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Legende: Video Häusler: «Abfall kann man auf jeden Fall reduzieren» abspielen. Laufzeit 01:07 Minuten.
Aus News-Clip vom 06.05.2019.
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Biodiversität in Gefahr Was kann ein kleines Land wie die Schweiz tun?

Der Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES warnt: Nur eine «grundlegende Transformation» kann die Umweltkrise beenden. Die 132 Vertragsstaaten stimmen dieser Diagnose zu. Zum Handeln bringt sie dies wohl noch nicht.

Doch wie ist dieser Bericht einzuschätzen, und was bedeutet er für die Schweiz? SRF-Wissenschaftsredaktor Thomas Häusler antwortet.

Thomas Häusler

Thomas Häusler

Wissenschaftsredaktor

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Thomas Häusler ist Wissenschaftsredaktor bei SRF. Er hat in Biologie doktoriert und eine Weiterbildung in Wassermanagement an der Uni Genf absolviert. Seit 2013 ist er Leiter der Wissenschaftsredaktion.

Wie glaubwürdig ist dieser Bericht und wie belastbar ist er?

Thomas Häusler: 400 Forscher haben zwei bis drei Jahre lang daran gearbeitet und dabei auf sehr, sehr viele Studien zurückgegriffen. Also ich denke das ist wirklich der Stand, den man heute haben kann.

Aber malt der Bericht jetzt einfach nur schwarz oder zeigt er auch Auswege aus der Misere?

Ja, das war den Wissenschaftlern, den Autoren sehr wichtig: Der Bericht zeigt auch Auswege und macht ganz konkrete Vorschläge. Im Grunde drehen sie sich vor allem darum, den Ressourcenverbrauch weltweit sehr stark zu senken – also viel weniger zu verbrauchen.

Was kann ein kleines Land wie die Schweiz tun?

Sie kann sehr viel machen. Wir als Schweiz haben einen sehr hohen Ressourcenverbrauch. Gerade morgen ist der Tag, an dem wir so viele Ressourcen verbraucht haben, wie uns eigentlich fürs ganze Jahr zur Verfügung stehen würden – ausgehend von der Fläche des Landes. Wenn wir also den Ressourcenverbrauch in allen Bereichen stark reduzieren könnten, dann hilft das auf jeden Fall.

Und was kann ich tun?

Herr und Frau Schweizer produzieren fast 800 Kilogramm Abfall pro Jahr. Das ist eine der höchsten Mengen in Europa. Da kann man auf jeden Fall reduzieren – Stichwort Verpackungen. Wir essen auch relativ viel Fleisch. Das hat weitreichende Auswirkungen. So wird beispielsweise sehr viel Soja aus den Tropen importiert, was dort wieder zur Abholzung führt. Das heisst, wenn man Fleischkonsum reduziert, dann hilft das sicher auch.

Das Gespräch führte Christoph Nufer

Legende: Video Erster globaler Bericht des UNO-Weltartenschutzrats abspielen. Laufzeit 02:01 Minuten.
Aus Tagesschau vom 06.05.2019.
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42 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Ups, komisch. Umweltschützer Franz Weber hat schon vor 40 Jahren, 1978, auf dieses Problem hingewiesen. Seither ist jede Sekunde 1 m2 Kulturland vernichtet worden. Es ist billig nun den Bauern die Schuld zu geben. Durch das Verkleinern der Agrarfläche und dem Preisdruck aus dem Ausland wurden sie gezwungen immer mehr Leistung aus dem schon strapazierten Boden zu pressen. Die Natur wird sich aber rächen, es hat zu viele Zweibeiner auf der Kugel und auch in der Schweiz.
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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Solange fast jedes Land auf Erden mehr Bevölkerung zulässt als es selber versorgen kann, egal ob durch Geburtenüberschuss, Zuwanderung od.beides, wird sich nichts zum Guten wenden, sind sämtl.Massnahmen vertagte Pflästerlipolitik. Wie pervers ist es denn, wenn zB die vorab in Entwickl'länder ausgelagerten Agrarflächen bereits unsere eigenen übertreffen? Kein Tier ist ohne menschl.Einfluss derart dumm, mehr zu reproduzieren od.in sein Revier einzulassen, als ihm Raum+Nahrung zur Verfügung stehen!
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    1. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      Wir sind nicht zu viele Menschen, wir verbrauchen einfach viel, viel mehr als nötig. Jeden Tag Fleisch, jede Person ein Auto, mind 160 qm Wohnen, alle Früchte und Gemüse zu jeder Jahreszeit, 1 neues Natel pro Jahr, 10 paar Hosen und 2 Paar Schuhe, 2 mal pro Jahr in die Ferien fliegen, alles was kaputt ist wegschmeissen und nicht flicken, etc. Die Liste lässt sich endlos weiterführen. Solange wir den Sinn des Lebens durch Konsum und Güter definieren nutzt keine Massnahme etwas.
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    2. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      O.Schulenburg, natürlich haben Sie recht, aber auch Sie müssten endlich einsehen, dass die Mio Jahre alte Evolution des Menschen nichts Gutes gebracht hat, auch die Entwicklung des modernen Menschen nicht. Der Homo sapiens - auch der Begriff sapiens ist ja völlig arrogant+daneben - hat selbst nach etwa 300'000J (Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie) noch immer nicht begriffen, dass er Teil der Natur ist, u.das wird er auch nie. Darum bleibt ihm nichts anderes als seine Reduktion.
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  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    Oh je, wieder so unverbindliche Ratschläge und Allgemeinplätze, derweil vor seiner Nase die nächste grüne Wiese zugepflastert wird und somit wieder Millionen von Kleinstlebewesen das Zeitliche segnen.
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    1. Antwort von Verena Eberhard  (Verena Eberhard)
      ja grün ist Farbe die scheinbar in der Schweiz hohe Emotionen weckt, jedoch die meisten vergessen die Zupflasterung der Schweiz hängt auch mit der Einwanderung zusammen, was jedoch die Grünen und Linken unterstützen.
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