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Eine App zur Alarmierung der Bevölkerung
Aus Rendez-vous vom 18.10.2018.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 26 Sekunden.
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Bund lanciert neues Alarmystem Ein «Push» bei Notlagen und Katastrophen

Mit der App «Alertswiss» wird die Alarmierung der Bevölkerung stark verbessert. «Herunterladen», sagt VBS-Chef Parmelin.

Hört man dieser sonoren Männerstimme zu, bekommt man fast das Gefühl, Katastrophen seien eine feine Sache: «Katastrophen können immer passieren. Damit sie sich bei Ereignissen, welche Sie und ihre Gesundheit gefährden, schützen können, gibt es jetzt einen direkten Draht: Die Alertswiss-App, Link öffnet in einem neuen Fensterim Browser öffnen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz.»

Klar ist, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz seine neue App Alertswiss – ein Programm für Smartphones – für eine feine Sache hält. Deshalb war sogar Verteidigungsminister Guy Parmelin bei der Präsentation von Alertswiss anwesend: Überschwemmungen, Terrorattacken, Pandemien könnten immer passieren, auch in einem sicheren Land, betonte er: «Die Schweiz muss ihre Bevölkerung adäquat schützen.»

Warnung per App direkt an den Krisenort

Wenn etwas passiert, kann die Polizei ab sofort am Ort des Geschehens direkt Warnungen auf Smartphones verschicken und im Internet publizieren. Wer Alertswiss auf seinem Handy hat, sieht dann, was los ist – und was zu tun wäre.

Bundesrat Guy Parmelin erklärt, wie Alertswiss benutzt wird.
Legende: Bundesrat Guy Parmelin erklärt, wie Alertswiss benutzt wird. Keystone

Breitenwirkung massiv verbessert

Nur Sirenen und Radio reichten nicht mehr, sagte Urs Hofmann, Vizepräsident der kantonalen Polizeidirektoren: Mit der App könne die Breitenwirkung massiv verbessert werden, denn fast jeder – und nicht nur die Jungen – habe heute einen Laptop oder ein Handy. Ein Radio dagegen habe heute kaum mehr jemand einfach griffbereit.

Neu könnten so aber auch Hörbehinderte gewarnt werden und Menschen, die in der Schweiz nur auf der Durchreise seien, so Hofmann. Allerdings bleiben Sirenen und Radio wichtig, denn nur das Radio mit Batterie funktioniert garantiert auch, wenn der Strom ausfällt.

Bitte herunterladen!

Damit Alertswiss funktioniert, muss die App aufs Handy heruntergeladen werden. Verteidigungsminister Guy Parmelin appellierte an alle Smartphone-Besitzer, dies zu tun. Gekostet hat die neue Art der Alarmierung etwas mehr als eine Million Franken, für den Betrieb braucht es jährlich 250'000 Franken.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Marco Rohr  (Marco Rohr)
    Eine App mag eine nette Idee sein, aber ein Problem wird man damit nie lösen können: wer sie nicht installiert hat, kriegt keinen Push. Sinnvoller wäre ein Cell Broadcast, mit dem man alle Mobilgeräte erreichen kann. Diese Methode funktioniert ohne zusätzliche App und auf allen Handies - egal ob alt oder neu, Android oder iPhone. In anderen Ländern ist dies bereits Standard.
  • Kommentar von Thomas F. Koch  (dopp.ex)
    "nur das Radio mit Batterie funktioniert garantiert" das stimmt. Nur, wer hat heute noch ein Radio mit Batteriefach?
    1. Antwort von Clarissa Ravasio  (Malimalo)
      Ich!!
    2. Antwort von Alfons Bauer  (frustriert)
      Ich hab noch ein Smartphone mit Klinkenstecker, der mit einem Kopfhörer für die Radio-App als Antenne dient und eine Powerbank, um einen leeren Akku aufzuladen.
  • Kommentar von Reinhard Grunder  (Reinhard Grunder)
    Und natürlich verlangt auch diese App zugriff auf unsere Daten und Kontakte.
    Aber mal abgesehen davon, diese App bringt es nur wenn ich 24Stunden am Tag und dies 365(366)Tage im Jahr online bin. Also bräuchte ich ein Abo mit unlimitierter Datennutzung. Da läuft ja mein Radio (SRF1) mehr.
    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Die einzige Berechtigung ist der Standort per GPS und auch dies ist optional. Sie können auch einfach einen oder mehrere Kantone auswählen. Da werden auch keine grossen Daten übermittelt aber eine Datenverbindung ist logischerweise erforderlich.
    2. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Das Einzige was mich stört, dass ich immer online sein muss. Was die Daten betrifft, wer sich im Internet bewegt, ist so oder so bekannt. Deshalb tätige ich auch keine Käufe im Internet, die nicht mit Rechnung bezahlt werden können.
      Meine Kontonummer würde ich nie veröffentlichen. Die App.habe ich mit
      drei Kantonen heruntergeladen obwohl ich kein Smartphone besitze nur ein
      I-Pad.