Umfrage denn?
      Frage 2: Warum wissen Sie, dass diese gar nichts bringt?
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