Zum Inhalt springen

Sparen bei der Gesundheit Bundesrat will Franchisen an Gesundheitskosten koppeln

Wir alle sollen uns noch mehr an den Gesundheitskosten beteiligen. Der Bundesrat schlägt eine Änderung bei den Franchisen vor: Diese sollen in Zukunft regelmässig mit den Gesundheitskosten steigen.

Legende: Video Weniger Rabatte für hohe Franchisen abspielen. Laufzeit 1:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 28.06.2017.

Bei den Krankenkasse haben wir heute die Wahl: Wir können entscheiden, bis zu welchem Betrag wir die Arzt- und Spitalkosten übernehmen wollen. Bei diesen sogenannten Franchisen gibt es mehrere Stufen, die tiefste liegt heute bei 300 Franken, die höchste bei 2500 Franken. Grundsätzlich gilt: Je höher die Franchise, desto tiefer die monatliche Prämie.

Steigerung in 50-Franken-Schritten

Der Bundesrat will diese Franchisen jetzt regelmässig anpassen – an die Kosten im Gesundheitswesen. Und weil diese Kosten aller Voraussicht nach weiter steigen werden, würden auch die Franchisen regelmässig erhöht. In 50-Franken-Schritten, immer dann, wenn die Kostensteigerung eine gewisse Schwelle überschritten hat.

Der Bundesrat argumentiert: Nur so bleibe es beim positiven Effekt der Franchisen, dass nämlich die Bürgerinnen und Bürger wegen der Franchise kostenbewusster sind, etwa zurückhaltender bei Arztbesuchen.

Zwischen-Franchisen attraktiver machen

Auch die Rabatte bei den Prämien will der Bundesrat verändern: Wer eine hohe Franchise wählt, also etwa die 2500 Franken, soll nicht mehr so viel Geld sparen wie heute. Dafür sollen tiefere Franchisen attraktiver werden. Das soll dafür sorgen, dass auch die Franchisenstufen zwischen der höchsten und der tiefsten wieder attraktiv werden.

Diese Änderungen schickt der Bundesrat jetzt in die Vernehmlassung. Parteien und Verbände können bis Ende Oktober dazu Stellung nehmen. Bundesrat Berset hatte schon vor zwei Jahren Anpassungen an den Franchisen vornehmen wollen, er ging damals noch weiter als jetzt und stiess auf Kritik – auf so viel, dass er seine Vorschläge zurückzog.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

71 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Itschner Helen (Jemand)
    Zu hohe Franchisen sind nicht für jedes Budget bezahlbar. Medizinische Versorgung gehört zum Existenzminimum. Im Zweifelsfall zum Arzt ist besser als ein bleibender Schaden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Itschner Helen (Jemand)
    Wir Patienten sind Sünder.Knochenbruch-heilt selber wieder.3-stündiger Hustenanfall-geht schon wieder vorbei.Epilepsie-Anfälle sind von kurzer Dauer...Ich benötigte eben einen Arzt,dessen Honorar immer mehr in die Höhe steigt.Pharmacie- Die Verpackung der Medis müssen immer wieder neu gestaltet werden.Ist gratis, kann zum Preis hinzugerechnet werden.Menge,da fehlt nur wenig um die Therapie zu beenden. Es braucht eine 2. Packung... Ich rentiere nicht, aber die Gesunden,welche auch Prämien zahlen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Willi Geissbühler (tagesschau)
    Beat Reuteler: Schicken Sir mir Ihren Lohnausweis und dann können wir die Sache nochmal anschauen . Aber bei 2 Personen, Fr. 9'600 Prämie plus Fr. 300 x 2 Franchise sind bereits Fr. 10'200. Da habe ich aber noch nichts zurück bekommen. So kann man den kleinen Mittelstand auch kaputt machen. Der Bundesrat soll aufhören mit der Kopfprämie, ist doch eine Unverschämtheit. Nochmal: Wir sind doch die Beschissenen, jedes Jahr mehr Prämien zahlen und dann noch die Schnapsidee mit höherer Franchise.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen