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Schweiz Bienenschutz: Bund schiebt Verbot von Pestiziden hinaus

Teilerfolg für Syngenta: Das Verbot von drei Insektiziden zum Schutz von Bienen tritt erst im Dezember in Kraft. Damit zieht die Schweiz mit der EU gleich. Das Verbot gilt aber vorerst nur für zwei Jahre.

Legende: Video Massnahmen gegen Bienensterben gefordert abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.05.2013.

Die Bienen verlieren die Orientierung und finden nicht mehr zum Bienenstock zurück. Das bedeutet für die Nützlinge den Tod. Dafür verantwortlich gemacht werden verschiedene Pestizide.

Die EU und die Schweiz haben deshalb Einschränkungen für drei Insektizide beschlossen. Nach den ursprünglichen Plänen des Bundesamts für Landwirtschaft hätten die Bewilligungen für Raps- und Maissaatgut, das mit Nervengiften der Neonicotinoid-Gruppe gebeizt ist, schon ab Herbst suspendiert werden sollen. Dagegen waren aber das betroffene Agrochemie-Unternehmen Syngenta und der Wirtschaftsverband Scienceindustries auf die Barrikaden gegangen.

Eine Biene auf einer gelben Blume.
Legende: Bienen zählen zu den wichtigsten Bestäubern. Sie tragen erheblich zum Erhalt von Wild- und Kulturpflanzen bei. Colourbox

Neue Studien gefordert

Das Verbot soll nun in der Schweiz – wie in der EU – erst ab 1. Dezember gelten. Die Sperre gilt für zunächst zwei Jahre. Gemäss einer Studie der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde sind die Schädlingsbekämpfungsmittel für das Bienensterben verantwortlich.

Betroffen sind die Produkte Thiamethoxam des Basler Agrochemie-Konzerns Syngenta sowie Clothianidin und Imidacloprid der deutschen Bayer. Die Unternehmen müssen nun weitere Untersuchungen durchführen, um die Auswirkungen der Wirkstoffe auf Bienen zu testen. Zudem sollen neue Techniken entwickelt werden, um das Risiko für Bienen zu reduzieren.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Hunziker, 4456 Tenniken
    Von den Österreichern erzählte man sich einmal im Witz, dass sie den Strassenverkehr auf links wechseln wollten...im ersten halben Jahr probeweise nur die schweren Lastwagen. Ob Bundesbern tatsächlich klüger ist weiss ich nicht. Zum Lachen aber ist der Entscheid gar nicht. Entweder das Zeug ist gefährlich, dann weg...und nicht erst im Dezember, sondern sofort!
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  • Kommentar von Joe N. Meier, 5056 Attelwil
    Typisch, Herr BR Schneider-Ammann: Ja kein Krach mit der Chemie. Und suchen Sie heute schon Leute, die auf Bäume kraxeln und die Blüten bestäuben. Das gehört dann einmal zu Ihren Verdiensten.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bärn, du edle Schwizerstärn?
    Der Mensch ist zwar das einzige Lebewesen,das Vernunft besitzt,aber kein anderes würde jemals so unvernünftig handeln wie er.Er will die Welt verändern nach seinen Vorstellungen u.richtet sie zugrunde,noch bevor er über dieses Ziel u.seine Richtigkeit nachgedacht hat.Inzwischen haben viele begriffen,was uns noch blüht - nämlich immer weniger!Der Geduldsfaden der Natur ist gerissen u.während sich Mia noch über Gott u.sein Paradies streiten,gehen um uns herum Natur+Umwelt vor die Hunde.
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