Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Das Gespräch mit dem Bundespräsidenten zum 1. August abspielen. Laufzeit 28:24 Minuten.
Aus News-Clip vom 31.07.2019.
Inhalt

Bundespräsident zum 1. August «Mit von der Leyen wird es etwas lockerer – aber nicht einfacher»

Ueli Maurer im 1. August-Interview über das Rahmenabkommen, seinen Eindruck von Donald Trump und seine Zukunft als Bundesrat.

Oberwald: Der Bergweiler im hintersten Zipfel des Oberwallis’ zählt nur etwas über 200 Einwohner. Nur wenige Touristen verirren sich in den Krachen, wo Grimsel, Furka und Nufenen aufeinandertreffen.

Was also zieht Bundespräsident Ueli Maurer, den Zürcher und stolzen Hinwiler, hierher? Einerseits schätzt er als passionierter Langläufer die Loipen, die Oberwald im Winter zum Langlaufmekka machen. Anderseits, und für Maurer viel wichtiger, will er damit die Randregionen in den Fokus rücken: «Gerade am 1. August ist es wichtig, dass man sich auch um die Randregionen kümmert, denn sie sind ein Stück Identität.»

Die Schweiz braucht Zeit beim Rahmenabkommen

Vom Walliser Weiler schweift der Blick aufs grosse Europa: Das wichtigste Dossier im laufenden Jahr ist zweifellos das institutionelle Rahmenabkommen mit der EU. An eine Lösung bis im Herbst glaubt Maurer nicht. Zu gross seien die Differenzen in den wichtigsten Punkten: «Ich denke, dass die Gespräche erst Anfang nächstes Jahr wieder ins Rollen kommen.»

Legende: Video «Die Gespräche werden erst Anfang nächstes Jahr wieder ins Rollen kommen» abspielen. Laufzeit 00:26 Minuten.
Aus News-Clip vom 31.07.2019.

Das sei auch nicht schlimm: «Wir sind jetzt seit bald fünfzig Jahren mit der EU in Verhandlung. Das erste Freihandelsabkommen haben wir 1972 abgeschlossen. Es spielt also keine grosse Rolle, ob wir das Rahmenabkommen diesen Herbst oder nächsten Frühling abschliessen.» Die Schweiz habe Zeit und brauche diese auch, um eine gute Lösung zu finden.

Von der Leyens Denkmal steht in Brüssel, nicht in Bern

Vom scheidenden EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker ist Maurer enttäuscht: «Mit Herrn Juncker ist es leider das ganze Jahr über nie gelungen, in Kontakt zu treten. Das liegt nicht an uns, sondern an ihm.» Mehr erhofft sich Maurer da von seiner Nachfolgerin Ursula von der Leyen, die erst diesen Monat als Junckers Nachfolgerin gewählt wurde. Er kennt sie gut – noch aus der Zeit, in der sie deutsche Verteidigungsministerin war. Er stand damals selbst dem VBS vor.

Legende: Video «Persönlich wird es mit Von der Leyen sicher einfacher» abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus News-Clip vom 31.07.2019.

Das werde es auf einer persönlichen Ebene sicher einfacher machen, ist Maurer überzeugt. In der Sache aber würden die Verhandlungen auch unter der neuen Kommissionspräsidentin schwierig bleiben. Denn: «Wenn sich Frau von der Leyen ein Denkmal setzen will, dann steht es in Brüssel, nicht in Bern».

Nicht nur die Verhandlungen mit der EU fallen in Maurers Präsidialjahr. Im Mai empfing ihn US-Präsident Donald Trump als ersten Schweizer Bundesrat im Weissen Haus.

Legende: Video «Trump hat mir als Person einen guten Eindruck gemacht» abspielen. Laufzeit 00:36 Minuten.
Aus News-Clip vom 31.07.2019.

Die beiden unterhielten sich dabei über ein mögliches Freihandelsabkommen. Zudem hatte Maurer die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild des umstrittenen Präsidenten zu machen: «Persönlich hatte ich den Eindruck, dass er völlig anders ist, als man ihn bei uns in den Medien darstellt. Ich habe ihn als interessierten und neugierigen Gesprächspartner erlebt, als sehr angenehm, offen und humorvoll im Umgang.» Dazu komme noch ein anderer Aspekt: «Wir haben besseren Kontakt zur Trump-Administration als mit jener von Obama.» Trump sei für die Schweiz ein guter Partner.

Im Bundesrat bis 2031?

Ueli Maurer ist der Dienstälteste im Bundesrat. Seit 2009, also schon drei komplette Legislaturen, sitzt Maurer im Siebnergremium. Wenn es nach ihm geht, kommt bald noch eine vierte hinzu: «Ich trete im Dezember nochmals an, das ist klar beschlossen.»

Legende: Video «Ich versuche noch vier weitere Jahre im EFD zu bleiben» abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus News-Clip vom 31.07.2019.

Für ihn sei klar, dass er am Ende einer Legislatur gehe. Er habe bloss noch nicht entschieden, ob das 2023, 2027 oder 2031 der Fall sein werde, kokettiert Maurer. Gut möglich, dass er das eine oder andere Mal nach Oberwald zum Langlaufen und Krafttanken zurückkehren wird.

SRF 1, 22:25 Uhr

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

61 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Phil Man  (Südfuss)
    Bitte SRF!
    Oberwald...Bergweiler, Krachen!!?
    Wieso benennt ihr Oberwald So „abschätzig“?
    Zugehörig zur Gemeinde Obergoms ist dies ein lebendiges und bei Touristen Sommer und Winter beliebtes DORF, am Fusse von 3 wichtigen Alpenpässen, mit einer wunderbaren Kultur und stolzen Einwohner!!
    Somit wären dann sehr viele CHer Gemeinden nur Bergweiler und Krachen!!! Sind denn nur noch „Städte“ im Unterland eines Bundesrats Besuchs würdig??
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Asher Meng  (Ashi)
    Gratuliere Biologe Moser für die super Sendungen heute über Ziegen und Seide. Sehr gute Schlussrede, dass wir zu Tieren und Pflanzen sorge tragen. Er hatte Lust. Herr BP Maurer hat bereits bei den Ersten Fragen wenig Lust. Da Herr Nufer sehr anständig gefragt hat und insistiert hat, hat auch BP Maurer sich wieder eingekriegt. BP Maurer ist ein guter Finanzminister. Dass Alt BR Widmer-Schlumpf die meisten Dossier hervorragend übergeben konnte, profitiert Herr BP Maurer immer noch. Wie lange noch
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jakob Tschudi  (Jake7)
    Das Interview ist geradezu klischeehaft inszeniert. Auch (und gerade) am 1. August wäre etwas weniger schweizerisches Idyll nicht schlecht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von L. Leuenberger  (L.L.)
      "Auch (und gerade) am 1. August wäre etwas weniger schweizerisches Idyll nicht schlecht."...??? WARUM...? Sind Ihnen die Militärparaden in Paris zum Nationalfeiertag lieber...? Oder ein Bundesrat, der mit der EU-Hymne schaukelt ...? Prost!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Rolf Bolliger  (jolanda)
      Warum leben Sie, Herr Tschudi, denn in diesem Land, wenn Sie sogar am Nationalfeiertg solch abwertende Sprüche schreiben? Ich bin froh, dass sich wenigstens noch EINER der 7 Bundesräte mit klaren und deutlich dem Sinne nach ausdrücken kann! Das von Ihnen kritisierte schweizerische Idill, hat unser Land zu einem der reichsten und beliebtesten Länder der Welt geformt und gemacht! Die hohe Nettoeinwanderung (in den letzten 7 Jahren jährlich zwischen 50 und 80000 Einwanderer!), spricht Bände!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen