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«C'est difficult» Wie viel Französisch muss sein?

Im Vorfeld der Bundesratswahlen geben die Fremdsprachenkenntnisse der Kandidierenden zu reden. Doch das einzige Kriterium sind sie nicht.

Legende: Audio Die bundesrätliche Fremdsprachenkompetenz abspielen. Laufzeit 04:25 Minuten.
04:25 min, aus Echo der Zeit vom 14.11.2018.

Früher oder später kommt sie, die Frage nach den Fremdsprachen. Die auserkorenen Kandidatinnen und Kandidaten der CVP und FDP mussten sich zuvor verschiedentlich beweisen. Die künftigen möglichen Bundesrätinnen und Bundesräte fühlten sich unterschiedlich wohl dabei.

Besonders für die FDP-Kandidatin Karin Keller-Sutter ist Französisch kein Problem. Sie ist gelernte Dolmetscherin. Auch CVP-Frau Viola Amherd hat als Walliserin keine Mühe. Und ihre Konkurrentin Heidi Z'graggen beantwortete auch bereits Fragen auf Französisch. Nur Hans Wicki von der FDP hat deutlich mehr Mühe mit der Fremdsprache. Er sei aber bereit, sein Französisch zu verbessern.

Es führt kein Weg daran vorbei

Dass ein Bundesrat oder eine Bundesrätin Fremdsprachen beherrsche, sei für ihn aber ein absolutes Muss, sagt Franz Grüter. Er ist SVP-Nationalrat und damit eines der 246 Mitglieder der Vereinigten Bundesversammlung, die am 5. Dezember zwei neue Mitglieder der Landesregierung wählt.

Gute Fremdsprachenkenntnisse würden heute vorausgesetzt: «Ich meine auch nicht, dass es zu viel verlangt ist, und ich meine auch nicht, dass es eine Schikane ist, wenn man das verlangt.»

Auch in der Wirtschaft ist Mehrsprachigkeit ein Muss

Schliesslich handle es sich um Personen, die die Schweiz repräsentieren – ein viersprachiges Land – und deshalb sollte man solche Sprachkenntnisse erwarten dürfen. Auch das Spitzenpersonal in der Wirtschaft müsse mehrere Fremdsprachen auf hohem Niveau beherrschen, sagt Grüter, selbst IT-Unternehmer und Verwaltungsrat der Luzerner Kantonalbank.

Bedeuten mangelnde Fremdsprachenkenntnisse das sofortige Aus für eine Wahl in den Bundesrat? Der Berner Politikberater Mark Balsiger verneint. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass das Parlament andere Kriterien stärker gewichte, wie zum Beispiel Führungsstärke oder die persönliche Nähe zu den Kandidierenden. Klar sei aber: Sprachen zu beherrschen sage viel über die Persönlichkeit einer Kandidatin oder eines Kandidaten aus, so Balsiger.

Es ist ein Zeichen von Disziplin, Sprachen zu beherrschen.
Autor: Mark BalsigerPolitikberater

«Es ist ein Signal des Anstandes, im Sinne von: ‹Ich bemühe mich, die Gegenseite gut zu verstehen›.» Und es sei auch ein Zeichen von Disziplin, sagt er, denn: «Sprachen zu beherrschen hat sehr viel mit Vokabeln üben zu tun.»

Wie gut können Sie Französisch oder Englisch? Diese Frage werden die ausgewählten Kandidierenden vor der Bundesratswahl wohl noch ein paar Mal beantworten müssen.

Legende: Video Kandidatinnen und Kandidaten der CVP im Sprachtest abspielen. Laufzeit 01:06 Minuten.
Aus SRF News vom 01.11.2018.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    In einem mehrsprachigen Land sollte es doch logisch sein, dass jeder Einwohner mindestens eine weitere Landessprache in Schrift und Sprache beherrscht. Das heisst z.B. neben Deutsch entweder Französisch, Italienisch oder Rätoromanisch. Denn wenn dies nicht getan wird sind wir nicht mehrsprachlich und ein kultureller Austausch findet nicht statt. Man könnte dies zum Beispiel verbessern indem nur noch Muttersprachler eine Fremdsprache unterrichten.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Mehrsprachigkeit von BundesrätenInnen, ist eigentlich logisch! Da schneiden bislang die Bundesrätinnen klar besser ab, als die Bundesräte.
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  • Kommentar von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
    Wenn man von einem einbürgerungs willigen Ausländer verlangt dass er sich mindestens in einer Landessprache verständigen kann, was ich gut und richtig finde, darf man von einem Bundesrat auch verlangen dass er dies in zweien kann.
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