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Brandkatastrophe Crans-Montana Doris Leuthard wird Stiftungsratspräsidentin der Stiftung Beloved

  • Die ehemalige Bundesrätin Doris Leuthard ist zur Präsidentin der Stiftung für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS ernannt worden.
  • Die Stiftung hat bereits Spendenzusagen von 17 Millionen Franken erhalten.
  • Ihr Hauptziel ist es, die Opfer des Brandes und ihre Angehörigen kurz-, mittel- und langfristig zu unterstützen.

Daneben sollen auch Projekte zum Gedenken an die Opfer und die Tragödie oder Brandschutz­präventions­massnahmen unterstützt werden, wie der Walliser Staatsrat am Dienstag in einer Mitteilung schrieb.

Der Stiftungsrat besteht aus neun Mitgliedern, «Persönlichkeiten, die für ihre Fachkompetenz und ihr Engagement bekannt sind, insbesondere in den Bereichen Medizin, Opferbetreuung und menschliche Begleitung», heisst es in der Mitteilung des Kantons weiter.

Zu den Mitgliedern gehört auch ein Vertreter der Familien der französischen Opfer. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Ernennung seines italienischen Pendants.

Frau lächelt in blauer Jacke vor unscharfem Hintergrund.
Legende: Die ehemalige Bundespräsidentin Doris Leuthard. Keystone/PHILIPP SCHMIDLI

Den Vorsitz übernimmt nun die ehemalige Aargauer Bundesrätin Doris Leuthard. «Sie ist eine anerkannte, kompetente und geschätzte Persönlichkeit», sagte Regierungspräsident Mathias Reynard zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Leuthard habe die Anfrage sofort angenommen und werde von Vertretern der Schweizer, italienischen und französischen Familien sowie von Persönlichkeiten aus Medizin, Recht und Wirtschaft unterstützt.

Fast 17 Millionen Franken an Spenden

Um den Betrieb der Stiftung zu gewährleisten, plant der Kanton Wallis, ihr ein Startkapital von einer Million Franken zur Verfügung zu stellen, das aus dem Fonds der Lotterie Romande stammt, der dem Staatsrat für Solidaritätsaktionen zur Verfügung gestellt wird.

Das Vermögen der Stiftung wird auch aus Spenden von öffentlichen Körperschaften, Privatpersonen und anderen Organisationen bestehen. Derzeit belaufen sich die Spendenzusagen auf rund 17 Millionen Franken, darunter die 10 Millionen Franken, die der Staatsrat beisteuern will. Dieser Antrag wird vom Grossen Rat in der März-Sitzung behandelt werden.

Die Stiftung wird die Verteilung der Spenden unabhängig sicherstellen. Bevor die Stiftung mit dem Namen Beloved offiziell gegründet werden kann, werden die Stiftungsstatuten den Vertreterinnen und Vertretern der Opferfamilien, den wichtigsten privaten und öffentlichen Gönnerinnen und Gönnern sowie dem Bund vorgelegt, um ihre Meinungen und Vorschläge einzuholen.

Rund 50 Brandopfer weiter in Spitälern

Fast acht Wochen nach dem verheerenden Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana werden 21 Verletzte weiterhin in Schweizer Spitälern behandelt.

Neun von ihnen befinden sich in einer Rehabilitationsklinik. 28 Opfer werden zudem weiterhin im Ausland behandelt, darunter auch elf Schweizer Staatsangehörige, wie der Nationale Verbund Katastrophenmedizin (Katamed) auf Anfrage von Keystone-SDA mitteilte.

Bei der Brandkatastrophe von Crans-Montana in der Silvesternacht kamen 41 meist sehr junge Menschen ums Leben, 115 wurden verletzt.

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SRF 4 News, 24.02.2026, 15:30 Uhr ; 

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