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SRF-Sonderkorrespondent Weinmann: «Der Start soll morgen stattfinden»
Aus News-Clip vom 17.12.2019.
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Cheops-Mission Nach Abbruch: Sojus-Rakete soll am Mittwoch starten

  • Der Beginn der «Cheops»-Mission zur Erkundung von Exoplaneten ist nach dem abgebrochenen Start der Sojus-Rakete auf Mittwoch verschoben worden.
  • Die Rakete soll um 09.54 Uhr (MEZ) starten, wie der Betreiber Arianespace am Dienstagabend mitteilte.
  • Die Sojus-Trägerrakete konnte am Dienstagmorgen wegen technischer Probleme nicht vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana abheben.

Der Start der Sojus-Fregat-Rakete mit dem Schweizer Weltraumteleskop Cheops an Bord sei wegen eines Problems im Bereich der Oberstufe abgebrochen worden, konkretisierte Daniel Neuenschwander, ESA-Direktor für Raumtransport. Dabei handelt es sich um die oberste Raketenstufe, in der sich die Nutzlast, also die Satelliten, befinden. Diese, inklusive Cheops, seien aber in Sicherheit, hiess es.

Einschätzung von Sonderkorrespondent Michael Weinmann

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Einschätzung von Sonderkorrespondent Michael Weinmann

SRF News: Wieso ist es heute Morgen zum Abbruch der Mission gekommen?

Michael Weinmann: Eine detaillierte Antwort darauf gibt es noch nicht. Ein Verantwortlicher des Betreibers des Weltraumbahnhofs in Kourou hat vor den Medien lediglich erklärt, dass es trotz grünem Licht der Meteorologen rund anderthalb Stunden vor dem Start zum Abbruch kam. Für mich tönte es nicht nach einem Problem im Startablauf, sondern eher nach einem technischen Defekt. Hektik ist aber keine ausgebrochen, laut den Betreibern des Weltraumbahnhofs sei dies Standard, Ähnliches haben man schon mit zwei Sojus-Raketen erlebt.

Es handelt sich also um nichts Aussergewöhnliches?

Nein – es gibt viele Gründe dafür, warum ein Raketenstart verschoben werden muss. Ein Beispiel sind starke Winde, oder ein Gewitter. Oder es sind eben technische Defekte. Damit ein Start gelingt, braucht es unglaublich viele Schritte. Es grenzt an ein logistisches Wunder. Deshalb ist so ein Startabbruch nichts Aussergewöhnliches.

Was bedeutet die Verspätung für die Mission?

Nicht viel. Grundsätzlich wollte man Cheops schon deutlich früher ins Weltall schiessen, die Teams waren bereit. Doch dann gab es eine Verschiebung, die nichts mit der Sojus-Rakete zu tun hatte, sondern mit einem italienischen Satelliten. Von dem her ist nun ein oder zwei Tage Verspätung kein Weltuntergang.

Erste ESA-Mission unter Schweizer Leitung

Das Startfenster ist auf die Sekunde genau. Um 9.54 Uhr am Donnerstagmorgen wäre vorläufig die letzte Chance für einen Start in diesem Jahr. Dafür gibt es mehrere Gründe: Der Kerosintank der ersten Raketenstufe wurde nach Abbruch des Countdowns wieder geleert und kann nur noch einmal wieder befüllt und – bei erneutem Abbruch – entleert werden.

Danach könnte es Probleme mit den Dichtungen geben, sagte Neuenschwander. Zum anderen sind die zweite und dritte Raketenstufe noch betankt und können nicht längere Zeit so belassen werden. Um 18 Uhr Schweizer Zeit wollen ESA und Arianespace mitteilen, ob sich der Start um 24 oder um 48 Stunden verzögert.

Analyse von Exoplaneten

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Die «Cheops»-Mission (Characterising Exoplanet Satellite) soll sich auf die Analyse von Exoplaneten konzentrieren. Exoplaneten sind Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems, die andere Sterne umkreisen. «Cheops» soll helle Sterne beobachten, von denen bekannt ist, dass sie von Planeten umkreist werden. Dabei soll das Weltraumteleskop zum Beispiel die kleinen Helligkeitsänderungen, die durch den Transit eines Planeten über die Sternscheibe verursacht werden, aufzeichnen, um die Grösse des Planeten zu bestimmen.

Das erste Schweizer Weltraumteleskop hätte am Dienstagmorgen um 9:54 Uhr an Bord einer Sojus-Fregat-Rakete abheben sollen. Es handelt sich um die erste ESA-Mission unter Schweizer Leitung.

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Aus dem Archiv: Uni Bern startet Cheops-Mission
Aus 10vor10 vom 16.12.2019.
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