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Bundesrat ignoriert Empfehlung Zinssatz für Pensionskassengelder bleibt unverändert

Legende: Video Verzinsung der Pensionskassenguthaben abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.11.2018.
  • Überraschung beim Mindestzins: Eine Senkung sei dieses Jahr nicht angezeigt, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung.
  • Die Eidgenössische Kommission für die berufliche Vorsorge hatte ihm empfohlen, den Mindestzinssatz auf 0,75 Prozent zu senken.
  • Der Bundesrat verweist jedoch auf die gute Börsen-Entwicklung im letzten Jahr bei gleichzeitig tiefer Mindestverzinsung.

Das Börsenbarometer Swiss Performance Index habe letztes Jahr um 19,9 Prozent zulegt, argumentiert der Bundesrat. Im laufenden Jahr waren es bis Ende September allerdings nur noch 0,5 Prozent.

Renditen letztes Jahr kein Problem

Auch mit Immobilien könnten ansprechende Renditen erzielt werden, hält die Landesregierung fest. Die neue Formel der BVG-Kommission zur Festsetzung des Mindestzinssatzes basiert auf dem langfristigen Durchschnitt der 10-jährigen Bundesobligationen. Die Formel hat für Ende September einen Zinssatz von 1,03 Prozent ergeben.

Dass der Bundesrat von der Empfehlung der BVG-Kommission abweicht, kommt selten vor. Nach Angaben des Bundesamts für Sozialversicherungen war das 2004 und 2005 der Fall.

Kleine Senkung, grosse Wirkung

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Mit dem Mindestzinssatz wird bestimmt, zu wie viel Prozent das Vorsorgeguthaben im BVG-Obligatorium mindestens verzinst werden muss. Je tiefer der Satz, desto weniger wachsen die Guthaben der Versicherten. Bei einem Alterskapital von 300'000 Franken bedeutet eine Senkung um 0,25 Prozentpunkte 750 Franken weniger Zins im Jahr und damit auch weniger künftige Rente.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Die Nationalbank verlnangt Negativzinsen. Und Vermieter duerfen immer noch mit 1 1/2 Prozent Zinskosten wuchern. Der PK-Mindestzinssats gilt nur fuer den obligatorischen Teil. Die zweite Seule wurde mit der Luege propagiert, jeder Spare fuer sich. Aber es wird auch in der PK immer mehr von den zu Fleissigen auf die Wenigbeitrager umgelagert, statt die zu kleinen Renten mit Steuern zu Reicher anzuheben....
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Dann erhöhen die Kassen einfach die Verwaltungskosten und nehmen dem Sparer das Geld durch die Hintertüre wieder weg. Die Versicherer kommen nie zu kurz.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Bundesrat, ParlamentarierInnen und zuständiges Bundesamt, kümmern sich auch seit Jahren nicht mehr um die notwendige Anpasssungs-Erhöhung der AHV an die jährliche Teuerung!! Schweizer Volks-Politik!
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    1. Antwort von A. Keller (eyko)
      Die jährliche Teuerung und Anpassung an die AHV-Rente findet seit Jahren nicht mehr statt, trotz der jährlcihen Teuerung. Ist ist eine Schande wie mit den Alten umgegangen wird. Sie haben immer weniger zur Verfügung. Lebensmittel, Strom KK alles wird teurer. Die Einkommesschere wird immer grösser, besonders für jene, die auf EL angewiesen sind. Ein Armutszeugnis für die Schweiz.
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    2. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ A. Keller: Seit 2011 war die Teuerung in 4 Jahren negativ. Dann hätten die Renten in diesen Jahren gemäss Ihrem Vorschlag ja gesenkt werden müssen. Da dies nicht gemacht wurde, haben Sie bei gleicher Rente bereits eine reale Erhöhung der Rente. Das muss auch noch finanziert werden, denn Deflation heisst ja, dass die Anbieter im Durchschnitt tiefere Preise für Ihre Produkte erhalten.
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    3. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      @Leu sie schreiben etwas was so daneben ist wie es der Warenkorb ist! Da sind viele Dinge die ich mir nicht leisten kann aufgeführt die zu der Deflation geführt hat, wie z. B. das Benzin! Der Warenkorb hat nicht mit dem realen leben eines normalen EL Bezüger zu tun! Und das sie es wissen die meisten EL Bezüber haben sogar Real weniger in der Tasche als 2011. Ich nehme nicht an das sie EL Bezüger sind sonst könnten sie so was nicht schreiben.
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