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Medienberichte beanstandet Carl Hirschmann siegt teilweise vor Bundesgericht

Ein Mann in einem grauen Anzug.
Legende: November 2012 wurde Hirschmann wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit einem Kind und sexueller Nötigung verurteilt. Keystone
  • Laut Bundesgericht haben die Verlagshäuser Tamedia und Espace Media ab dem 4. November 2009 an einer persönlichkeitsverletzenden Medienkampagne rund um Hirschmanns Verhaftung mitgewirkt.
  • Für den Durchschnittsleser handle es sich um eine «übermässige Einmischung» und Blossstellung: «Diese Persönlichkeitsverletzung lässt sich nicht mit einem überwiegenden öffentlichen Interesse rechtfertigen.»
  • Mit den Berichten sei Carl Hirschmann seines Rechts beraubt worden, selbst darüber zu bestimmen, welche Informationen über ihn und sein Leben die Öffentlichkeit erfahren sollte.
  • Zur Klärung verschiedener Punkte weist das Bundesgericht den Fall erneut an das Handelsgericht des Kantons Zürich zurück.

Carl Hirschmann hatte 2011 gegen die Medienunternehmen Tamedia und Espace Media (u.a. «Berner Zeitung») Klage erhoben. Er machte insbesondere geltend, dass er in seiner Persönlichkeit durch mindestens 140 Berichte in Medien der beiden Unternehmen widerrechtlich verletzt worden sei.

Neu zu beurteilen sei Carl Hirschmanns Klage auch hinsichtlich seiner Forderung auf Herausgabe des Gewinns, den die Verlagshäuser durch ihr verletzendes Verhalten erzielt haben sollen. Zudem will Hirschmann eine Genugtuung für den seelischen Schmerz, den er infolge der Persönlichkeitsverletzungen erlitten haben soll.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Esslinger (Andrea Esslinger)
    Bin kein Fan von Hirschmann, aber finde es gut, dass sich einer gegen die Boulvardpresse stellt, die jeden noch so persönlichen Hühnermist ausgraben und veröffentlichen muss, um die sensationsgeile Leserschaft zu befriedigen.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Ist ja spannend: Ich hatte C. Hirschhausen glatt vergessen und nun bringt er sich selber wieder ins Licht. Ob diese Strategie klug ist, scheint mir fraglich. Andererseits: Wieviel Voyeurismus legen wir mit dem Konsum solcher Nachrichten und Berichte selber an den Tag und wozu brauchen wir den eigentlich? Und wie ginge es uns, kämen wir in den Strudel wie Herr Hirschhausen? Eigentlich hätte er eine Entschuldigung von uns allen verdient.
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  • Kommentar von Hans Fürer (Hans F.)
    7 Jahre liegt das nun zurück - keine gute Idee, die Angelegenheit wieder aufzuwärmen! Mir jedenfalls war der Name Hirschmann längst entschwunden, und nun ist er halt wieder da.
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    1. Antwort von Charles Grossrieder (View)
      Stimmt, aber nur dank den Medien, sonst hätte niemand Notsitz genommen nehme ich an. Es fuellt Seiten, dass im Kanton XX zig Millionen Bluemchen der Hitze zum Opfer vielen ist uninteressant....
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