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Parmelin: «Dem Bundesrat stehen 10 Milliarden Franken für Soforthilfe zur Verfügung»
Aus News-Clip vom 13.03.2020.
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Bundesrat spricht Finanzhilfe Werden die 10 Milliarden Franken Soforthilfe reichen?

Die Massnahmen des Bundesrates für die Wirtschaft zeigen vor allem eines: Der Bundesrat rechnet mit einer Krise, die nicht allzu lange dauert. Deshalb setzt er auf vorübergehende Massnahmen und darauf, Unternehmen in Not schnell und gezielt unter die Arme zu greifen.

So soll die Krise überbrückt und verhindert werden, dass allzu viele Firmen Konkurs gehen. Die Wirtschaftsleistung wird sich verlangsamen. Wie lange, ist allerdings unklar. Denn es handelt sich diesmal nicht um eine tiefgreifende Krise, sondern – zumindest Stand heute – eher um einen Schock.

Lohnfortzahlung für die Mitarbeiter

Kurzarbeitsentschädigungen haben sich bereits während der Finanzkrise bewährt. Sie können dazu beitragen, dass die Unternehmen ihre Angestellten nicht entlassen, sondern weiterhin in den Betrieben halten.

Bis zu 8 Milliarden Franken können Firmen nun aus dem Fonds der Arbeitslosenversicherung beanspruchen. Ausserdem will der Bundesrat Unternehmen mit Darlehen und Überbrückungshilfen unter die Arme greifen.

Dies ist wichtig, denn viele Unternehmen sorgen sich schon, dass ihnen das Geld ausgeht. Sie haben weniger oder keine Einnahmen mehr, aber dennoch fixe Ausgaben, zum Beispiel für das Personal oder die Miete.

Der Bundesrat betonte denn auch, das oberste Ziel sei die Lohnfortzahlung für die Mitarbeitenden. Eines ist nämlich klar: Zu viele Entlassungen und zu viele Unternehmen, die Konkurs gehen, hätten verheerende Folgen für die Schweizer Wirtschaft.

Schweden geht noch weiter

Fragt sich noch, ob die 10 Milliarden Franken Soforthilfe für die Wirtschaft reichen. Das lässt sich wohl erst rückblickend beurteilen. Es wird davon abhängen, wie viele Unternehmen jetzt Kurzarbeit beantragen.

Schweden, das sich mit der Schweiz gut vergleichen lässt, hat heute ein Hilfspaket von rund 50 Milliarden Euro angekündigt. Die Schweiz und Schweden gehen offenbar von unterschiedlichen Szenarien aus.

Denise Joder-Schmutz

Denise Joder-Schmutz

Wirtschaftsredaktorin, SRF

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Denise Joder-Schmutz ist seit 2013 bei der Wirtschaftsredaktion von Radio SRF. Davor hat sie mit einem Master in European Business an der Universität Freiburg abgeschlossen und bei verschiedenen Schweizer Unternehmen gearbeitet.

Tagesschau, 13.03.2020, 18 Uhr

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32 Kommentare

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  • Kommentar von Gerbrand Ronsmans  (GRo)
    Die Zeit wird es zeichen. Ich nehme aber an dass diese 10 Milliarden in die Konzerne und deren Gewinn abfliessen werden. Eben diese die Lobbyisten in Bern haben. Die Angestellten, Selbständige oder ganze kleine KMU's werden kein rappen sehen.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Neoliberales, bürgerliches Credo rettet lieber Devisennmärkte als Menschen. Daher müssen alle, die sich zu den realen Menschen und nicht zu was anderem zählen, jetzt denen, die da Versprechungen und monetäre Hilfe aufgleisen genau auf die Finger schauen.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Neoliberales, bürgerliches Credo rettet lieber Devisennmärkte als Menschen. Daher müssen alle, die sich zu den realen Menschen und nicht zu was anderem zählen, jetzt denen, die da Versprechungen und monetäre Hilfe aufgleisen genau auf die Finger schauen.
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