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CO2-Sparprogramm Kurzstreckenflüge sind für Bundesangestellte tabu

  • Bei Reisezeiten unter sechs Stunden müssen Bundesangestellte künftig den Zug statt das Flugzeug nehmen.
  • Auf Langstreckenflügen sollen sie vermehrt in der Economy- statt in der Business-Klasse reisen.
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Aus dem Archiv: Bundesrat beschliesst «Klimapaket»
Aus Tagesschau vom 03.07.2019.
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Der Bundesrat hat den Aktionsplan Flugreisen verabschiedet. Das Ziel: Die CO2-Emissionen aus Flugreisen der Bundesverwaltung sollen bis 2030 um 30 Prozent gesenkt werden.

Der Aktionsplan ist Teil des Klimapakets Bundesverwaltung, das der Bundesrat im Juli verabschiedet hatte. Er will damit die Bundesverwaltung bis 2030 klimaneutral machen. Die Treibhausgasemissionen sollen um 50 Prozent gegenüber 2006 reduziert werden. Der Rest wird durch Emissionszertifikate kompensiert.

Ab Sommer 2020

Der Aktionsplan Flugreisen wird ab Mitte 2020 von allen Verwaltungseinheiten der Bundesverwaltung umgesetzt. Zur Massnahme «Zug statt Flugzeug» wird die Bundesreisezentrale zusammen mit dem Eidgenössischen Personalamt eine Liste jener Destinationen erstellen, zu denen grundsätzlich mit dem Zug angereist werden muss. Vorgeschrieben ist das bei einer Reisezeit von unter sechs Stunden.

Flüge in der Business-Klasse gibt es nur noch, wenn ein Direktflug neun Stunden und mehr oder ein Flug mit Zwischenstopp elf Stunden und mehr beträgt, wie der Bundesrat schreibt.

Kleinere Delegationen

Weiter sollen weniger Personen an internationale Konferenzen fliegen. Die Delegationsgrössen sollen konsequent «so klein wie möglich» sein. Die bestehenden Ausnahmeregelungen werden überprüft.

Als Alternative zu Dienstreisen sollen vermehrt Telefon- und Videokonferenzen genutzt werden. Dazu werden Kurse für Mitarbeitende angeboten und technische Anpassungen vorgenommen.

CO2-Sparprogramm für die Bundesverwaltung

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Bis 2023 soll die Umweltbelastung je Vollzeitäquivalent um 8 Prozent gegenüber 2020 reduziert werden, ohne Anrechnung von Treibhausgas-Kompensationen. Die absoluten Treibhausgasemissionen sollen bis Ende 2023 um insgesamt 9 Prozent gegenüber 2020 reduziert und die verbleibenden Treibhausgasemissionen vollständig mittels internationaler Bescheinigung kompensiert werden.

Das festgelegte CO2-Reduktionsziel gilt auch für das VBS. Der Bundesrat hat das Ziel für die Einheiten des Verteidigungsdepartements bis 2030 von ursprünglich 35 auf 40 Prozent verschärft.

Die Bundesverwaltung nehme mit diesen Massnahmen ihre Vorbildfunktion zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz wahr, schreibt der Bundesrat.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Georg Spengler  (Streamline500)
    Alles schön und gut auf der einen Seite wird eingespart aber auf der anderen Seite passiert genau das Gegenteil.Z.B die Post baut in Untervaz eine
    neue Basis statt wie heute ein Grossteil der Pakete mit der Bahn angeliefert wird, wird ab September 2020 alles per Lastwagen angeliefert. Dafür kann man bei der Aufgabe eines Pakets gegen einen Aufpreis natürlich das Paket klimaneutral versenden, was für Heuchler.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Mit dem Paketzentrum Untervaz müssen die Pakete von GR nach GR nicht mehr nach Frauenfeld geleitet werden. Es entfällt somit ein beträchtlicher Umweg. Pakete vom Unterland werden weiterhin mit der Bahn angeliefert, desgleichen der Transport ins Engadin.
  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    Das habe ich wirklich nicht gewusst, dass ein Flug in der Economy-class weniger CO2-Emissionen produziert als einer in der First-class.
    1. Antwort von Pirmin Koch  (Preemz)
      Ist ja logisch, ein Businessclass Sitz ist so gross wie 3 Economy Sitze, so hat man ca. 3x höhere CO2 Aussstosse, dazu kommt noch das Foodwaste on Board und aus den Lounges.
    2. Antwort von Franz Giger  (fjg)
      für mich nicht logisch, oder ich habe es noch nicht begriffen. Ein Flugzeug verbrennt so und soviel Kerosin, egal wo ich sitze. Das Einzige das ich bei einer Erbsenzählersichtweise noch nachvollziehen könnte wäre das Gewicht des Passagiers.
  • Kommentar von Hubert Glauser  (hubiswiss)
    Ich finde jede Person sollte ein CO2 Kontingent haben pro Jahr. Wie er dies Einsetzt ist ihm überlassen. Ober er weiter mit Öel heizt oder in die Ferien mit dem Flieger geht oder ein Auto fährt mit höheren CO2 Ausstoss. Wenn er sein Kontingent erreicht hat muss die Person Strafgebühr zahlen. Mit diesem Geld kann dann Umweltfreundliche Projekte unterstütz werden.
    1. Antwort von Franz Giger  (fjg)
      es soll ja bald CO2-Rationierungskarten nach dem Vorbild der 2.Weltkrieg Lebensmittelkarten geben.