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Stoffel verliert vor Bundesgericht
Aus Regionaljournal Graubünden vom 21.12.2020.
abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
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Bündner Steuerstreit Remo Stoffel muss Steuern in Millionenhöhe nachzahlen

  • Ein äusserst komplexer Bündner Steuerstreit, der sich über Jahre hinzog, wurde vor dem Bundesgericht entschieden.
  • Der Investor Remo Stoffel muss für die Steuerperiode 2005 insgesamt rund 36 Millionen Franken zahlen.
  • Davon profitiert etwa die Stadt Chur.

Im Kern ging es vor dem Bundesgericht um die Frage, ob der Investor Remo Stoffel mit diversen Aktien- und Immobiliengeschäften im Jahr 2005 Gewinn erzielt hat oder nicht.

In der Steuererklärung hatte Stoffel ein Vermögen und ein Einkommen von Null Franken deklariert. Die kantonale Steuerverwaltung kam allerdings zu einem ganz anderen Schluss. Sie war der Ansicht, dass Stoffel mehr als 100 Millionen Einkommen und ebenfalls rund 100 Millionen Vermögen versteuern müsse.

Auslöser für die beträchtlichen Aufrechnungen waren Untersuchungen und Abklärungen der Abteilung Strafsachen und Untersuchungen (ASU) der Eidgenössischen Steuerverwaltung.

Gegen die Steuerrechnung wehrte sich Investor Remo Stoffel nun bis vor Bundesgericht. Vergeblich: Die Lausanner Richter sehen es als erwiesen an, dass Stoffel im Jahr 2005 sehr wohl ein Einkommen und ein Vermögen von je rund 100 Millionen Franken zu versteuern hat. Davon profitieren dürfte die Stadt Chur, sie könnte bis zu 12 Millionen Franken Gemeindesteuern erhalten.

Das Urteil des Bundesgerichts kam quasi in letzter Minute. Ende 2020 wäre der Fall nämlich verjährt.

Stoffel lebt heute im Ausland

Schweizweit bekannt wurde Remo Stoffel als er im Jahr 2015 Pläne für einen 381 Meter hohen Hotelturm im bündnerischen Vals vorstellte. Entworfen wurde das Projekt vom US-Architekten Thom Mayne. Der Turm existiert bis heute nur auf dem Papier.

Remo Stoffel hat dem Kanton Graubünden mittlerweile den Rücken gekehrt. Er ist mit seiner Familie im Juli letzten Jahres in den Wüstenstaat Dubai gezogen.

SRF1, 21.12.2020, Regionaljournal Ostschweiz, 12:03 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Da hat sich jemand selber in die Wüste geschickt. Macht nichts, soll dort bleiben. Trotzdem habe ich einige Fragen. Musste da irgend eine Sicherheit hinterlegt werden, bevor er das Land verlassen konnte? Oder ist er einfach so verschwunden? Warum dauert ein derartiges Verfahren so viele Jahre? Kann mit dem Erhalt des Geldes gerechnet werden, oder muss es Graubünden abschreiben? Falls er nicht bezahlt, besteht die Möglichkeit an das Geld zu kommen? Gibt es eine rechtliche Grundlage mit Dubai?
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    1. Antwort von Urs Felber  (ursus felber)
      Nun, ich dachte immer dass Steuerschulden nicht verjähren können. Es müsste also möglich sein, früher oder später an die Millionen ran zu kommen und je länger der nicht bezahlt, je mehr Zinsen dürften fällig werden. Ein klein Bürger wäre vom staat schon längst an die wand gedrückt worden. Mal sehen wie das mit dem werten Herrn stoffel weiter geht...
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  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Tja, wenn wir endlich das Bankgeheimnis aufheben würden, könnten die Behörden die Konten sperren und das Geld einsacken.
    Aber der gemeine Bürger ohne Vermögen stimmt ja bei Abstimmungen immer für die Reichen.
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    1. Antwort von Urs Felber  (ursus felber)
      Man könnte ja mal eine gesetzesgrundlage schaffen, welchen ehrliche reiche von den kriminellen reichen unterscheidet. Dann würde auch der bürger zustimmen...
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  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    In 20 Jahren - wenn er vielleicht abgebrannt ist - kommt er bestimmt zurück. In Dubai kann er nämlich keine Ergänzungsleistungen abholen.
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